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Georg Bantele

deutscher Politiker (BP), MdL

Georg Bantele (* 23. September 1893 in Frankenhofen (Bad Wörishofen)/Allgäu; † 15. Dezember 1961) war ein deutscher Politiker der Bayernpartei.

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Bantele, der römisch-katholischen Glaubens war, legte 1913 in Dillingen das Abitur ab. Nachdem er zunächst ein Studium aufnahm, meldete er sich bei Beginn des Ersten Weltkrieges als Kriegsfreiwilliger. Nach Kriegsende ging er in den Schuldienst und legte 1919 und 1921 die Lehrerprüfungen ab. Anschließend war er sieben Jahre in Karlshuld als Lehrer tätig. 1928 wechselte er als Oberheeresfachlehrer an die Heeresschule nach Würzburg. Dort studierte er zugleich Geschichte, Psychologie und Pädagogik und wurde 1934 in den aktiven Offiziersdienst übernommen. Seit 1938 war er Bataillons-Kommandeur in Bayreuth. Im Zweiten Weltkrieg war er als Major dem Chef des Transportwesens im Generalstab zugeordnet und leitete dort Ausbildungslehrgänge. Zum 1. April 1942 wurde er zum Oberst befördert. Gegen Kriegsende geriet er in englische Gefangenschaft. Nach der Entlassung aus dieser kehrte er nach Bayreuth zurück und machte sich dort mit einem Immobilienbüro selbständig.[1] Er war seit 1919 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Langobardia München.

ParteiBearbeiten

Bantele war Mitglied der Bayernpartei und in den 1950er Jahren deren Kreisvorsitzender für Oberfranken. 1952 bis 1954 war er stellvertretender Vorsitzender der Bayernpartei.

AbgeordneterBearbeiten

Bantele gehörte von 1950 bis zu seinem Tode dem Bayerischen Landtag an. Von 1954 bis 1958 war er dessen Vizepräsident. Im Landtag gehörte er zu den Abgeordneten, die sich fraktionsübergreifend dafür einsetzten, dass das im Dezember 1957 verabschiedete Lehrerbildungsgesetz die Pädagogischen Hochschulen an die Universitäten angliederte, um das Ausbildungsniveau der Volks- und Mittelschullehrer zu erhöhen.[2]

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Von 1952 bis 1956 war Bantele stellvertretender Bürgermeister von Bayreuth.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Für den gesamten Absatz siehe: Richard Stöss: Parteienhandbuch. Westdeutscher Verlag, Opladen 1986, ISBN 3-531-11838-2, S. 428, Fußnote 92.
  2. Wilhelm Ebert: Mein Leben für eine pädagogische Schule. Band 2, Julius Klinkhardt Verlag, 2009, ISBN 978-3-7815-1684-7, diverse Fundstellen.