František Pošta

tschechischer Kontrabassist und Musikpädagoge

František Pošta (* 22. August 1919 in Lány u Rakovníka; † 18. Juli 1991 in Prag) war ein tschechischer Kontrabassist und Musikpädagoge.

Leben und WirkenBearbeiten

František Pošta erhielt zunächst Geigenunterricht bei Václav Tuček, wechselte später zum Kontrabass und wurde von František Tuček unterrichtet. Von 1934 bis 1939 studierte er am Prager Konservatorium bei Oldřich Šorejs. Seit 1939 spielte er als Kontrabassist in der Tschechischen Philharmonie, als Solokontrabassist ab 1945 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1985. Mit dem Orchester machte er internationale Tourneen u. a. in die UdSSR, USA, Japan und Australien.

Als Solist konzertierte Pošta weltweit sowohl mit Solokonzerten als auch kammermusikalisch.

Er unterrichtete seit 1953 als Professor am Prager Konservatorium und hielt außerdem Meisterkurse und Vorträge u. a. in Finnland, Japan (Tokyo Music Academy), London, Manchester, New York und Wien. Er war ebenfalls Jury-Mitglied bei internationalen Kontrabasswettbewerben u. a. in Markneukirchen oder auf der Isle of Man.

Pošta war einer der wichtigen Wegbereiter für den Fortschritt der technischen Standards und Unterrichtsmethoden für das Instrument und fertigte außerdem zahlreiche Transkriptionen für den Kontrabass an.

Er veröffentliche zahlreiche Tonaufnahmen und spielte auf einem Instrument des Geigenbauers Grancino von 1695. Bezeichnend für seinen besonderen, singenden Ton ist der Titel einer seiner populären Aufnahmen „The singing Grancino of František Pošta“.[1][2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Máša: František Pošta – portrét kontrabasisty. Masaryk-Universität, Kunstwissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft, abgerufen am 22. Februar 2019.
  2. František Pošta - The Singing Grancino of Frantisek Posta. Abgerufen am 22. Februar 2019.