David Raksin

US-amerikanischer Komponist von Filmmusik

David Raksin (* 4. August 1912 in Philadelphia, Pennsylvania; † 9. August 2004 in Van Nuys, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmkomponist und seit 1956 Dozent für Filmmusik an der UCLA.

LebenBearbeiten

Raksin war der Sohn von Isidore Raksin, der Musik für Stummfilme komponierte und bei den Aufnahmen als Dirigent fungierte. Sein jüngerer Bruder Ruby Raksin (1917–1979) wurde später ebenfalls Filmkomponist.

David Raksin ging 1935 nach Hollywood, wo er mit Charlie Chaplin am Soundtrack für Moderne Zeiten arbeitete.[1] Er schrieb in seiner langen Karriere die Musik für mehr als 120 Spielfilme und Fernsehserien, insgesamt war Raksin an über 400 Film- und Fernsehproduktionen beteiligt.[1] Eines seiner bekanntesten Werke ist die Titelmelodie des Filmklassikers Laura, der 1944 unter der Regie von Otto Preminger entstand. Für die 1947 entstandene Literaturverfilmung Amber, die große Kurtisane (Forever Amber) schrieb Raksin die Filmmusik, wofür er eine Oscarnominierung erhielt. Für seine Arbeit an der Musik für Getrennt von Tisch und Bett wurde er 1959 ein weiteres Mal für den Oscar nominiert. Ebenfalls erwähnenswert sind der 1952 entstandene Film Stadt der Illusionen sowie der Spätwestern Der Verwegene mit Charlton Heston, der 1968 in die Kinos kam.

Seit 1956 unterrichtete er an der UCLA. Raksin war von 1962 bis 1970 Präsident der Composers and Lyricists Guild of America.[1] Bei der Saturn-Award-Verleihung 1977 erhielt er für sein Lebenswerk eine Sonderauszeichnung. Die American Society of Composers, Authors and Publishers ehrte ihn 1992 für sein Schaffen.

Raksin war zweimal verheiratet, beide Ehe endeten durch Scheidung.[1][2] Aus seiner ersten Ehe ging die Tochter Valentina Raksin hervor, aus der zweiten Ehe der Pulitzer-Preis-Träger Alex Raksin.[1]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Aljean Harmetz: David Raksin, the Composer of 'Laura,' Is Dead at 92. In: nytimes.com vom 11. August 2004.
  2. Michael Freedland: David Raksin. In: The Guardian. 11. August 2004, abgerufen am 12. Juli 2019 (englisch, Nachruf).