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Pamhagen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pamhagen
Pamhagen (Österreich)
Pamhagen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 33,02 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 16° 54′ OKoordinaten: 47° 42′ 8″ N, 16° 54′ 24″ O
Höhe: 121 m ü. A.
Einwohner: 1.592 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 48 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7152
Gemeindekennziffer: 1 07 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
7152 Pamhagen
Website: www.gemeinde-pamhagen.at
Politik
Bürgermeister: Josef Tschida (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
13
7
1
13 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Pamhagen im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Türkenturm
Türkenturm
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pamhagen (ungarisch Pomogy) ist eine Gemeinde mit 1592 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im nördlichen Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.

GeografieBearbeiten

Pamhagen liegt am Rande des nordburgenländischen Teilgebietes Waasen, zwischenzeitlich auch Wasen (ungar.:Hanság). Das Gemeindegebiet grenzt an Ungarn, wobei etwa die Hälfte der Grenze entlang des Einser-Kanals verläuft. Weitere Ortsteile sind das Feriendorf Pannonia und der Tierpark Pamhagen.

GeschichteBearbeiten

1268 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. 1380 wird ein Pfarrer Johann ecclesiae de Pomog genannt. 1547 erfolgte die Niederschrift eines Bann-Taidings (Gerichtstag). Die erste Erwähnung einer Schule erfolgt 1652.

Die Komitat-Konskription des Jahres 1713 gibt den ersten Hinweis auf Weinbau in Pamhagen. Von 1778 bis 1780 erfolgten der Bau eines Straßendammes durch den Waasen mit 14 hölzernen Brücken von Pamhagen nach Esterház (Länge 7,5 km) und Ende des 19. Jahrhunderts (1897) die Errichtung der Fertövide-er Lokal-Eisenbahn (Neusiedler Seebahn).

Wenige Jahre später, 1909, wird die Pamhagener Kreditgenossenschaft gegründet.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pomogy verwendet werden. Dabei gehörte Pamhagen (Pomogy) zum Komitat Wieselburg (Moson Vármegye).

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1948 teilte der „Eiserne Vorhang“ Europa, Pamhagen verlor den Zugang zu Grundeigentum auf ungarischem Territorium.

Nach dem Schließen der Grenzübergänge (Bahn und Straße) zu Ungarn im Jahr 1955 war es nur mit Visum (insbesondere ungarische Arbeitspendler) möglich per Bahn ein- und auszureisen. 1990 wurde die Neusiedler Seebahn für Grenzübertritte geöffnet.

Insbesondere für den Radverkehr war die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Pamhagen-Fertöd auf flachem, kurzem Weg nach Ungarn für Nichtmotorisierte um 1991 ein großer Gewinn. 1995 wurde der Übergang auch für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr geöffnet, später auch allgemein für Motorisierte.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Pamhagen: Sie wurde von 1745 bis 1754 errichtet und Mitte der 1950er Jahre erweitert sowie umgebaut.
  • Türkenturm: Der Turm ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Türkenturm ist ein ehemaliger Glockenturm aus der Zeit, als die Kirche noch außerhalb des Ortes stand.
 
Wollschwein im Steppentierpark Pamhagen

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,57
(-0,70)
33,12
(-7,61)
8,30
(n. k.)


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 748 58,57 13 850 59,27 13 691 45,88 10 566 43,67 10 524 44,33 10
SPÖ 423 33,12 7 584 40,73 8 767 50,93 11 620 47,84 10 522 44,16 9
FPA1 106 8,30 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert 22 1,46 0 110 8,49 1 136 11,51 2
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 26 1,73 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1651 1852 1859 1653 1523
Wahlbeteiligung 85,46 % 86,66 % 87,79 % 88,02 % 90,15 %
A1 Freie Pamhagener

GemeindevorstandBearbeiten

Dem Gemeindevorstand gehören neben Bürgermeister Josef Tschida (ÖVP) und Vizebürgermeister Manfred Bleich (SPÖ) weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Angelika Fleischhacker (ÖVP), Anton Kotzenmacher (ÖVP), Johann Munzenrieder (SPÖ), Johann Thell (ÖVP) und Gerhard Thüringer (ÖVP) an.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Josef Tschida (ÖVP),[7] der am 7. Oktober 2012 Johann Munzenrieder (SPÖ) ablöste. Vor Munzenrieder stand bis 13. Februar 2012 Josef Wüger (SPÖ) der Gemeinde vor.[8] Bei der Bürgermeisterdirektwahl 2017 wurde Tschida mit 67,38 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt.[2] Manfred Bleich (SPÖ) erhielt 32,62 % und wurde zum Vizebürgermeister.[7]

Amtsleiterin ist Manuela Kierein.[9]

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen mit Bezug zur GemeindeBearbeiten

  • Heinz Fischer (* 1938), ehemaliger Bundespräsident, er besuchte in Pamhagen die Volksschule

LiteraturBearbeiten

  • Abschnitt „Die Partnergemeinden“ in „TÜPL Bruckneudorf – 150 Jahre Brucker Lager“ von Petra Weiß, Hrsg. Stadtgemeinde Bruck an der Leitha, April 2017, S. 450/451

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pamhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Pamhagen – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.turus.net/fotostrecke/reise/ungarn/grenzuebergang-fertoed-pamhagen-grenze-zwischen-ungarn-und-oesterreich-5779.html Bild Grenzübergang Pamhagen-Fertöd, turus.net, abgerufen am 22. April 2014
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Pamhagen 2017 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Pamhagen 2012 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Pamhagen 2007 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  5. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Pamhagen 2002 (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  6. Gemeinde Pamhagen: Gemeindevorstand und Gemeinderat (Memento des Originals vom 4. Dezember 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-pamhagen.at (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  7. a b Gemeinde Pamhagen: Bürgermeister und Vizebürgermeister (Memento des Originals vom 4. Dezember 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-pamhagen.at (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  8. Sozialdemokratischer Gemeindevertreterverband Burgenland: Neuer Bürgermeister in Pamhagen! (abgerufen am 3. Dezember 2017)
  9. Gemeinde Pamhagen: Verwaltung (abgerufen am 3. Dezember 2017)