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Charlotte Niemann

deutsche Regisseurin und Komponistin
Charlotte Niemann, im Alter von 50 Jahren

Charlotte Niemann (* 8. März 1915 in Hamburg; † 20. November 2013[1]), geboren als Lotty O.B.L. Timm, war eine deutsche Regisseurin und Komponistin.

Niemann wuchs in Hamburg auf. Ihre Mutter und deren Eltern waren als Artisten und musizierende Mimen tätig. Ihr Urgroßvater besaß in London einen stehenden Zirkus. Bereits mit 11 Jahren trat Niemann live bei der Nordische Rundfunk AG in einem Kinderprogramm, die Zither spielend, auf. Bis zum Abitur erhielt sie als Halbwaisin staatliche Stipendien für ihre musikalische Ausbildung. Vor dem Zweiten Weltkrieg heiratete sie den Maler und Grafiker Walter Niemann; der Ehe entstammen zwei Söhne.

Niemann lebte von 1940 bis 2007 in Worpswede. Sie wirkte als Regisseurin und Komponistin und produzierte zwischen 1950 und 2002 bei Radio Bremen einige hundert Kinderfunk-Hörspiele sowie eine Reihe von O-Ton Reportagen für Erwachsene. Sie erhielt diverse Preise für ihre Kinderfunk-Hörspiele, bei denen sie für die Textbearbeitung, die Musik und die Regie verantwortlich war. Viele ihrer Kinderfunk-Hörspiele wurden in Koproduktion mit der Tonträger-Industrie hergestellt und gelangten auf diese Weise als Schallplatten, Tonbandkassetten oder Compact Discs auch in den Handel.

Produktionen (Auswahl)Bearbeiten

Verwendete Abkürzungen: A = Autor ...., B = Bearbeitung des Textes: Ch. Niemann, M = Musik: Ch. Niemann, R = Regie: Ch. Niemann, RB = Produktion bei Radio Bremen, DG = in Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon, IR = in Zusammenarbeit mit Igel Records

QuellenBearbeiten

  • Katrina Lohse, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Magisterarbeit Germanistik: „Vom Hören zum Zuhören. Leben und Werk der Hörspielmacherin Charlotte Niemann, vorgestellt unter Berücksichtigung der Entwicklungen und Tendenzen der Gattung Hörspiel im Rundfunk“, Oldenburg, 16. Dezember 1994
  • „Charlotte Niemann im Gespräch mit Dorothea Maßmann“; Interview zum 80. Geburtstag von Charlotte Niemann. Radio Bremen März 1995, Sendungsrubrik: Heimatfunk am Wochenende, Redaktion: Michael Augustin
  • Arne Krutisch, "PU DER BÄR" Untersuchung der Hörspieladaption (*) im Hinblick auf die Übersetzungen und die Unterschiede zwischen Original und Produktion, Bachelor-Thesis, Fakultät Design, Medien und Information, Department Medientechnik, Hamburg, Januar 2015..(*) Anmerkung: es werden hauptsächlich Charlotte Niemanns Adaptionen untersucht.
  • Peter Groth: Eine Radio-Pionierin und ein Tausendsassa, in: Weser-Kurier & Wümme-Zeitung, 4. Juli 2015.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Traueranzeige. In: Süddeutsche Zeitung vom 23. November 2013 (abgerufen am 2. Februar 2015).