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Gloria Trevi

mexikanischer Singer-Songwriterin
Gloria Trevi (2007)
Gloria Trevi (2007)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Una rosa blu
  MX 5 Platin 2007 (121 Wo.)
  ES 91 23.08.2009 (1 Wo.)
  US 169 20.10.2007 (1 Wo.)
Lo esencial
  MX 65 2009 (6 Wo.)
Gloria
  MX 1 Platin 2011 (36 Wo.)
  US 71 09.04.2011 (2 Wo.)
De película
  US 109 12.10.2013 (1 Wo.)
El amor
  ES 46 11.10.2015 (2 Wo.)
Versus (mit Alejandra Guzmán)
  US 77 22.07.2017 (1 Wo.)
  ES 94 09.07.2017 (1 Wo.)

Gloria Trevi (Gloria de los Angeles Treviño Ruiz; * 15. Februar 1968 in Monterrey, Nuevo León) ist eine mexikanische Musikerin und Schauspielerin. Trevi gilt als eine der erfolgreichsten mexikanischen Musikerinnen, die über 20 Millionen Platten verkauft hat.[2] Ab dem Jahr 2000 verbrachte sie nach Vorwürfen über eine Verwickelung in einen Missbrauchsskandal um ihren Manager und damaligen Ehemann mehrere Jahre im Gefängnis.

LebenBearbeiten

Trevi wurde 1968 in Monterrey als ältestes von fünf Geschwistern geboren.[3] Bereits in früher Jugend lernte sie das Klavier und Schlagzeug zu spielen. Nachdem sich ihre Eltern 1978 getrennt hatten, verließ Trevi 1980 ihr Elternhaus und zog im Alter von 12 Jahren nach Mexiko-Stadt.

1984 lernte sie dort Sergio Andrade kennen, der ihre Karriere förderte und später ihr Manager wurde.[3] Kurz darauf wurde sie Mitglied der kurzlebigen Girlband Boquitas Pintadas. Danach wandte sie sich ihrer Solokarriere zu. 1989 erschien ihr Debütalbum ¿Qué Hago Aquí?, das Platz 1 der mexikanischen Charts erreichte und von dem insgesamt 3 Millionen Kopien verkauft wurden.[4]

In den kommenden Jahren erschienen vier weitere Alben, die sämtlich Platz 1 der mexikanischen Albumcharts erreichten. Ab 1991 trat sie auch in drei Filmen als Schauspielerin auf. Ihr Erfolg brachte ihr den Spitznamen Mexicos Madonna ein.

1998 heiratete sie Sergio Andrade. Im gleichen Jahr erschien das Enthüllungsbuch Aline, la Gloria Por el Infierno, in dem die Sängerin Aline Hernández, die zuvor mit Andrade verheiratet war, über dessen Privatleben berichtete. Hernández bezeichnete Andrade als Sadisten, der junge Mädchen mit dem Versprechen, ein Star zu werden, gefügig machte und sie dann sexuell missbrauchte.[3] Sie behauptete außerdem, Trevi wäre an diesen Vorgängen ebenfalls beteiligt gewesen.

Ab 1999 gingen mehrere von Andrades früheren Opfern mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit, darunter Karina Yapor. Trevi und Andrade tauchten daraufhin unter. 1999 gebar sie in Brasilien eine Tochter, die allerdings unter ungeklärten Umständen nach einem Monat verstarb.[5]

Im Januar 2000 wurden Trevi, Andrade und der ebenfalls am Missbrauch beteiligte Sänger Maria Raquenel Portillo im brasilianischen Rio de Janeiro verhaftet.[6]

Im Gefängnis stellte sich heraus, dass die Sängerin erneut schwanger war, was laut Trevi auf eine Vergewaltigung durch einen Gefängniswärter zurückzuführen wäre. Die brasilianischen Behörden wiesen über einen DNA-Test nach, dass Andrade der Vater war. Trevis Verteidiger behauptete, dass der DNA-Test fingiert wäre.[7] Der Sohn wurde im Dezember 2002 im Gefängnis geboren.[7] Im gleichen Jahr veröffentlichte sie ihre Autobiografie Gloria. Trevis Anklage wurde nach fast fünf Jahren mangels Beweisen fallengelassen und sie im September 2004 aus dem Gefängnis entlassen.[7] Im gleichen Jahr erschien ihr neues Album Cómo nace el universo, das erneut Platz 1 der mexikanischen Charts erreichte.

Im Jahr 2005 kam ihr drittes Kind, ein Sohn, zur Welt.

2011 folgte das Album Gloria und 2013 De película. Im selben Jahr übernahm sie die Hauptrolle in der Telenovela Libre para amarte. 2014 startete die Reality-Fernsehserie A toda Gloria, die Trevis Leben während der Tour zu ihrem letzten Album zeigt.[2] Am 1. Januar 2015 startete die Filmbiographie Gloria von Christian Keller in den mexikanischen Kinos. Die Hauptrolle übernahm Sofía Espinosa.

Seit dem Jahr 2009 ist sie in zweiter Ehe mit dem Anwalt Armando Gómez verheiratet. Sie lebt in McAllen, Texas.

Diskografie (Auswahl)Bearbeiten

Alben

  • 1989: ¿Qué hago aquí? (Ariola)
  • 1991: Tu ángel de la guarda (Ariola)
  • 1992: Me siento tan sola (Ariola)
  • 1994: Más turbada que nunca (Ariola)
  • 1995: Si me llevas contigo (Ariola)
  • 2004: Cómo nace el universo (Ariola, US:  )[8]
  • 2007: Una rosa blu (Univision Records, US:  )
  • 2008: La Trayectoria (US, MX:  )
  • 2011: Gloria (Universal Music Latino)
  • 2013: De película (Universal Music, MX:  )
  • 2015: El amor (MX:  )
  • 2016: Inmortal (MX:  )
  • 2017: Versus (Gloria Trevi y Alejandra Guzmán, MX:  )

Singles (mit Auszeichnungen)

  • 2012: Psicofonía (ES:  )
  • 2017: Dímelo Al Revés (MX:  )
  • 2019: Hijoepu*# (mit Karol G, US:  )

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

  • 1991: Pelo suelto
  • 1993: Zapatos viejos
  • 1995: Una papa sin catsup
  • 1997: XE-TU Remix (Fernsehserie)
  • 2011: Pequeños gigantes (Fernsehserie)
  • 2013: Libre para amarte (Fernsehserie)
  • 2014: A toda Gloria (Fernsehserie)

AutobiografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ruben Avina: Aline, la Gloria Por el Infierno. Giron Books, 1998, ISBN 978-9700509358 (spanisch)
  • Karina Yapor: Revelaciones: Mis Amargas Experiencias Con Gloria Trevi, Sergio Andrade y Mary Boquitas. Editorial Grijalbo, 2001, ISBN 978-9700512938 (spanisch)
  • Christopher McDougall: Girl Trouble: The True Saga of Superstar Gloria Trevi and the Secret Teenage Sex Cult That Stunned the World. Rayo, 2004, ISBN 978-0060536626 (englisch)

QuellenBearbeiten

  1. Chartquellen: Spanien / Mexiko (ab 2007) - USA
  2. a b ‘Mexican Madonna’ Gloria Trevi Shows Off Her Wild Life on Mun2 Reality Series bei variety.com, abgerufen am 5. Januar 2014
  3. a b c Gloria Trevi bei biography.com, abgerufen am 5. Januar 2014
  4. From Sex Cults to Prison Time, Inside the True-Life Telenovela of Gloria Trevi bei billboard.com, abgerufen am 5. Januar 2014
  5. Mexican pop star Gloria Trevi on jail hunger strike bei abc.net.au, abgerufen am 5. Januar 2014
  6. Mexican Star in Sex Case Is Arrested in Rio bei nytimes.com, abgerufen am 5. Januar 2014
  7. a b c Mexico's Madonna free at last in climax to real-life soap bei theguardian.com, abgerufen am 5. Januar 2014
  8. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US ES MX

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gloria Trevi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien