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Christoph Klimke

deutscher Schriftsteller und Übersetzer

LebenBearbeiten

Christoph Klimke wuchs in Kleve auf. Er studierte von 1980 bis 1982 Germanistik und Italianistik in Bonn und Florenz. Seit 1984 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Verfasser von Erzählungen, Essays, Gedichten, Theaterstücken und Libretti; daneben übersetzt er aus dem Italienischen. Klimke ist Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Er erhielt u. a. 1990 den Förderpreis für Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen und ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats sowie 1995 ein Alfred-Döblin-Stipendium und den Ernst-Barlach-Preis für Literatur. Sein Gedichtband Bernsteinherz ist der 602. und zugleich letzte Titel des 1949 gegründeten bibliophilen Düsseldorfer Kleinverlags Eremiten-Presse, der 2010 wegen finanzieller Schwierigkeiten seine Verlagstätigkeit eingestellt hat. In Rheinsberg wurde er 2016 der 44. Stadtschreiber.[1] Im Deutschen Theater Göttingen wurde im Dezember 2017 sein Musical „America First“ uraufgeführt.[2]

BuchveröffentlichungenBearbeiten

  • Traumbilder einer schwarzen Zeit. Bonn 1981 (zusammen mit Göntje Winter).
  • Blaue Träume. St. Michael 1983.
  • Der Sünder. Berlin 1985.
  • Kraft der Vergangenheit. Zu Motiven der Filme von Pier Paolo Pasolini. Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt/Main 1988.
  • Stadtträumer. Grundrisse: Berlin / Rom. Erzählung, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbek bei Hamburg 1989.
  • Sand-Alphabet. Gedichte Nürnberg 1991 (zusammen mit Jürgen Brodwolf).
  • Der Test oder Chronik einer veruntreuten Seele. Erzählung. Radius-Verlag Stuttgart 1992.
  • Wo das Dunkel dunkel genug. Radius-Verlag Stuttgart 1994.
  • Wir sind alle in Gefahr. Essay. Oberbaum Verlag, Berlin 1995.
  • Federico García Lorca oder Honig ist süßer als Blut. Essay, Oberbaum Verlag, Berlin 1998.
  • Alles sei Traum. Gedichte, Oberbaum Verlag Berlin 2000.
  • Janus-Stadt. Erzählung, Oberbaum Verlag, Berlin 2001.
  • Engel tötet man nicht. Gedichte, Eremiten-Presse, Düsseldorf 2002.
  • Hotel Macondo. Gedichte. Oberbaum Verlag, Berlin 2004.
  • Flügelschlag. Gedichte. Eremiten-Presse, Düsseldorf 2005.
  • Bernsteinherz. Gedichte. Eremiten-Presse, Düsseldorf 2008.
  • Nachrichten von den Geliebten. Erzählungen (mit Mario Wirz), Querverlag Berlin 2009.
  • Nicht ohne meine Pfoten: Katzen, Hunde, Lesben, Schwule. (mit Sarah Mondegrin), Querverlag Berlin 2011.
  • Poesiealbum 308: Christoph Klimke, Lyrikauswahl und Grafik von Günter Kunert. MärkischerVerlag Wilhelmshorst 2013. ISBN 978-3-943708-08-0.
  • Fernweh. Gedichte. Mit einem Nachwort von Günter Kunert. Elfenbein Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-941184-26-8.
  • Dem Skandal ins Auge sehen. Pier Paolo Pasolini. Ein biografischer Essay. Elfenbein Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-941184-49-7.

TheaterstückeBearbeiten

Libretti zu Tanztheaterproduktionen von Johann KresnikBearbeiten

  • Der Ring des Nibelungen I und II, 2006–2008, Oper Bonn
  • Gastmahl der Liebe nach Pier Paolo Pasolinis „Teorema“, 1996, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
  • Goya – Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer UA 1999, Volksbühne Berlin
  • Don Quixote, UA 27. Januar 2000, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
  • Schöne, neue Welt, UA 2000, Volksbühne Berlin
  • Die 120 Tage von Sodom, UA 2015, Volksbühne Berlin

OpernlibrettiBearbeiten

HerausgeberschaftBearbeiten

  • Ciao, Italien!, Reinbek bei Hamburg 1988 (herausgegeben zusammen mit Alice Franck)
  • Kraft der Vergangenheit, Frankfurt am Main 1988
  • Lieb doch die Männer und die Frauen, Reinbek bei Hamburg 1989 (herausgegeben zusammen mit Agnes Frei)
  • Du mein Ich, Reinbek bei Hamburg 1991
  • Ach, Adam!, Reinbek bei Hamburg 1993

ÜbersetzungenBearbeiten

  • Pier Vittorio Tondelli: Andere Freiheiten, Reinbek bei Hamburg 1990 (übersetzt zusammen mit Rüdiger Oetke)
  • Pier Vittorio Tondelli: Pao pao – Gruppenbild mit Mann, Reinbek bei Hamburg 1989 (übersetzt zusammen mit Castor Seibel)

WeblinksBearbeiten

EinzelbelegeBearbeiten

  1. Christoph Klimke neuer Stadtschreiber. queer, abgerufen am 27. Mai 2018.
  2. Philip Dingeldey: Ein Woyzeck im Zeitalter der Fake News. Die deutsche Bühne, abgerufen am 27. Mai 2018.