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Döblitz (Wettin-Löbejün)

Ortsteil von Wettin-Löbejün

Döblitz ist ein Ortsteil der Stadt Wettin-Löbejün im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Döblitz
Wappen von Döblitz
Koordinaten: 51° 33′ 27″ N, 11° 49′ 49″ O
Höhe: 76 m
Fläche: 6,24 km²
Einwohner: 162 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 06193
Vorwahl: 034607
BrachwitzDöblitzDomnitzGimritzNauendorf (Saalekreis)Neutz-LettewitzPlötzRothenburg (Saale)WettinWettin, OT DößelLöbejünSaalekreisKarte
Über dieses Bild
Lage von Döblitz in Wettin-Löbejün

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Döblitz liegt im Saaletal des Saalekreises, nordwestlich von Halle (Saale). Es ist Teil des Naturparks „Unteres Saaletal“.

GeschichteBearbeiten

Döblitz wurde 1286 unter dem Namen Dobelicz in einer Schenkungsurkunde erstmals urkundlich erwähnt und ist, wie ein Großteil der Ansiedlungen östlich der Saale, slawischen Ursprungs. Der adlige Ort gehörte zum Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. Mit dessen Angliederung an Preußen gehörte Döblitz ab 1680 zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg.[1]

Mit dem Frieden von Tilsit wurde der Ort im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Er gehörte zum Kanton Wettin.[2] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Döblitz 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[3]

Am 1. Januar 2011 wurden die Städte Löbejün und Wettin sowie die Gemeinden Brachwitz, Döblitz, Domnitz, Gimritz, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz und Rothenburg, die zuvor bereits in der Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord zusammengeschlossen waren, zur neuen Stadt Löbejün-Wettin, die bereits am 7. April 2011 ihren jetzigen Namen Wettin-Löbejün erhielt, zusammengefasst.[4]

WappenBearbeiten

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde wurde am 4. Mai 1999 durch das Regierungspräsidium Halle genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein rotes Segelboot mit blauem Wimpel im blauen, mit zwei silbernen Wellen belegten Wasser.“

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die spätromanische Kirche wurde laut Galléra um 1240 errichtet, andere Quellen gehen von der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts aus. Der Turm wurde später, vielleicht um 1300, ergänzt. Im Innern ist ein Priechengestühl und eine Hufeisenempore aus der Zeit um 1650 sowie ein Kanzelaltar mit schönem Beschlagwerk zu sehen. Der Blockaltar stammt möglicherweise noch aus der Entstehungszeit der Kirche. Die Orgel, von der Firma Gebrüder Ibach 1861/65 in Barmen bei Wuppertal gebaut, ist die einzige ihrer Art in Mitteldeutschland. Während sie ursprünglich in Canstein stand, kam sie durch einen Gelegenheitskauf nach Döblitz, da die Orgel in Döblitz ersetzt werden musste.

KulturBearbeiten

Der Verein Förderverein Kultur und Geschichte Döblitz e. V.[5] engagiert sich seit 2002 ehrenamtlich um den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks. Um die dafür notwendigen Mittel zu generieren, finden seit 2002 Veranstaltungen[6] statt, deren Einnahmen mehrere Sanierungsarbeiten[7][8] an der Kirche ermöglichten.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Döblitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien