Bheki Mseleku

südafrikanischer Jazzmusiker

Bhekemuzi „Bheki“ Mseleku (* 3. März[1] 1955 in Durban; † 9. September 2008 in London; vollständiger Name: Bhekemuzi Hyacinth Mseleku) war ein südafrikanischer Jazzpianist und Komponist, außerdem Gitarrist, Saxophonist und Sänger. Stilistisch orientiert an seinen Landsleuten Louis Moholo und Dudu Pukwana[2] spielte er eine „packende Mischung aus vitaler, allen Klischees entkernter Township-Music und modalem Jazz“ (Wolf Kampmann). In sein Pianospiel integrierte er Einflüsse von McCoy Tyner, Randy Weston und Abdullah Ibrahim.

Leben und WirkenBearbeiten

Mseleku, dessen Vater und Onkel William und Wilfred Mseleku in den 1930er Jahren die damals viel aufgenommene Vaudeville-Gruppe Amanzimtoti Royal Players leiteten, wurde auf dem väterlichen Piano unterrichtet. Er startete seine Karriere als Organist in einer R&B-Band und ging dann 1975 nach Johannesburg, wo er mit der Hardbop-Band The Drive spielte, bevor er mit Sipho Gumede und Russell Herman die Gruppe Spirits Rejoice gründete. Mit Philip Tabanes Formation „Malombo“ trat er 1977 auf dem Newport Jazz Festival auf; dann arbeitete er in Botswana mit Hugh Masekela. 1980 zog er zunächst nach Schweden, wo er mit Johnny Dyani und Don Cherry arbeitete. In dieser Zeit kam es auch zur Zusammenarbeit mit Abdullah Ibrahim und Chris McGregor. 1985 kam er nach England; auf Vermittlung von Horace Silver trat er in Ronnie Scott’s Jazz Club auf. Auch arbeitete er mit Südafrikanern wie seinem früher ins Exil gegangenen Gitarristen Russell Herman und dem Schlagzeuger Brian Abrahams sowie mit Courtney Pine und Steve Williamson. 1989 zog er sich vorläufig vom Musikbusiness in einen buddhistischen Tempel zurück. Seine erste Plattenveröffentlichung unter eigenem Namen erschien 1991 und wurde für den Mercury Prize nominiert. Auf diesem ersten Album „Celebration“ wurde er von Steve Williamson, Courtney Pine, Jean Toussaint und Marvin Smitty Smith begleitet. Auf seinem dritten Album „Timelessness“ (1994) wirkten Gastmusiker wie Joe Henderson, Pharoah Sanders, Elvin Jones sowie die Sängerin Abbey Lincoln mit. Mit den späteren Alben konnte er Kampmann zufolge jedoch „nicht mehr an das Niveau seiner ersten beiden Veröffentlichungen anschliessen.“ 1994 kehrte er nach Südafrika zurück, scheiterte aber letztlich daran, dort von seiner Musik leben zu können, so dass er hauptsächlich als Musikpädagoge tätig war und 2006 wieder nach London zog.

AuszeichnungenBearbeiten

DiskographieBearbeiten

Lexigraphische EinträgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The Big Bands Database Plus: March 3, BIRTHDAYS , abgerufen am 14. August 2008
  2. so Morton & Cook
  3. Max Mojapelo: Beyond Memory: Recording the History, Moments and Memories of South African Music, African Minds, 2009, ISBN 9781920299286, S. 289