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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Chad Billins Eishockeyspieler
Chad Billins
Geburtsdatum 26. Mai 1989
Geburtsort Marysville, Michigan, USA
Größe 178 cm
Gewicht 82 kg
Position Verteidiger
Schusshand Links
Karrierestationen
2006–2007 Alpena IceDiggers
2007–2008 Waterloo Black Hawks
2008–2012 Ferris State University
2012–2013 Grand Rapids Griffins
2013–2014 Calgary Flames
Abbotsford Heat
2014 HK ZSKA Moskau
2014–2015 Luleå HF
2015–2016 Linköpings HC
2016–2017 Utica Comets
2017–2019 Linköpings HC
seit 2019 Adler Mannheim

Chad Billins (* 26. Mai 1989 in Marysville, Michigan) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit 2019 bei den Adler Mannheim aus der Deutschen Eishockey Liga unter Vertrag steht. Von zehn Einsätzen für die Calgary Flames abgesehen konnte sich der Verteidiger in der National Hockey League nicht etablieren und verbrachte seine bisherige Karriere daher in Minor Leagues und in Europa. Zudem war er Teil des Team USA bei den Olympischen Winterspiele 2018.

KarriereBearbeiten

Jugend und CollegeBearbeiten

Chad Billins spielte in seiner Jugend für das Nachwuchsprogramm der Little Caesars in seiner Heimat Michigan. 2006 wechselte er zu den Alpena IceDiggers in die North American Hockey League, die zweithöchste Juniorenliga des Landes. Nach einer Spielzeit dort stieg er in die ranghöhere United States Hockey League auf, indem er sich den Waterloo Black Hawks anschloss. Anschließend schrieb sich der Verteidiger an der Ferris State University ein und lief fortan für deren Eishockey-Team, die Ferris State Bulldogs, in der Central Collegiate Hockey Association (CCHA) im Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association auf. An der Ferris State University spielte Billins unauffällig, steigerte seine persönliche Statistik allerdings in der Spielzeit 2011/12 deutlich auf 29 Scorerpunkte in 43 Spielen, sodass er ins CCHA First All-Star Team berufen wurde.

ProfibereichBearbeiten

Dennoch wurde Billins in keinem NHL Entry Draft berücksichtigt, sodass er sich als Free Agent im Juli 2012 den Grand Rapids Griffins aus der zweitklassigen American Hockey League (AHL) anschloss. In seinem ersten Profijahr überzeugte der Abwehrspieler mit 37 Punkten aus 76 Spielen, wurde daraufhin zum AHL All-Star Classic berufen und gewann mit den Griffins am Ende der Saison prompt die Playoffs um den Calder Cup. Dies nahmen die Calgary Flames aus der National Hockey League (NHL) zum Anlass, den US-Amerikaner im Juli 2013 mit einem Einjahresvertrag auszustatten.[1] Erwartungsgemäß kam er in deren Organisation hauptsächlich beim Farmteam, den Abbotsford Heat, in der AHL zum Einsatz, debütierte allerdings im November 2013 in der NHL und absolvierte im Laufe der Spielzeit zehn Partien für die Flames. Trotz seiner 41 Scorerpunkte und einer weiteren Teilnahme am AHL All-Star Classic wurde sein auslaufender Vertrag in Calgary nicht verlängert, sodass Billins Nordamerika erstmals verließ und sich dem HK ZSKA Moskau aus der Kontinentalen Hockey-Liga anschloss.

Sein Vertrag in Moskau wurde jedoch noch vor dem Jahresende aufgelöst, sodass Billins im Dezember 2014 zu Luleå HF in die Svenska Hockeyligan (SHL) wechselte. Innerhalb der SHL wurde der Verteidiger im Sommer 2015 vom Linköpings HC verpflichtet, in dessen Trikot er die gesamte Liga in der Plus/Minus-Statistik (+27; gemeinsam mit Robert Rosén) anführte. In der Folge kehrte Billins im Juli 2016 nach Nordamerika zurück, indem er einen Einjahresvertrag bei den Vancouver Canucks in der NHL unterzeichnete.[2] Die Canucks setzten ihn allerdings ausschließlich in der AHL bei den Utica Comets ein, sodass er nach einem Jahr zum Linköpings HC zurückkehrte und dort erneut einen Einjahresvertrag unterschrieb.

InternationalBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Billins beim Deutschland Cup 2015, bei dem er mit der Nationalmannschaft der USA die Silbermedaille gewann. Nach einer weiteren Teilnahme an diesem Wettbewerb im November 2017 wurde knapp einen Monat später bekanntgegeben, dass der Verteidiger für das Aufgebot des Team USA bei den Olympischen Winterspielen 2018 nominiert wurde.[3] Dabei profitierte er von der Entscheidung der National Hockey League, die Saison für diese Olympiade nicht zu unterbrechen und ihre Spieler somit für eine Teilnahme zu sperren. In Pyeongchang belegte er mit der Mannschaft anschließend den siebten Platz.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Stand: Ende der Saison 2016/17

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
2005/06 Alpena IceDiggers NAHL 1 0 0 0 0
2006/07 Alpena IceDiggers NAHL 61 7 18 25 98 3 0 0 0 0
2007/08 Waterloo Black Hawks USHL 60 10 26 36 +4 81 11 5 4 9 –1 0
2008/09 Ferris State University NCAA 27 2 9 11 –4 38
2009/10 Ferris State University NCAA 40 3 8 11 +3 26
2010/11 Ferris State University NCAA 39 5 11 16 +1 20
2011/12 Ferris State University NCAA 43 7 22 29 +11 24
2012/13 Grand Rapids Griffins AHL 76 10 27 37 +4 40 24 2 12 14 +5 12
2013/14 Abbotsford Heat AHL 65 10 31 41 +6 40 4 0 2 2 –4 2
2013/14 Calgary Flames NHL 10 0 3 3 –3 0
2014/15 HK ZSKA Moskau KHL 21 2 4 6 +1 8
2014/15 Luleå HF SHL 23 1 5 6 –2 4 9 1 1 2 +1 2
2015/16 Linköpings HC SHL 50 7 24 31 +27 14 6 2 2 4 –1 4
2016/17 Utica Comets AHL 72 3 17 20 +4 16
NAHL gesamt 62 7 18 25 98 3 0 0 0 0
NCAA gesamt 149 17 50 67 +11 108
AHL gesamt 213 23 75 98 +14 96 28 2 14 16 +1 14
SHL gesamt 73 8 29 37 +25 18 15 3 3 6 ±0 6

InternationalBearbeiten

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/− SM
2015 USA Deutschland Cup   3 1 2 3 –1 4
2017 USA Deutschland Cup 4. Platz 3 0 0 0 –1 0
2018 USA Olympia 7. Platz 5 0 0 0 ±0 0
Herren gesamt 11 1 2 3 –2 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Flames sign Chris Butler & Chad Billins. nhl.com, 5. Juli 2013, abgerufen am 4. Januar 2018 (englisch).
  2. Canucks sign Chaput, Rendulic & Billins. nhl.com, 1. Juli 2016, abgerufen am 4. Januar 2018 (englisch).
  3. Team USA announces rosters for Olympic hockey teams. sportsnet.ca, 1. Januar 2018, abgerufen am 4. Januar 2018 (englisch).