Masaryk-Universität

Universität in Brno, Tschechien

Die Masaryk-Universität (Masarykova univerzita, MUNI) in Brünn ist die zweitgrößte Universität Tschechiens. Die 1919 gegründete Hochschule besteht heute aus neun Fakultäten mit etwa 30.000 Studenten. Die Universität ist nach Tomáš Garrigue Masaryk, dem Gründer und ersten Präsidenten der Tschechoslowakei benannt.

Masaryk-Universität
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Gründung 28. Januar 1919[1]
Trägerschaft staatlich
Ort Brünn
Land TschechienTschechien Tschechien
Rektor Martin Bareš[2]
Studierende 37.103 (2008)
Mitarbeiter 4.320 (2008)
davon Professoren 248 (2008)
Netzwerke CGU[3], IAU[4]
Website www.muni.cz

Von 1960 bis 1990 hieß sie Jan-Evangelista-Purkyně-Universität (Univerzita Jana Evangelisty Purkyně, UJEP).

EntstehungsgeschichteBearbeiten

 
Altes Hauptgebäude der Medizinischen Fakultät mit Denkmal T. G. Masaryks

Die Masaryk-Universität wurde im Jahre 1919 mit vier Fakultäten (Juristische, Medizinische, Naturwissenschaftliche und Philosophische Fakultät) gegründet.

1939 wurde die Universität durch die deutsche Besatzungsmacht geschlossen (Sonderaktion Prag). Einige Professoren und Studenten der Universität schlossen sich dem Widerstand an, darunter unter anderen Vojtěch Rosický, Jan Jebavý, Jan Uher und Josef Tvrdý. Heute erinnern in Brünn Stolpersteine, bzw. Gedenksteine an diese Widerstandskämpfer. Nach dem Weltkrieg wurde die Wiederherstellung der Juristischen Fakultät durch den kommunistischen Putsch im Jahre 1948 verlangsamt und endete schließlich mit ihrer Abschaffung im Jahre 1950. 1953 wurde die Pädagogische Fakultät (gegr. 1946) ausgegliedert, und der Universität verblieben nur drei Fakultäten. 1960 wurde durch Staatsbeschluss die Pharmazeutische Fakultät geschlossen, und die Universität wurde nach dem tschechischen Biologen Jan Evangelista Purkyně umbenannt, da Masaryk, der Gründer der westlich orientierten Tschechoslowakischen Republik für das kommunistischen Regime eine Persona non grata war. Im Jahr 1964 wurde die Pädagogische Fakultät wieder eingegliedert und im Jahr 1969 die Juristische Fakultät neueröffnet.

Seit 1990 trägt die Universität wieder ihren ursprünglichen Namen. Im selben Jahr wurde die Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften gegründet, 1994 die Fakultät für Informatik, 1998 die Fakultät für Sozialwissenschaften und 2001 die Fakultät für Sportwissenschaften. 2007 wurde die Mendel-Polarstation in der Antarktis eingerichtet.

Fakultäten und InstituteBearbeiten

Die Universität verfügt über folgende Fakultäten und Institute.[5]

 
Juristische Fakultät
 
Medizinische Fakultät
  • Fakultät für Kunst
  • Juristische Fakultät
  • Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Pädagogische Fakultät
  • Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften
  • Fakultät für Informatik
  • Fakultät für Sozialwissenschaften
  • Fakultät für Sportstudien
  • Zentraleuropäisches Institut für Technologie
  • Institut Rechenzentrum

UniversitätsklinikenBearbeiten

 
Kapelle des Fakultätskrankenhaus St. Anna

An die Medizinische Fakultät der Universität sind zwei Universitätskliniken angegliedert.

  • Das Fakultätskrankenhaus St. Anna (Fakultní nemocnice u sv. Anny v Brně)
  • Fakultätskrankenhaus in Bohunice (Fakultní nemocnice Brno)

Eine Traumatologische Klinik wurde 2002 am Unfallkrankenhaus in Brünn (Úrazová nemocnice v Brně) gegründet. Zwei weitere Kliniken befinden sich am Masaryks-Onkologischen Institut (Masarykův onkologický ústav).

Die Kliniken Erlabrunn in Sachsen fungieren als Ausbildungskrankenhaus für die Medizinische Fakultät.

PersönlichkeitenBearbeiten

RektorenBearbeiten

HochschullehrerBearbeiten

AbsolventenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Masaryk University – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Masaryk University history. Masaryk University establishing act. In: www.muni.cz. Masaryk University, 2019, abgerufen am 14. September 2019 (englisch).
  2. Prof. MUDr. Martin Bareš, Ph.D. Rector Masaryk University. In: www.muni.cz. Masaryk University, 2019, abgerufen am 15. September 2019 (englisch).
  3. Member universities. In: web.gcompostela.org. Compostela Group of Universities, 2019, abgerufen am 14. September 2019 (englisch).
  4. List of IAU Members. In: iau-aiu.net. International Association of Universities, abgerufen am 25. Juli 2019 (englisch).
  5. Masaryk University units. In: www.muni.cz. Masaryk University, 2019, abgerufen am 15. September 2019 (englisch).