Felix Hafner (Regisseur)

österreichischer Theaterregisseur

Felix Hafner (* 1992 in Voitsberg, Steiermark[1]) ist ein österreichischer Theaterregisseur.

LebenBearbeiten

Felix Hafner wuchs in Maria Lankowitz auf und besuchte das Gymnasium in Deutschlandsberg, zum Theater kam er über das dortige Schultheater und das Theaterzentrum Deutschlandsberg.[2][3] Nach der Matura studierte er Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar in Wien, das Studium schloss er 2016 ab.[4] Am Reinhardt-Seminar inszenierte er unter anderem Texte von Heiner Müller, Johann Nestroy sowie Uhrwerk Orange von Anthony Burgess, seine Diplominszenierung im Dezember 2015 war Astoria von Jura Soyfer.

Am Wiener Volkstheater führte er in der Spielzeit 2015/16 beim Stück Isabelle H. (geopfert wird immer) von Thomas Köck und in der Saison 2016/17 Molières bei Der Menschenfeind Regie. Für diese Inszenierung wurde er im Rahmen der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2017 als bester Nachwuchs ausgezeichnet.[5]

Im September 2017 feierte seine Inszenierung der Nestroy-Posse Höllenangst mit die Couplettexten von Peter Klien am Wiener Volkstheater Premiere.[6] Am Landestheater Niederösterreich inszenierte er in der Spielsaison 2017/18 eine eigene Bearbeitung von Joseph Roths Roman Die Flucht ohne Ende.[1][2] Am Münchner Volkstheater inszenierte er 2018 eine von ihm adaptierte Fassung von Schöne neue Welt von Aldous Huxley mit Julia Franz Richter in der Rolle der Lenina Crowne.[7]

In der Saison 2018/19 inszenierte er am Wiener Volkstheater das Stück Nach uns das All oder Das innere Team kennt keine Pause von Sibylle Berg[8] und am und Münchner Volkstheater Die Dämonen von Fjodor Dostojewski.[9] An den Kammerspielen des Tiroler Landestheaters Innsbruck führte er beim Anfang 2019 uraufgeführten Stück Die Österreicherinnen von Thomas Arzt Regie.[10] Im September 2020 feierte er mit seiner Inszenierung der Bühnenfassung von Thomas Manns Roman Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull am Landestheater Niederösterreich Premiere,[11] im Oktober 2020 am Münchner Volkstheater mit Herkunft von Saša Stanišić.[12] Im Mai 2021 fand die Premiere seiner Bühnenadaption von Daniel Wissers Roman Königin der Berge an den Innsbrucker Kammerspielen statt.[13]

Sein Großvater war der Maler Anton Hafner.[14]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Landestheater Niederösterreich: Felix Hafner. Abgerufen am 13. November 2017.
  2. a b Regisseur Felix Hafner: „Ich bin kein sturer Mensch!“. Artikel vom 15. September 2017, abgerufen am 13. November 2017.
  3. Kleine Zeitung: Auf Augenhöhe mit dem Menschenfeind. Artikel vom 27. November 2016, abgerufen am 13. November 2017.
  4. Max Reinhardt Seminar: Absolventinnen 2016.. Abgerufen am 13. November 2017
  5. Oberösterreichische Nachrichten: Nestroy-Preise: Felix Hafner und Maresi Riegner bester Nachwuchs. Artikel vom 13. November 2017, abgerufen am 13. November 2017.
  6. derStandard.at: "Höllenangst": Wenn der Blitz einschlägt. Artikel vom 24. September 2017, abgerufen am 13. November 2017.
  7. derStandard.at: Jungregisseur Hafner: "Hierarchisches Gefälle gehört erschüttert". Artikel vom 12. Jänner 2018, abgerufen am 11. Mai 2018.
  8. Volkstheater Wien 18/19: „Untreu auf Probe“. Artikel vom 3. Mai 2018, abgerufen am 3. Mai 2018.
  9. Münchner Volkstheater mit Klassikern und Wahlprogrammen. Abgerufen am 13. September 2018.
  10. „Die Österreicherinnen“: „Die Geschichte ist immer eine Geschichte“. Artikel vom 19. Jänner 2019, abgerufen am 19. Jänner 2019.
  11. Ein Hochstapler plaudert aus seinem Leben. In: ORF.at. 26. September 2020, abgerufen am 28. September 2020.
  12. Marlene Knobloch: Premiere am Volkstheater: Das Leben, ein Zufall. In: sueddeutsche.de. 21. Oktober 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.
  13. Ivona Jelcic: "Königin der Berge": Premiere von Daniel Wissers Erfolgsroman in Tirol. In: DerStandard.at. 17. Mai 2021, abgerufen am 18. Mai 2021.
  14. Simon Michl: Ein Nestroy geht in die Weststeiermark. 14. November 2017, abgerufen am 13. September 2020.