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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Kontraste
  DE 19 03.07.2015 (1 Wo.)
  CH 86 05.07.2015 (1 Wo.)
Minus X Minus = Plus
  DE 16 07.04.2017 (1 Wo.)
  CH 67 09.04.2017 (1 Wo.)
Bohemien
  DE 22 22.02.2019 (1 Wo.)

Disarstar (* 15. Januar 1994; bürgerlich Gerrit Falius)[2] ist ein deutscher Rapper aus Hamburg, der bei der Warner Music Group unter Vertrag steht.

KarriereBearbeiten

Aufgewachsen und mit Rap in Berührung gekommen ist Disarstar in Hamburg. Seine ersten musikalischen Gehversuche machte er bereits im Alter von elf Jahren. Zunächst beschränkte er sich auf das Schreiben von Liedtexten, ehe er wenig später dazu überging, diese auch aufzunehmen. Die zu dieser Zeit entstandenen Aufnahmen, die überwiegend dem Streetrap zuzuordnen waren, brachten ihm kleinere Erfolge ein. Alkohol- und Drogenkonsum sowie erste Straftaten, die unter anderem eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung zur Folge hatten, standen dem Rapper zu der Zeit jedoch im Weg. Darauf wurde ihm ein Sozialarbeiter zugeteilt, der ihm beim Reflektieren seines bisherigen Lebens zur Seite stand und ihm bei seiner Selbstfindung als Mensch und als Rapper half. Sowohl sein Charakter als auch sein Rapstil veränderten sich, sodass der ehemalige Kriminelle sein Augenmerk mehr auf Philosophie und Gesellschaftskritik lenken konnte.

Dies spiegelte sich in Disarstars Musik wider, die nun lyrisch mehr seiner „Abkehr von Substanzmissbrauch und der Hinwendung zur Sinnsuche“ galt. Schließlich wurde das Independent-Label Showdown Records auf ihn aufmerksam, bei dem er 2014 unter Vertrag genommen wurde. Im Zuge dessen erschien das kostenlose Mixtape Manege frei sowie die EP Tausend in Einem, welche seine erste kommerzielle Veröffentlichung darstellte. Zuvor hatte Disarstar bereits von 2010 bis 2014 eine Reihe von Mixtapes und EPs zum kostenlosen Download bereitgestellt. Als Supportact begleitete er Kontra K gegen Ende des Jahres auf dessen Loyal-Tour, auf der er erstmals vor einem größeren Publikum spielte. 2015 folgte die Aus dem Schatten ins Licht-Tour, auf der Disarstar ebenfalls mitwirkte. Am 26. Juni 2015 erschien sein Debütalbum Kontraste, welches auf Platz 19 der deutschen Albumcharts einstieg. Um die Wartezeit bis zu seinem nächsten Studioalbum zu überbrücken, veröffentlichte er 2016 mit Sturm und Drang ein weiteres kostenloses Mixtape.

Anfang des Jahres 2017 wechselte Disarstar von Showdown Records zum Major-Label Warner Music Germany und kündigte kurz darauf sein zweites Album Minus X Minus = Plus für den 31. März an.[3] Dieses erreichte Platz 16 in den deutschen Albumcharts. Im Rahmen der darauffolgenden Minus X Minus = Plus Tour trat Disarstar schließlich erstmals vor eigenem Publikum auf.[4] Im Anschluss begann er mit den Arbeiten an seinem dritten Album Bohemien, welches am 15. Februar 2019 veröffentlicht wurde.

DiskografieBearbeiten

Cover Titel Jahr Kommentar Free Download
Endstation 2010 EP  
Ansichtssache 2011 Mixtape  
Phase II 2011 Mixtape  
Scheinwelt 2012 EP mit Tonee Jukeboxx  
Herr meiner Sinne 2013 Mixtape  
Manege frei - Phase III 2014 Best-Of-Mixtape  
Tausend in Einem 2014 EP  
Kontraste 2015 Album  
Sturm und Drang 2016 Mixtape  
Minus X Minus = Plus 2017 Album  
Bohemien 2019 Album  

MusikvideosBearbeiten

  • 2010: Vergangenheit
  • 2011: Vergiss mein nicht
  • 2012: Scheinwelt (mit Tonee Jukeboxx)
  • 2012: Beat18 (mit Tonee Jukeboxx)
  • 2012: Eines deiner Gesichter
  • 2012: Irgendwas fehlt (mit Tonee Jukeboxx)
  • 2013: Erkenntnis
  • 2013: 100.000 Meilen (mit P.M.B. & Tonee Jukeboxx)
  • 2013: Intro (Herr meiner Sinne)
  • 2013: Bewegung
  • 2014: Tausend in Einem
  • 2014: Demontage
  • 2014: Tor zur Welt
  • 2014: Alle hören
  • 2015: Bis zum Hals
  • 2015: 100 Jahre
  • 2015: Anno 2300
  • 2015: Lange isses her
  • 2015: Kaleidoskop (mit Haudegen)
  • 2016: Mucke
  • 2017: Death Metal
  • 2017: Konsum (mit Tua)
  • 2017: Per aspera ad astra (mit Mohammed Ali Malik)
  • 2017: Beat, Stift und Blatt
  • 2018: Wie lange noch (mit P.M.B. & BOZ)
  • 2018: Alice im Wunderland
  • 2018: Dunkle Wolken (mit Kaind)
  • 2019: Nike's x McDonald's (mit BLINKER & Philipp Dittberner)
  • 2019: Riot + Robocop
  • 2019: Wie es geht
  • 2019: Sorry (mit NORDN)

SonstigesBearbeiten

Politische OrientierungBearbeiten

Disarstar engagiert sich regelmäßig in der linken Szene. Diese politische Ausrichtung wird oftmals in seinen Liedtexten deutlich. Beispielsweise kritisierte er unter anderem häufig übermäßigen Konsum, Kapitalismus und Waffenlobbys. Des Weiteren spiegelt auch Disarstars Logo, ein roter Stern, seine politische Gesinnung wider. Diesen trägt er auch als Tattoo.

„Ich sehe mich als Antikapitalist, Antiimperialist und Antifaschist.“

Disarstar

NamensgebungBearbeiten

Der sich aus den zwei Bestandteilen Dieser und Star zusammensetztende Name hat für ihn zum einen die wörtliche Bedeutung der beiden Komponenten, als auch eine Falschschreibung von Desaster.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Charts DE Charts CH
  2. Carla Baum: Nutze den Flow, taz.de, 24. Juli 2015, abgerufen am 17. Juni 2016.
  3. Disarstar kündigt neues Album „Minus x Minus = Plus“ an. rap.de, 27. Januar 2017, abgerufen am 30. März 2017.
  4. Ganz simple Mathematik: Disarstar geht auf »Minus x Minus = Plus«-Tour // Live. Juice, 9. Februar 2017, abgerufen am 30. März 2017.
  5. Marcus Staiger: Interview mit Disarstar auf 16bars.de, 19. Juni 2015, abgerufen am 3. Juli 2015 (audiovisuell).