Der Wahlkreis Erzgebirge 3 (Wahlkreis 15) ist ein Landtagswahlkreis in Sachsen. Er umfasst die Große Kreisstadt Schwarzenberg/Erzgeb., die Städte Grünhain-Beierfeld, Johanngeorgenstadt, Lauter/Sa., Lößnitz und die Gemeinden Bernsbach, Breitenbrunn/Erzgeb., Raschau-Markersbach im Erzgebirgskreis.[1] Wahlberechtigt waren bei der letzten Landtagswahl 57.841 Einwohner.

Zwischen 1994 und 2009 bestand der Wahlkreis unter der Bezeichnung Wahlkreis Stollberg. 

Wahlkreisgebiet

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Das Wahlkreisgebiet um die Städte Stollberg, Thalheim und Lugau blieb seit 1994 weitestgehend unverändert. Zur Landtagswahl 2004 kam mit Oelsnitz eine Stadt zum Wahlgebiet hinzu, seit 2014 ist die Stadt Zwönitz einem anderen Wahlkreis zugeordnet. Vorläufer des Wahlkreises Stollberg waren die Wahlkreise Chemnitz, Land II – Stollberg II und Stollberg I.

In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen des Wahlkreisgebietes zwischen 1994 und 2019 dargestellt.

Wahljahr Städte und Gemeinden Zugang Abgang Wahlberechtigte
2019 Crinitzberg, Hartenstein Hartmannsdorf, Hirschfeld Kirchberg, Langenweißbach, Lichtentanne, Mülsen, Oberrothenbach, Reinsdorf, Wildenfels Wilkau-Haßlau 48.603
2014 Crinitzberg, Hartenstein Hartmannsdorf, Hirschfeld Kirchberg, Langenweißbach, Lichtentanne, Mülsen, Oberrothenbach, Reinsdorf, Wildenfels Wilkau-Haßlau Elterlein (vom Wahlkreis Annaberg), Zwönitz (vom Wahlkreis Stollberg) 51.463
2009 Crinitzberg, Hartenstein Hartmannsdorf, Hirschfeld Kirchberg, Langenweißbach, Lichtentanne, Mülsen, Oberrothenbach, Reinsdorf, Wildenfels Wilkau-Haßlau 55.115
2004 Crinitzberg, Hartenstein Hartmannsdorf, Hirschfeld Kirchberg, Langenweißbach, Lichtentanne, Mülsen, Oberrothenbach, Reinsdorf, Wildenfels Wilkau-Haßlau Dennheritz (zum Wahlkreis Zwickauer Land 2) Cainsdorf, Crossen, Mosel, Rottmannsdorf und Schlunzig(zum Wahlkreis Zwickau) 56.801
1999 Cainsdorf, Crinitzberg, Crossen, Dennheritz, Hartenstein (Eingemeindung von Zschocken), Hartmannsdorf, Hirschfeld (Eingemeindung von Niedercrinitz), Kirchberg, (Eingemeindung von Cunersdorf, Leutersbach, Stangengrün und Saupersdorf, Wolfersgrün),Langenweißbach, Lichtentanne (Eingemeindung von Ebersbrunn, Schönfels, Stenn), Mosel, Mülsen, Oberrothenbach, Reinsdorf (Eingemeindung von Friedrichsgrün und Vielau), Rottmannsdorf, Schlunzig, Wildenfels (Eingemeindung von Härtensdorf und Wiesenburg), Wilkau-Haßlau (Eingemeindung von Culitzsch Silberstraße) Zschocken Oberwiesenthal (vom Wahlkreis Annaberg) 66.667
1994 Cainsdorf, Crinitzberg, Crossen, Culitzsch, Cunersdorf, Dennheritz, Ebersbrunn, Friedrichsgrün, Härtensdorf, Hartenstein, Hartmannsdorf, Hirschfeld, Kirchberg Langenbach, Leutersbach, Lichtentanne Mosel, Mülsen St. Jacob, Mülsen St. Micheln, Mülsen St. Niclas, Niedermülsen, Niedercrinitz, Oberrothenbach, Ortmannsdorf, Reinsdorf Rottmannsdorf, Saupersdorf, Schlunzig, Schönfels, Silberstraße, Stangendorf, Stangengrün, Stenn, Thurm, Vielau, Weißbach, Wiesenburg, Wildenfels Wilkau-Haßlau, Wolfersgrün, Wulm und Zschocken 62.983
Wahlkreis 40: Wahlkreis Meißen-Dresden Ost
Staat Deutschland
Bundesland Sachsen
Region Landkreis Meißen, Landkreis Kamenz
Wahlkreisnummer 40
Wahlberechtigte 62.799
Wahldatum 19. September 1999
Wahlbeteiligung 65,7 %
Wahlkreisabgeordneter
Name Hans Geisler
Partei CDU
Stimmanteil 61,2 %

Der Wahlkreis Meißen-Dresden Ost war ein Landtagswahlkreis in Sachsen, der zu den Landtagswahlen 1994 und 1999 existierte. Er hatte die Wahlkreisnummer 40. Das Wahlkreisgebiet umfasste Teile des vor der Kreisreform 1994 existierenden Landkreises Meißen und den gesamten damaligen Landkreis Dresden. Dieser sollte zum 1. August 1994 in einem geplanten Landkreis Meißen-Dresden aufgehen. Allerdings klagte der Landkreis Dresden vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht gegen seine Auflösung. Da die Klage keinen Erfolg hatte, wurde der Landkreis zum 1. Januar 1996 aufgelöst. Das Wahlkreisgebiet wurde Teil des Landkreises Meißen, der allerdings bis zum 28. Februar 1997 die Bezeichnung Landkreis Meißen-Radebeul trug. Der Landkreis ging im Zuge der sächsischen Kreisgebietsreform 2008 im neuen Landkreis Meißen auf. Das Wahlkreisgebiet bestand zwischen 1994 und 1999 aus folgenden Städten und Gemeinden: Arnsdorf, Fischbach, Großdittmannsdorf, Großerkmannsdorf, Hermsdorf, Langebrück, Liegau-Augustusbad, Lomnitz, Medingen, Moritzburg, Niederau, Ottendorf-Okrilla, Promnitztal, Radeberg, Radeburg, Reichenberg, Schönborn, Steinbach, Ullersdorf, Wachau, Wallroda, Weinböhla und Weixdorf.

Nachfolger des Wahlkreises Meißen-Dresden Ost wurden 2004 die Wahlkreise Meißen 2, Kamenz 1 und Kamenz 2 sowie Dresden 5, in den die nach Dresden eingemeindeten Ortschaften Schönborn, Steinbach und Weixdorf wechselten.

Wahl 1999

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Die Landtagswahl 1999 hatte folgendes Ergebnis[2] :

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Hans Geisler CDU 62,1 62,3
Peter Adler SPD 13,2 8,7
Bernd Rump PDS 20,4 18,4
GRÜNE 3,1
Wolf-Dieter Eisold FDP 1,9 1,2
BüSo 0,2
DSU 0,4
GRAUE 0,3
REP 1,0
FP Deutschlands 0,0
Pro DM 2,3
KPD 0,1
Matthias Paul NPD 2,3 1,7
FORUM 0,1
PBC 0,2

Es waren 62.799 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,7 %. Von den abgegebenen Stimmen waren 1,2 % ungültig. Als Direktkandidat wurde Hans Geisler (CDU) gewählt. Er erreichte 62,3 % aller gültigen Stimmen.

Wahl 1994

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Die Landtagswahl 1994 hatte folgendes Ergebnis[3]:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Hans Geisler CDU 61,4 62,6
Peter Adler SPD 19,2 14,1
Bernd Voigtländer FDP 4,2 2,3
GRÜNE 4,3
DSU 0,9
REP 1,7
FORUM 0,8
Andreas Schönherr PDS 12,6 12,8
SP 0,4
Matthias Gey Allianz Sachsen 2,6


Es waren 53.375 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,2 %. Von den abgegebenen Stimmen waren 1,5 % ungültig. Als Direktkandidat wurde Hans Geisler (CDU) gewählt. Er erreichte 61,4 % aller gültigen Stimmen.

Einzelnachweise

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  1. Wahlkreiseinteilung für die Landtagswahl 2009
  2. Wahlergebnis der Landtagswahl 1999: Erststimmen, Zweitstimmen
  3. Wahlergebnis der Landtagswahl 1994, Direktbewerber

Riesa Kategorie:Politik (Landkreis Meißen)