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Schütz bei der Eröffnung des „OLantis Huntebades“ am 30. April 2005 in Oldenburg

Dietmar Schütz (* 21. Oktober 1943 in Oldenburg) ist ein deutscher Verwaltungsjurist und Politiker. Er war von 1987 bis 2001 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2001 bis 2006 übte Dietmar Schütz das Amt des Oberbürgermeisters seiner Heimatstadt Oldenburg aus.[1]

LebenBearbeiten

Dietmar Schütz trat 1965 in die SPD ein. Er studierte an der Georg-August-Universität Göttingen die Fächer Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaften und absolvierte 1970 das erste und 1973 das zweite juristische Staatsexamen. Er war persönlicher Referent des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Joist Grolle[2] und nach dessen Ausscheiden im Februar 1976 durch die Wahl Ernst Albrechts zum Ministerpräsidenten als Jurist bei der Bezirksregierung Weser-Ems in Oldenburg.

Zwischen 1981 und 1987 gehörte er dem Rat der Stadt Oldenburg an und war von 1985 bis 2001 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Oldenburg-Stadt. Von 1987 bis 2001 war er in der 11. Wahlperiode und zeitweise in der 12. Wahlperiode Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war er unter anderem auch Landesgruppensprecher der niedersächsischen SPD-Abgeordneten im Bundestag und stellvertretender energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er gehörte zunächst dem Rechtsausschuss und später dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem Haushaltsausschuss an. Zudem war er Mitglied im Vertrauensgremium des Bundestages.

Schütz wird neben Michaele Hustedt, Hans-Josef Fell (beide Bündnis 90/Die Grünen) und Hermann Scheer (SPD) zu den Müttern und Vätern des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gezählt, das für 47 Staaten der Welt zum Vorbild wurde.[3][4][5]

Von 2001 bis 2006 war er Oberbürgermeister Oldenburgs. Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Oldenburg (Oldb), die am 10. September 2006 stattfanden, kandidierte Schütz erneut für dieses Amt, verpasste aber im 1. Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen. Bei der Stichwahl am 24. September 2006 unterlag er mit 49,12 % der Stimmen knapp seinem Herausforderer Gerd Schwandner.

Ab Februar 2008 bis Oktober 2013 war er Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).[6] Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag war Schütz Mitglied der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlamentes e. V. und gehörte von 2012 bis 2018 dessen Vorstand an.[7]

Dietmar Schütz ist Vorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung.[8]

Dietmar Schütz ist verheiratet und hat einen Sohn.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Webseite der Stadt Oldenburg, Abruf am 15. April 2019
  2. NWZ-Online vom 19. Oktober 2013, Abruf am 15. April 2019
  3. Benjamin von Brackel: Auf in die letzte Schlacht. EEG: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist nichts weniger als die Zukunftsvision der Umweltbewegung. Nun soll es gekippt werden. Was seine Erfinder dazu sagen. Der Freitag, 12. Oktober 2012, abgerufen am 14. Oktober 2017.
  4. Michaele Hustedt – Die Mutter des EEG. (PDF) Interview über die Entstehung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Deutschen Bundestag von 1994 bis 2005 (PDF; 0,5 MB). www.sonnenenergie.de, 19. August 2017, abgerufen am 14. Oktober 2017.
  5. Christiane Grefe: Nachruf: Hermann Scheer, praktischer Visionär und Urdemokrat. Als Energieexperte war er ein weltweit gefragter Mann – das politische Berlin hingegen wurde ihm fremd. Eine persönliche Erinnerung an Hermann Scheer von Christiane Grefe. www.zeit.de, 15. Oktober 2010, abgerufen am 22. Februar 2019.
  6. Dietmar Schütz ist neuer BEE-Präsident. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesverband Erneuerbare Energien, 28. Februar 2008, ehemals im Original; abgerufen am 15. Dezember 2008.@1@2Vorlage:Toter Link/www.wind-energie.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Liste früherer Vorstandsmitglieder auf der Webseite des Vereins, Abruf am 30. April 2019
  8. Webseite der Bürgerstiftung, Abruf am 3. Juni 2019