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Bruckneudorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bruckneudorf
Bruckneudorf (Österreich)
Bruckneudorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 36,64 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 16° 46′ OKoordinaten: 48° 1′ 0″ N, 16° 46′ 0″ O
Höhe: 150 m ü. A.
Einwohner: 3.124 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 85 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2460, 2462
Vorwahl: 0 21 62
Gemeindekennziffer: 1 07 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofplatz 5
2460 Bruckneudorf
Website: www.bruckneudorf.eu
Politik
Bürgermeister: Gerhard Dreiszker (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(23 Mitglieder)
16
4
2
1
16 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bruckneudorf (ungarisch Királyhida, Bruckújfalu, Bruck-Újfalu) ist eine Gemeinde mit 3124 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Burgenland, die geographisch und historisch den über die Landesgrenze hinausgewachsenen Teil der niederösterreichischen Stadt Bruck an der Leitha darstellt.

GeografieBearbeiten

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bruckneudorf und Kaisersteinbruch.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet war zu römischer Zeit bereits dicht besiedelt, auf dem Truppenübungsplatz, beim „Öden Kloster“ gelegen, befand sich die römische Villa von Königshof-Ödes Kloster, wenige Kilometer östlich des heutigen Ortes liegt mit der römischen Villa Bruckneudorf einer der wichtigsten Villenfundplätze Ostösterreichs.

Bruckneudorf entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Vorstadt von Bruck an der Leitha auf damals ungarischen Gebiet. Die Stadt stellte auch die Geldmittel zur Gründung zur Verfügung. 1846 wurde auf dem heutigen Ortsgebiet der Bahnhof und 1867 ein Militärlager errichtet. Der ursprüngliche ungarische Name Bruck Ujfalu wurde 1900 in Királyhida geändert. Anders als andere ganz an der Grenze liegenden Gemeinden im ehemaligen Deutsch-Westungarn hatte Bruckneudorf einen relativ hohen ungarischen Bevölkerungsanteil, der aber hauptsächlich aus Zoll- und Bahnbeamten sowie Soldaten bestand.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Historische LandkartenBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Kaiserpark befindet sich das einzige Denkmal auf österreichischem Bundesgebiet, das Kaiser Franz Joseph I. als König von Ungarn zeigt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Überregionale Bedeutung hat der Truppenübungsplatz Bruckneudorf (TÜPL BN) des Bundesheeres.

VerkehrBearbeiten

Bahn: Der Bahnhof Bruck an der Leitha ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Ostbahn. Er ist von großer Bedeutung auch für Bruckneudorf.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
67,36
(+5,37)
16,51
(-4,48)
9,59
(-7,44)
6,54
(n. k.)
n. k.
(-3,9)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 23 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 906 67,36 16 830 61,99 14 902 70,41 17 1052 74,19 18 849 75,27 17
ÖVP 129 9,59 2 228 17,03 4 266 20,77 5 287 20,24 4 140 12,41 2
FPÖ 222 16,51 4 281 20,99 5 63 4,92 1 79 5,57 1 139 12,32 2
Grüne 88 6,54 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 50 3,90 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 2354 2337 2286 2087 1768
Wahlbeteiligung 65,25 % 66,80 % 62,07 % 73,36 % 71,95 %

BürgermeisterBearbeiten

 
Bürgermeister Gerhard Dreiszker (2017)

Bürgermeister ist seit 2012 Gerhard Dreiszker (SPÖ).[6] Bei der Bürgermeister-Direktwahl 2017 setzte er sich bei zwei Gegenkandidaten mit 79,99 % der Stimmen durch.[2]

Vizebürgermeister ist Gerold Eder (SPÖ).[6]

Ortsvorsteher von Kaisersteinbruch ist Josef Hofer (SPÖ).[7]

Leiter des Gemeindeamts ist Mario Horvath.[6]

Chronik der BürgermeisterBearbeiten

von bis Bürgermeister[8]
1898 1918 Joszef Schöberl
1919 1922 Karl Schöberl
1922 1934 Heinrich Sachs
1934 1938 Johann Tyl
1938 1939 Hans Oskar
1950 Karl Mliner
1950 1951 Hans Sachs
1951 1959 Franz Pschill
1959 1965 Rudolf Vihanek
1965 1983 Johann Margl
1983 1985 Ferdinand Bauer
1985 1987 Ernestine Schötz
1987 2007 Franz Schmitzhofer (SPÖ)
2007 2012 Gerlinde Weiss (SPÖ)
seit 2012 Gerhard Dreiszker

WappenBearbeiten

  Bruckneudorf wurde das Wappen am 22. Oktober 1994 verliehen

Blasonierung: „In rotem Schild eine goldene, gefugte und mit fünf Zinnen versehene Brücke, überhöht von einer goldenen Blätterkrone.
Bedeutung: Die Brücke symbolisiert einerseits den Wortteil „Bruck“ (= Brücke) und andererseits weist sie auf die Verbindungsrolle der Gemeinde am uralten Grenzfluss Leitha hin. Die Blätterkrone ergibt sich durch verschiedene Überlegungen, die in der Geschichte des Ortsgebietes liegen. Sie weist auf die Bezeichnungen Chunigesprunne (Königsbrunn), Königshof, Kaisersteinbruch, Königshufen und Königsdenkmal hin. Nicht zuletzt hieß der Ort zwischen 1898 und 1921 „Kiralyhida“ (= Königsbrücke). Die Wahl der Farben (rot/gold) dokumentieren die Zugehörigkeit zum Burgenland.[9]

LiteraturBearbeiten

  • Petra Weiß, Walpurga Antl: Bruck-Ujfalu – Királyhida, Bruckneudorf, eine wechselvolle Geschichte an der Leithagrenze. Gemeinde Bruckneudorf, 2011.
  • Jaroslav Hašek, Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk, Rowohlt Verlag, Seite 325

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bruckneudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Bruckneudorf – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Bruckneudorf 2017 (abgerufen am 28. November 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Bruckneudorf 2012 (abgerufen am 28. November 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Bruckneudorf 2007 (abgerufen am 28. November 2017)
  5. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Bruckneudorf 2002 (abgerufen am 28. November 2017)
  6. a b c Gemeinde Bruckneudorf: Bürgermeister (abgerufen am 28. November 2017)
  7. Gemeinde Bruckneudorf: Ausschüsse (abgerufen am 28. November 2017)
  8. Gemeinde Bruckneudorf: Gemeinderat (abgerufen am 28. November 2017)
  9. Gemeinde Bruckneudorf: Wappen (abgerufen am 28. November 2010)