Bolesław Wieniawa-Długoszowski

polnischer Arzt, General, Diplomat und Politiker
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Bolesław Wieniawa-Długoszowski
Bolesław Wieniawa-Długoszowski (2. von rechts)

Bolesław Ignacy Florian Wieniawa-Długoszowski (* 22. Juli 1881 in Maksymówka; † 21. Juli 1942 in New York durch Suizid) war ein polnischer Arzt, General, Diplomat und Politiker.

LebenBearbeiten

Wieniawa-Długoszowski war langjähriger Adjutant des Marschalls Józef Piłsudski. Obgleich er zu seinen nächsten Vertrauten gehörte, kam er zu Lebzeiten des Marschalls zu keinem politischen Amt. Nach dem Ende der Militärkarriere ging er 1938 als Botschafter nach Rom.[1] Er war formell für einen Tag (25. bis 26. September 1939) Präsident der Republik Polen im Exil (er wurde durch Ignacy Mościcki zu seinem Nachfolger nominiert), musste jedoch aufgrund des Vetos Frankreichs, wo sich die Exilregierung zu der Zeit aufhielt, die Annahme des Amtes ablehnen und die Rücktritt Mościckis wurde zurückgenommen. Im Juni 1940 gelangte Wieniawa-Długoszowski über Portugal in die USA. Er wurde zum Botschafter auf Kuba ernannt, weigerte sich aber diese Stelle anzutreten. Verbittert über die Ausgrenzung seiner Person in Exilkreisen nahm er sich das Leben.

LiteraturBearbeiten

  • Wojciech Grochowalski: Ku chwale Wieniawy, Łódź 2001.
  • Wojciech Grochowalski: Boleslaw Wieniawa-Dlugoszowski. Wiersze i piosenki, Łódź 2002.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Valerio Perna: Austria e Polonia. Identica parabola nella politica dell’Italia fascista. In: Maddalena Guiotto, Wolfgang Wohnout (Hrsg.): Italien und Österreich im Mitteleuropa der Zwischenkriegszeit / Italia e Austria nella Mitteleuropa tra le due guerre mondiali. Böhlau, Wien 2018, S. 188–196.