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Weitere ehemalige ReichsstädteBearbeiten

Was sollen die Fragezeichen? Waren sie es nun oder nicht? Das kann so nicht stehenbleiben. --Druckwelle 22:41, 23. Dez. 2009 (CET)

Ein Fragezeichen in Klammern ist eigentlich eine sinnvolle Kurzschreibweise für „Status unklar“ oder „Datenlage mangelhaft“ oder ähnliches. Es sind momentan auch nur drei solche (?) beigefügt, das ist sehr wenig bei der großen Zahl von erwähnten Städten.
Zwei dieser drei (?) stehen aber unterhalb der Überschrift „In der Heeresmatrikel von 1422 zusätzlich erwähnt“. Was das Fragezeichen in diesem Fall besagen soll, ist mir nicht klar. Erwähnt wurden sie ja wohl. Lektor w (Diskussion) 07:04, 5. Mär. 2015 (CET)

EssenBearbeiten

Nach den Informationen des Artikels Essen war diese Stadt zumindest von 1377-1670 reichsunmittelbar, ggf. länger (de facto möglicherweise bis 1822, als sie Teil der preußischen Rheinprovinz wurde). In dieser Liste ist Essen gar nicht erwähnt. Warum? ThomasPusch (Diskussion) 21:39, 30. Apr. 2015 (CEST)

SeligenstadtBearbeiten

Seligenstadt (Obermühlheim): Im Jahr 1175 erhielt die Ortschaft durch Kaiser Friedrich Barbarossa Stadtrechte und durfte sich bis 1309 „freie Reichsstadt“ nennen. Im zwei geteilten Stadtwappen ist auch noch der Reichsadler enthalten. (nicht signierter Beitrag von 2003:6a:6c57:2f67:9cb5:9b9c:d242:ae30 (Diskussion)) 14:40, 26 Okt. 2015 (CET)

Gau-OdernheimBearbeiten

Gau-Odernheim, Kreis Alzey. König Rudolf von Habsburg kaufte Odernheim 1282 von den Herren von Bolanden und verlieh dem Ort am 16. April 1286 reichsstädtische Freiheiten, die er bis 1579 behielt. Gau-Odernheim hat auch noch die Flügel des Reichsadlers im Wappen. (nicht signierter Beitrag von 91.4.17.111 (Diskussion)) 10:59, 18. Jun. 2018 (CEST)

RigaBearbeiten

Auf der englischen Wikipediaseite über Riga steht, die Stadt habe im 16. Jahrhundert 20 Jahre lang den Status einer Reichsstadt innegehabt:
"With the demise of the Livonian Order during the Livonian War, Riga for twenty years had the status of a Free Imperial City of the Holy Roman Empire (...)"
Da die staatsrechtlichen Beziehungen des ganzen Deutschenordensstaates mit dem Reich sehr kompliziert waren, ist das durchaus möglich. -- Orthographicus 20:17, 29. Feb. 2012 (CET)

HagenbachBearbeiten

Hagenbach ist laut lokalen Angaben (Tafel im Ort) auch Reichsstadt gewesen.--Leif (Diskussion) 00:21, 23. Mai 2018 (CEST)

Heraldik / Wappengalerie?Bearbeiten

 
Urkunde mit Wappen

In der Wappengalerie ist bei Kempten ein Wappen dargestellt, dass es erst nach der Mediatisierung entstanden ist. Als reichsunmittelbare Stadt hatte Kempten den üblichen Adler als Wappen (vgl. Wappen der Stadt Kempten (Allgäu)). hlrmnt 00:44, 19. Nov. 2017 (CET)

«schon zuvor im Besitz der Könige und Kaiser»Bearbeiten

Kennt jemand ein oder mehrere Beispiele dafür, dass Städte Reichsstädte wurden, die «schon zuvor im Besitz der Könige und Kaiser» waren, wie es im Artikel heisst? Die Aussage dünkt mich ohnehin etwas eigenartig, da die Könige/Kaiser ja selbst zugleich Landesherr waren – warum sollte ein Landesherr eine seiner Besitzungen reichsunmittelbar machen? Oder es handelte es sich nur um einen nur vorübergehenden Besitz – dann fände ich die so generell formulierte Aussage aber auch eher verunklärend. Dank und Gruss, --Freigut (Diskussion) 09:56, 15. Mär. 2018 (CET)

Das kam mir auch etwas rätselhaft vor, als ich die Grammatik des Satzes korrigierte. --BurghardRichter (Diskussion) 10:36, 15. Mär. 2018 (CET)
Stimmt, ich hatte auch verschiedene Varianten ausprobiert, und nichts ging für mich so richtig auf… :-) --Freigut (Diskussion) 12:43, 15. Mär. 2018 (CET)
Wenn ich richtig verstehe, kommt für mich Bönnigheim/Lk Ludwigsburg ev. in Frage Rudolf von Habsburg erhob Bönnigheim zur Stadt, nachdem schon einige Reichsvögte hier ihren Sitz hatten. Rudolf ernannte sie auch zur Reichstadt. Danach schenkte er die Stadt seinem Sohn Albrecht von Löwenstein-Schenkenberg. Paar Jahre später wurde Bönnigheim verpfändet und die Zeit als Reichstadt war vorbei und das Ganerbentum hielt Einzug.
ob es bei Lauffen am Neckar auch so war entzieht sich meinem Wissen. Mit dem Tod von Boppo (V.) 1216–1219 starb das Grafengeschlecht derer von Lauffen aus, und die Stadt fiel reichsunmittelbar in den Besitz des Stauferkönigs Friedrich II. Aber hier waren es nur wenige Jahre und die Reichstadt wurde wieder zur normalen Stadt. (nicht signierter Beitrag von 2003:df:f732:2542:a466:4882:4839:7e6 (Diskussion)) 10:46, 18. Jun. 2018 (CEST)
Die Sache mit Bönnigheim klingt eigenartig. Wenn Rudolf sie seinem Sohn geschenkt hat, war schon zu diesem Zeitpunkt der Reichstaststatus futsch und nicht erst mit der späteren Verpfändung. Bei bei Verpfändung bleibt der Eigentümer Eigentümer (das Reich) nur der Besitz geht an einen Pfandherrn über. Er ist Besitzer, Nutznießer und hat eingeschränkte Verfügungsrechte, aber kein Eigentümer. Der Eigentümer (der Kaiser für das Reich) kann sein Pfand wieder einlösen. Wenn aber vorher eine Schenkung stattgefunden hat, bedeutet das einen Eigentumsübergang an einen Beschenkten. Damit hat das Reich mit der Schenkung alle Rechte an der Stadt für immer an den Beschenkten verloren. Eine Reichsstadt kann verpfändet sein, aber nicht verschenkt oder verkauft, ohne diesen Status zu verlieren. --Vingerhuth (Diskussion) 21:24, 10. Sep. 2019 (CEST)

Augsburger StatusfragenBearbeiten

In Augsburg#Mittelalter steht die folgende Passage:

„Den Höhepunkt dieser Entwicklungen bildete die Reichsunmittelbarkeit (mit dem Titel einer Freien Reichsstadt), die am 9. März 1276 von König Rudolf von Habsburg mit dem Privileg des eigenen Satzungsrechts verliehen wurde.“

Da nun der Ausdruck „Freie Reichsstadt“ anscheinend ein begriffliches Wechselbalg ist, sollte man wohl den Status der Stadt in ihrem Artikel exakt und nachvollziehbar niederlegen, damit nicht der vage Begriff aus dem Stadtartikel sich auf wer weiß wie viele Artikel ausbreitet.

Wer weiß in diesem Fall Näheres?

Das Thema wurde erst auf Diskussion:Augsburg#„Titel einer Freien Reichsstadt“ aufgebracht. --Silvicola Disk 20:59, 4. Aug. 2018 (CEST)

Augsburg war eine Reichsstadt, siehe zB hier https://books.google.de/books?id=S6SSDgAAQBAJ&pg=PA35&dq=reichstadt+augsburg&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjByuCJnNTcAhUOCewKHRihB7EQ6AEINDAC#v=onepage&q=reichstadt%20augsburg&f=false. Das ergibt sich in den meisten Fällen auch schlicht aus dem Umsatdn, dass die Stadt entweder durch Kaiser bzw. König gegründet wurde oder entsprechende Privilegien erhielt. Eine Freie Stadt wäre sie, wenn sie sich von einem meist geistlichen Herrn "befreit" hätte. Dies trifft zB auf Köln zu. Die Vermischung der beiden eigentlich unterschiedlichen Konzepte erfolgte üm Übrigen bereits durch die Zeitgenossen, ist also keine neu Erfindung, im Gegenteil. Gruß Finanzer (Diskussion) 22:23, 4. Aug. 2018 (CEST)
Bist du dir da ganz sicher, @Finanzer:? Immerhin steht in Freie Stadt und hier in Freie und Reichsstädte, dass Augsburg eine der Städte war, die sich im Mittelalter von ihrem Bischof befreite. In deinem Buchlink sagt Evelien Timpener auf S. 34 f.: Nach und nach ging die bischöfliche Macht innerhalb der Stadt zurück. ... 1251 ... zerstörten Augsburger Bürger Besitztümer des Domkapitels. ... (Zusammenhang: 1276) die Vogtei über die Stadt und das Hochstift nicht mehr in bischöflicher Hand lagen. ... Weitere Hinweise auf die endgültige Heranziehung der Vogtei zur Reichsvogtei ...: Die Stadt bekam von Rudolf I. die Erlaubnis, ein eigenes Stadtrechtsbuch aufzustellen und erreichte somit einen Status, der fast der einer Reichsstadt gleichkam. Spätestens 1316 ... hatte Augsburg den offiziellen Status als Reichsstadt erreicht. Und Jörg Rogge: Von den bischöflichen Gerichtsrechten, vor allem Marktaufsichts- und Gewerberechte, die bis 1276 vom Burggrafen wahrgenommen wurden, war Augsburg seit dem Stadtrecht aus diesem Jahr befreit; es 'erklärte Augsburg zu einer vom Bischof unabhängigen Freien Stadt'. Timpener gibt auf S. 143 den interessanten Hinweis: der verfassungsrechtliche Unterschied zwischen Freien Städten und Reichsstädten ... schließlich ist die Hilfspflicht gegenüber Kaiser und Reich bei Freien Städten viel stärker begrenzt als bei Reichsstädten – mein Eindruck ist: Augsburgs Status war anfangs unklar als vom Bischof befreite, also Freie Stadt, die aber zugleich im Grunde vom König/Kaiser befreit und damit in der Nähe des Status einer Reichsstadt war – und es spätestens dann auch wurde, als sie rechtlich dem Status einer Reichsstadt angeglichen wurde, nämlich andere Pflichten gegenüber dem Kaiser und Reich hatte als andere Freie Städte. Make any sense? Gruß, --Andropov (Diskussion) 23:04, 4. Aug. 2018 (CEST)
Bin ich natürlich genau reingefallen. Ich hatte nur das grobe Muster, welcher Typ was ist im Kopf und hatte das oben so allgemein hingeschrieben. Dass Augsburg vorher Bischfsstadt war und dann per Privileg zur Reichsstadt gemacht wurde, war mir nicht bekannt. Dass hatte ich auch erst durch die Lektüre in dem Links erfahren. Man lernt nie aus. Aber offenbar sind sich alle einig, dass Augsburg Reichsstadt war, sozusagen offiziell in die Reichsunmittelbarkeit aufgenommen wurde. Meines Wissens wurde das bei Freien Städte nur indirekt durch Gewohnheitsrecht und Privilegien, die den formalen Stadtherrn ignorierten, Erbitten des Schutzes des Königs/Kaisers durch die Stadt etc., erzeugt. Und dass der Unterschied zwischen den Begriffen bzw. der genaue Status einer Stadt oft auch nicht genau bekannt war, ist ja mit die Ursache für diesen Zwitterbegriff. Gruß Finanzer (Diskussion) 23:45, 4. Aug. 2018 (CEST)
Wie das im Artikel darstellen? Erst Freie, später dann sogar Reichsstadt?--Silvicola Disk 02:51, 5. Aug. 2018 (CEST)
Ich würde die Diskussion zum Stadtartikel verlagern, in Ordnung? --Andropov (Diskussion) 10:14, 5. Aug. 2018 (CEST)
Da kommt die Diskussion ja gerade her. Aber eigentlich hast Du recht, sowas sollte beim entsprechenden Artikel geklärt werden. Gruß Finanzer (Diskussion) 10:57, 5. Aug. 2018 (CEST)

Gelnhausen - Verpfändung vs. ReichsstadtBearbeiten

Für Gelnhausen ist in der Liste das Ende als Reichsstadt mit 1349 und der Bemerkung "Verpfändung an mehrere Territorialherren, letztlich 1435 an Hanau und die Kurpfalz und endgültiger Verlust der Reichsunmittelbarkeit" angegeben. Das ist so nicht richtig. Zum einen waren die letzten Pfandherren die Landgrafen von Hessen-Kassel, die 1734/46 die Anteile von Hanau und der Pfalz übernommen hatten. Zum anderen bedeutete die Verpfändung kein Erlöschen des Reichsstadtstatus, sondern zunächst nur, dass die Abgaben nicht mehr dem Kaiser, sondern dem Pfandherren zuflossen. Dass die Pfandherren darüber hinaus noch weiteren Einfluss auf die Stadtregierung hatten, und die komplexen bis widersprüchlichen Vertrags- und Erlassbestimmungen die sonst üblichen aus der Reichsunmittelbarkeit folgenden Freiheiten der Stadt bis zur Unkenntlichkeit einschränkten, ändert am juristischen Status der Körperschaft nichts. Die komplexen rechtlichen Fragen führten übrigens über zweieinhalb Jahrhunderte zu zähen rechtlichen Auseinandersetzungen vor dem Reichskammergericht. Das entschied schließlich am 7.9.1742 zugunsten der Stadt, dass der Status als Reichsstadt trotz Verpfändung fortbestehe. Formell verlor Gelnhausen den Reichsstadtstatus erst 1803 mit dem Reichsdeputationshauptschluss.

Im Übrigen äußerte sich der Fortbestand der reichsstädtischen Sonderrechte auch nach 1500 immer wieder, wie zum Beispiel in der Gelnhäuser Reformationsgeschichte: Während die Reformation im Territorium der Pfandherren nach dem Augsburger Religionsfrieden gemäß "cius regio, eius religio" per Erlass in den 1520er Jahren vom Landesherren durchgesetzt wurde, blieb Gelnhausen zunächst (wie der Kaiser) katholisch, weil die Landesherren in der Reichsstadt kein Recht zur Bekenntnisbestimmung hatten. Hier erfolgte die Einführung des lutherischen Bekenntnisses letztlich durch den Rat der Stadt. Und auch die durch Landgraf Moritz den Gelehrten ausgelöste sogenannte "zweite Reformation" mit Wechsel vom lutherischen zum calvinistischen Bekenntnis ging wegen der Reichstadteigenschaft an Gelnhausen vorrüber. Es blieb lutherisch bis dies durch das Entstehen der unierten Landeskirche im 19 Jahrh. faktisch bedeutungslos wurde. --Vingerhuth (Diskussion) 10:06, 29. Aug. 2019 (CEST)

Unterscheidungskriterien "freie Stadt" und "Reichsstadt" nicht konsistent?Bearbeiten

In der Einleitung wird die Unterscheidung der beiden Begriffe eingeführt und am Ende mit der Aussage versehen, dass es nur wenige Städte gegeben habe, "die beides waren". Im Abschnitt "Anfänge" und im Artikel "Freie Stadt" wird erläutert, dass der entscheidende Unterschied der freien Städte im Unterschied zu den Reichsstädten sei, dass sie dem Kaiser gegenüber keinem Gefolgs- und Abgabenzwang unterlagen und nicht verpfändet werden konnten. Wie können dann Städte beides sein? Man kann nicht gleichzeitig Pflichten unterliegen und von ihnen befreit sein. Das sollte logischer dargestellt werden.--Vingerhuth (Diskussion) 21:30, 3. Sep. 2019 (CEST)

Wenn ich die Sache richtig verstehe, liegt der entscheidende Unterschied eigentlich in der Entstehungsgeschichte. Eine Stadt wird zur Reichsstadt entweder weil der Kaiser sie als solche gründet oder er sie nachträglich per Urkunde dazu macht. Die Freie Stadt entsteht dagegen aus einer Bischofsstadt, weil sie sich vom weltlichen Herrschaftseinfluss des Bischofs befreit. Sie ist am Ende genauso "frei" im Sinne des Selbstverwaltungsrechts wie die Reichsstadt - ohne automatisch denselben Verpflichtungen einer Reichsstadt dem Kaiser gegenüber zu unterliegen. Wenn eine Stadt beides ist, heißt das, sie war Bischofsstadt, befreite sich vom Bischof, wurde damit Freie Stadt und irgendwann nahm sie der Kaiser unter seine Fittiche und sie wurde Freie und Reichsstadt. Dann traten aber auch Verpflichtungen gegenüber dem Kaiser ein. Wenn das so richtig ist und niemand Einwände erhebt, würde ich die Einleitung entsprechend anpassen.--Vingerhuth (Diskussion) 18:02, 15. Okt. 2019 (CEST)

Hallo Vingerhuth, grundsätzlich sind deine Bezeichnungen richtig. Allerdings scheint es mir, dass weder Zeitgenossen des Reiches noch spätere Chronisten oder Historiker es ganz besonders genau genommen haben mit der Nomenklatur – weshalb mir deine Unterscheidung eher idealtypisch vorkommt als historisch. Überzeugen ließe ich mich durch Belege, die das exakt so fassen wie du vorschlägst :) Gruß, --Andropov (Diskussion) 21:05, 15. Okt. 2019 (CEST)
Erg.: Insbesondere scheint mir Freie und Reichsstädte eher eine Sammelbezeichnung für die unterschiedlichen Fälle zu sein, keine Bezeichnung für frühere Bischofsstädte, die später zur Reichsstädten wurden. --Andropov (Diskussion) 21:08, 15. Okt. 2019 (CEST)
Möglicherweise hast Du Recht, dass die Unterscheidung so scharf gar nicht möglich ist. Aber auch dann müsste an einigen Formulierungen gearbeitet werden, weil stellenweise eine Trennschärfe zumindest suggeriert wird, die dann unberechtigt wäre und zum Eindruck der Inkonsistenz führt.--Vingerhuth (Diskussion) 21:42, 3. Nov. 2019 (CET)
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