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Castel d’Aiano ist eine italienische Gemeinde mit 1865 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Metropolitanstadt Bologna.

Castel d’Aiano
Wappen
Castel d’Aiano (Italien)
Castel d’Aiano
Staat Italien
Region Emilia-Romagna
Metropolitanstadt Bologna (BO)
Lokale Bezeichnung Castèl d Ajàn
Koordinaten 44° 17′ N, 11° 0′ OKoordinaten: 44° 16′ 36″ N, 11° 0′ 1″ O
Höhe 805 m s.l.m.
Fläche 45,25 km²
Einwohner 1.865 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 41 Einw./km²
Postleitzahl 40034
Vorwahl 051
ISTAT-Nummer 037013
Website Castel d’Aiano

LageBearbeiten

Castel d’Aiano liegt auf 805 Metern Höhe ü. d. M. und ist damit eine der höchstgelegenen Gemeinden der Metropolitanstadt Bologna. Ihr Gebiet erstreckt sich entlang der Wasserscheide der Flüsse Reno und Panaro.

GeschichteBearbeiten

Der Aufbau der Festung von Aiano begann zwischen dem 7. und dem 8. Jahrhundert und wurde im 10. Jahrhundert im erhöhten Teil des Gebiets erneuert. Das Gemeindegebiet befindet sich im Grenzland und war darum lange zwischen Modena und Bologna umstritten, bevor es endgültig unter die Herrschaft von Bologna kam. Castel d’Aiano war im Zweiten Weltkrieg Teil der letzten Frontbegradigungen der Gotenstellung und wurde während der Bombardierungen vom November 1944 fast völlig zerstört. Castel d’Aiano war dabei von der 10. US-Gebirgsdivision erobert worden, die hier den Durchbruch durch den Apennin nach Norden erzielte.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Nennenswert sind der Weiler von Rivola bei Villa d’Aiano mit seinem Turm aus dem 16. Jahrhundert, die Casetorri (Turmhäuser) von Poggiolo und Monzone (18.–19. Jahrhundert), die Torre di Lavacchio vom 16. Jahrhundert und die adelige Wohnanlage von Torre Jussi (16.–17. Jahrhundert) mit dem Gebetshaus der Annunziata (18. Jahrhundert) in Rocca di Roffeno. In Casigno sind die Casa Landi und La Palazzina weitere sehenswerte Bauten. In Labante kann man die alten Mühlsteine der bis heute betriebenen Mühle von Povolo bewundern, während in San Cristoforo das Quellwasser eine wunderliche Kalkstein-Ablagerung verursacht, sponga genannt, und die bekannten Höhlen von Labante ausgegraben hat.

In den Wäldern von Monte Castellana liegt die Ortschaft Stella mattutina (Morgenstern), die Sommerresidenz der Grafen Nanni-Levera, den Besitzern des Aneva-Tals, denen auch das Castello Manservisi gehörte.[3] In Roffeno, auf der alten Via Nonantolana, befindet sich die Kirche Santa Lucia, ein ehemaliges Benediktiner-Kloster.

Marienkapelle von BrasaBearbeiten

Der Legende nach fiel hier zwei jungen Hirten ein Marien-Antlitz an einem Kastanienbaum auf. An dieser Stelle entstand im Gefolge die Votivkapelle der Madonna von Brasa. Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, wurde sie nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu Beginn der 1960er-Jahre wieder aufgebaut. Sie liegt unweit von Castel d’Aiano am Brasa-Pass. Das Fest der Madonna di Brasa findet jedes Jahr am letzten August-Wochenende statt.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Spiegel Online - EinesTages Artikel dazu
  3. Homepage des Castello Manservisi@1@2Vorlage:Toter Link/www.provincia.bologna.it (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Kurzbeschreibung des Festes auf der Gemeinde-Homepage

WeblinksBearbeiten

  Commons: Castel d'Aiano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien