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Der höhere Befehl

Film von Gerhard Lamprecht (1935)

Der höhere Befehl ist ein Filmdrama des Regisseurs Gerhard Lamprecht aus dem Jahr 1935. In der Hauptrolle verkörpert Siegfried Schürenberg den als „Weinhändler Schmidt“ getarnten Lord Beckhurst, der vom englischen König entsandt wurde, um in seinem Namen mit Österreich, England und Preußen ein Bündnis gegen Napoleons Truppen zu schließen.

Filmdaten
OriginaltitelDer höhere Befehl
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1935
Länge93 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieGerhard Lamprecht
DrehbuchPhilipp Lothar Mayring
Kurt Kluge
Karl Lerbs
ProduktionBruno Duday für UFA
MusikWerner Eisbrenner
Hermann Schulenburg
KameraRobert Baberske
Curt Courant
SchnittMilo Harbich
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Die Handlung des Films spielt im Europa des 18. Jahrhunderts, es herrscht der Napoleonische Krieg. Lord Beckhurst ist im Auftrag des Königs von England unterwegs, um ein Abkommen zwischen Österreich, England und Polen im Namen des englischen Königs gegen die Französischen Truppen, geführt von Napoleon, zu erzielen. Auf seiner getarnten Reise, in der er sich als „Weinhändler Schmidt“ ausgibt, lernt er die junge, französische Schauspielerin Madame Martin (dargestellt von Lil Dagover) kennen und nimmt sie in seiner Kutsche mit. Als er im preußischen Perleberg eine Pause einlegt, weiht der Lord seinen Rittmeister in seine geheime Mission ein, da er ab sofort ein sicheres Geleit benötigt.

Am folgenden Abend findet ein Empfang statt. Der Lord trifft jedoch nicht ein, seine Begleitung, die ebenfalls eingeladene Madame Martin, ist auch spurlos verschwunden. Rittmeister von Droste zieht in Erwägung, dass Beckhursts Tarnung aufgeflogen ist, und befürchtet ein Verbrechen an den beiden. Er leitet alles in die Wege, um den Verbleib der beiden aufzuklären.

Erscheinungstermine und Filmtitel im AuslandBearbeiten

Uraufgeführt wurde der Film am 30. Dezember 1935 in Berlin im Ufa-Palast am Zoo. In den USA kam er am 30. März 1936 unter dem Titel The Higher Command in die Kinos. Der Film erschien auch in Österreich, in Griechenland (dort unter dem Titel Kat' anotatin diatagin) und in Italien (unter dem Titel Le spie di Napoleone).[1]

ProduktionsnotizenBearbeiten

Die Dreharbeiten fanden zwischen September und November 1935 statt, der Drehort war Ferch im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Produktion leitete Erich Holder, Heinz Ritter fotografierte das Set. Für das Szenenbild waren Hans Sohnle und Otto Erdmann verantwortlich. Erich Kobler unterstützte Gerhard Lamprecht bei der Regiearbeit und Walter Pindter assistierte Robert Baberske und Curt Courant bei der Kameraführung.[2]

KritikenBearbeiten

„Der Film erhielt als einer der ersten das Staatsprädikat ‚staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll‘ und wurde nach 1945 von den Alliierten Militärregierungen in Deutschland verboten.“

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der höhere Befehl (1935) - Release Info - IMDb. In: imdb.com. Abgerufen am 13. Juli 2015 (englisch).
  2. Der höhere Befehl. In: filmportal.de. Abgerufen am 13. Juli 2015.
  3. Der höhere Befehl. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.