Hauptmenü öffnen

Der Demminer Sportverein 91 bietet organisierten Sportbetrieb in der Stadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern an. Die Sportstätte des Vereins, der aus der BSG Demminer Verkehrsbetriebe hervorging, ist das Stadion der Jugend.

Demminer SV 91
Dsv91 logo.png
Basisdaten
Name Demminer Sportverein 91 e. V.
Sitz Demmin
Gründung 1991
Farben grün-schwarz-weiß
Website www.dsv-91.de
Erste Mannschaft
Spielstätte Stadion der Jugend
Plätze 4.000
Liga Kreisoberliga Meckl. Seenplatte St. II
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

FußballBearbeiten

 
Historisches Logo der BSG Demminer VB

Das nur etwa 12.000 Einwohner zählende, im Osten Mecklenburg-Vorpommerns liegende Demmin spielte in fußballerischer Hinsicht vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg keine überregionale Rolle. Erst als die Fußballmannschaft des Vorgängers des SV 91 in den 1970er Jahren für zwei Spielzeiten in der zweithöchsten Fußballklasse der DDR, der DDR-Liga, vertreten war, machte der Demminer Fußball DDR-weit auf sich aufmerksam.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Betriebssportgemeinschaft (BSG) Demminer Verkehrsbetriebe wurde erstmals überregional bekannt, als ihre Fußballmannschaft 1964 den Bezirkspokal Neubrandenburg gewann und sich damit für den DDR-Pokalwettbewerb 1964/65 qualifizierte. Die seit 1958 in der viertklassigen Bezirksliga Neubrandenburg spielende Mannschaft musste in der Qualifikationsrunde zuhause gegen den Zweitligisten Einheit Greifswald antreten und gab sich erst nach Verlängerung mit 2:3 geschlagen.

1973 wurden die Demminer Bezirksmeister und stiegen in die zweitklassige DDR-Liga auf. Mit nur vier Siegen aus 22 Spielen reichte es nur zum vorletzten Platz in der Liga-Staffel A, und so musste die Mannschaft nach einer Spielzeit wieder zurück in die Drittklassigkeit. Durch die Liga-Teilnahme war die BSG Verkehrsbetriebe für den DDR-Pokalwettbewerb 1974/75 qualifiziert. Dort unterlagen die Demminer in der 1. Runde dem BFC Dynamo II im eigenen Stadion mit 0:5.

Die Saison 1976/77 endete für die Demminer mit einem Double, es wurde sowohl die Bezirksmeisterschaft als auch der Bezirkspokal gewonnen. Die Teilnahme am DDR-Pokal endete wieder in der 1. Runde nach einer 0:6-Niederlage gegen den Zweitligisten TSG Bau Rostock. Die zweite Spielzeit in der DDR-Liga 1977/78 endete wie die erste mit dem sofortigen Wiederabstieg, diesmal als Tabellenletzter mit nur einem Sieg und dem deprimierenden Torverhältnis von 8:71. Die anschließende Pokalsaison endete wie gehabt in der 1. Runde nach einer 1:6-Heimniederlage gegen den Zweitligisten Vorwärts Stralsund.

In der anschließenden Bezirksliga-Saison wurde die BSG VB durchgereicht, wurde wieder Letzte und musste ab 1979 in der viertklassigen Bezirksklasse Neubrandenburg spielen. Bis auf eine kurze erneute Gastrolle in der Bezirksliga 1983/84 blieb es bis zum Ende des DDR-Fußballbetriebs 1990 bei der Viertklassigkeit.

Nach der politischen Wende von 1989 entfiel die Förderung der Demminer Verkehrsbetriebe für die Betriebssportgemeinschaft. Deren Mitglieder gründeten daraufhin 1991 den Demminer Sportverein 91. Seine Fußballmannschaft spielte nach zeitweisem Aufenthalt in der sechstklassigen Landesliga, und Abstieg bis in die Bezirksklasse, in der Saison 2008/09 wieder in der Bezirksliga Ost (7. Liga). Aufgrund der Neustrukturierung der Ligen in Mecklenburg-Vorpommern startete die erste Männermannschaft des DSV 91 im Jahre 2009 in Staffel II von insgesamt 6 Landesklassen in Mecklenburg-Vorpommern.

PersonenBearbeiten

Bekannter als der Verein selbst sind ehemalige DDR-Oberligaspieler, die von der BSG Verkehrsbetriebe aus ihre Karriere starteten.

  • Gerd Schuth absolvierte von 1963 bis 1966 218 Oberligaspiele für Vorwärts Frankfurt (Oder).
  • Hans-Joachim Steinfurth kam von 1964 bis 1970 auf 46 Oberligaspiele in Neubrandenburg und Eisenhüttenstadt
  • Ralf Rambow wurde von 1989 bis 1991 24 Mal für Stahl Eisenhüttenstadt in der Oberliga eingesetzt.

In der Saison 1973/74 der Fußball-DDR-Liga setzte die BSG u. a. folgende Spieler ein:

  • Tor: Panten, Schlemmer
  • Abwehr: K.-H. Diestelhorst, Dobschinski, Schmidt, Trettin
  • Mittelfeld: Griephahn, Lachmann, Wilde, Wittek
  • Angriff: Brauner, H. Diestelhorst, Hohensee, Kirchof, Jonas

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten