Boris Dreyer

deutscher Althistoriker

Boris Horst Joachim Dreyer (* 18. August 1967 in Menden/ Kr. Iserlohn) ist ein deutscher Althistoriker und Epigraphiker.

Boris Dreyer studierte von 1989 bis 1995 die Fächer Geschichte und Latein auf Lehramt, zunächst an der Universität zu Köln, dann an der Ruhr-Universität Bochum. Er wurde im Sommersemester 1997 mit einer von Gustav Adolf Lehmann betreuten Arbeit zur Geschichte des frühhellenistischen bzw. spätklassischen Athen (322 bis ca. 230 v. Chr.) an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Von 1996 bis 1998 war er daselbst Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Althistorischen Seminar, anschließend Assistent und Oberassistent. Die Habilitation erfolgte 2003 mit der Arbeit Die römische Nobilitätsherrschaft und Antiochos III. (205 bis 188 v. Chr.). Von Oktober 2003 bis Januar 2004 war Dreyer Stipendiat am Center for Hellenic Studies der Harvard University und im ersten Halbjahr 2005 research fellow am Institute for Advanced Study an der Princeton University. Als Empfänger eines Heisenberg-Stipendiums lehrte Dreyer seit September 2005 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, seit Herbst 2006 am King’s College London. Im Sommersemester 2007 vertrat er in Frankfurt den Lehrstuhl von Manfred Clauss. Seit August 2008 war Dreyer außerplanmäßiger Professor an der Universität Göttingen. Im Oktober 2009 nahm er als Nachfolger von Andreas Luther den Ruf auf eine W2-Professur für Alte Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an, die er zum 1. April 2010 antrat.

Dreyer beschäftigt sich vor allem mit der hellenistischen und der römischen Geschichte, der Verfassungsgeschichte in der Antike sowie den römisch-germanischen Beziehungen.

SchriftenBearbeiten

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