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Densberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Jesberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Densberg
Gemeinde Jesberg
Koordinaten: 50° 59′ 34″ N, 9° 5′ 36″ O
Höhe: 299 m ü. NHN
Fläche: 18,33 km²[1]
Einwohner: 426 (31. Dez. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34632
Vorwahl: 06695
Densberg im Gilsatal; im Hintergrund der Wüstegarten mit Kellerwaldturm
Densberg im Gilsatal; im Hintergrund der Wüstegarten mit Kellerwaldturm

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Densberg befindet sich im Südteil des Naturparks Kellerwald-Edersee auf 290 bis 360 m ü. NN. Das Dorf liegt im Tal des Schwalm-Zuflusses Gilsa, unmittelbar südlich des Wüstegartens, dem mit 675 m ü. NN höchsten Berg des Kellerwalds, und nördlich des Höhenzugs Hemberg mit dem Hundskopf (471 m ü. NN). Das Dorf ist umgeben von weitläufigen Wäldern. Den Ort durchquert der Kellerwaldsteig, ein 156 km langer Rundwanderweg im Naturpark Kellerwald-Edersee.

GeschichteBearbeiten

 
Turmhügel der Burgruine Densberg

Densberg wurde erstmals in einer Urkunde des Erzbischofs Wezilo von Mainz im Jahr 1085 als „Denisburc“ erwähnt. (Die Schreibweise des Ortsnamens änderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach.[1]) Die Bezeichnung Denisburc lässt auf einen befestigten Ort schließen. In dieser Urkunde wird erwähnt, die Kirche von Urff sei die Mutterkirche der Densberger Kirche. Daraus lässt sich schließen, dass im Jahr 1085 bereits eine Kirche mit zugehöriger Gemeinde in Densberg existiert haben dürfte.

Aus den folgenden Jahrhunderten gibt es Überlieferungen zur Burg Densberg, die bis ins 15. Jahrhundert ein Stützpunkt des Erzstifts Mainz war. Im Jahr 1483 wurden Burg und Dorf Densberg in das hessische Amt Schönstein eingegliedert, das von dem Schultheißen von Treysa verwaltet wurde.

Im 1807 bis 1813 bestehenden Königreich Westphalen war der Ort dem Kanton Jesberg zugeordnet. Im Jahr 1836 wurde Densberg endgültig aus seiner jahrhundertelangen administrativen Zugehörigkeit zu Treysa herausgelöst und dem Kreis Fritzlar angegliedert, der 1932 im Landkreis Fritzlar-Homberg aufging.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen verlor die Gemeinde Densberg kraft Landesgesetz am 1. Januar 1974 ihre Eigenständigkeit und wurde Teil der Großgemeinde Jesberg im neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis.[3][4] Für Densberg wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.

Densberg hatte einen Bahnhof an der am 2. Oktober 1911 in Betrieb genommenen Bahnstrecke Zimmersrode–Gemünden (Wohra), der „Kellerwaldbahn“. Am 28. Mai 1972 wurden der Personenverkehr auf der Gesamtstrecke und der Güterverkehr auf dem Abschnitt zwischen Zimmersrode und Gilserberg eingestellt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Werner Ide: Von Adorf bis Zwesten: Ortsgeschichtlichs Taschenbuch für den Kreis Fritzlar-Homberg, Bernecker Verlag, Melsungen, 1972
  • Gerhard Bätzing: Dorfchronik 900 Jahre Densberg, 1985
  • Literatur über Densberg in der Hessischen Bibliographie

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Densberg, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 17. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 16. Juli 2014.
  2. „Einwohnerzahlen“ im Internetauftritt der Gemeinde Jesberg, abgerufen im Januar 2016.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 9 und 27 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 393.

WeblinksBearbeiten