Dornröschen (1955)

Film von Fritz Genschow (1955)

Dornröschen ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 1955. Er basiert auf dem Grimm’schen Märchen Dornröschen.

Film
OriginaltitelDornröschen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Fritz Genschow
Drehbuch Fritz Genschow
Renée Stobrawa
Helga Weichart
Produktion Fritz Genschow Film
Musik Hans-Joachim Wunderlich
Kamera Gerhard Huttula
Schnitt Albert Baumeister
Besetzung

HandlungBearbeiten

Es war einmal ein Königspaar, das sich sehnlichst ein Kind wünschte. Die Königin ist der Ansicht, dass jeglicher Reichtum nicht das Glück, ein eigenes Kind zu haben, aufwiegen kann. Von der Fee Bitterklee erfährt sie, dass sich ihr Wunsch erfüllen werde, wenn sie einen Zaubertrank einnimmt. Die Königin befolgt jedoch lieber einen anderen Rat, der vorsieht, dass sie im klaren Wasser des Wundersees baden solle. Vor Ort erkennt sie die helfenden Kräfte der Natur, die aus den Nebeln aufsteigen und die tänzerischen Gestalten der guten Feen annehmen. Als das Königskind geboren wird, sollen alle Feen den Lebensweg des Mädchens segnen. Einzig die Fee Bitterklee wird vom Königspaar nicht eingeladen, um dem Kind ihre Wünsche für die Zukunft mitzugeben. Aus Rache belegt sie das neu geborene Kind mit einem Fluch, der besagt, dass das Mädchen sich im Alter von 16 Jahren an einer Spindel in den Finger stechen und daran sterben solle. Da der verhängte Fluch des Todes von den anwesenden Feen nicht zurückgenommen werden kann, wird er von der zwölften Fee, die ihre Wünsche noch nicht ausgesprochen hat, abgemildert, und in einen hundertjährigen Schlaf umgewandelt mit dem Zusatz, dass ein edler Prinz, das schlafende Mädchen erlösen könne. Daraufhin verfügt der König, dass seine Tochter niemals von dem bösen Zauber erfahren dürfe, und lässt in seinem Land alle Spindeln verbieten. Das Kind wächst zu einer jungen Frau heran. An ihrem sechzehnten Geburtstag erkundet die Prinzessin ein Turmzimmer, in dem sie eine alte Frau beim Spinnen entdeckt. Die Prinzessin wird neugierig und möchte es auch einmal versuchen. Als sie die Spindel in die Hand nimmt, sticht sie sich in den Finger, sodass sich der Fluch der Fee Bitterklee erfüllt. Die Prinzessin und alle Menschen im und vor dem Schloss fallen in einen tiefen, langen Schlaf. Das Schloss wird von einer undurchdringlichen Dornenhecke umringt. Keinem Menschen gelingt es, während dieser 100 Jahre die wuchernde Rosenhecke um das Schloss zu durchdringen und das schlafende Mädchen zu erwecken, welches man daher Dornröschen nennt. Erst als ein Königssohn sich ahnungsvoll und mutig nähert, erlischt der Bann und das verzauberte Dornröschen erwacht zu neuem Leben.

ProduktionBearbeiten

Dornröschen wurde unter anderem am Schloss Monheim, im Atelier Wannsee und auf Schwanenwerder gedreht.[1][2] Die Dreharbeiten fanden vom 23. August 1955 bis zum 23. September 1955 statt.[1] Am 16. November 1955 erlebte der Film im Gloria-Palast seine Premiere.[1][2]

KritikBearbeiten

  • Der film-dienst schrieb: „Verfilmung des Volksmärchens von der verwunschenen Prinzessin, die nach hundertjährigem Schlaf durch den Heldenmut eines Prinzen wieder zum Leben erwacht. In schönen pastellfarbigen Bildern erzählt. Die Handlung mit spaßigen Randfiguren und Balletteinlagen zeigt sich der überlieferten Vorlage nur der Grundidee verpflichtet.“[3]
  • Kritik bei Kino.de: „Einer der Klassiker der bundesdeutschen Märchenfilme der 50er Jahre, der aus der Betulichkeit der damaligen Märchenfilme herausfällt, weil er mit Spaß und Gags arbeitet.“[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Dornröschen bei filmportal.de, abgerufen am 24. Februar 2013.
  2. a b Dornröschen (BRD 1955) (Memento des Originals vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/maerchenfilm.pytalhost.com auf maerchenfilm.pytalhost.com, abgerufen am 24. Februar 2013.
  3. Dornröschen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  4. Dornröschen auf kino.de, abgerufen am 24. Februar 2013. (Mit Bildern)