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Bahren (Neiße-Malxetal)

Ort in der Gemeinde Neiße-Malxetal, Brandenburg

Bahren (niedersorbisch Boryń) ist ein Gemeindeteil von Jerischke, einem Ortsteil der Gemeinde Neiße-Malxetal im Südosten des brandenburgischen Landkreises Spree-Neiße.

Bahren
Koordinaten: 51° 38′ 23″ N, 14° 44′ 42″ O
Höhe: 101 m ü. NHN
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 18 (4. Jul. 2004)
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner/km²
Eingemeindung: 5. Februar 1933
Eingemeindet nach: Zelz-Bahren
Postleitzahl: 03159
Vorwahl: 035600
Bahren (Brandenburg)
Bahren

Lage von Bahren in Brandenburg

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Bahren liegt in der Niederlausitz unmittelbar an der Grenze zu Polen. Umliegende Ortschaften sind der Forster Ortsteil Klein Bademeusel im Norden, die in der polnischen Gemeinde Trzebiel liegenden Dörfer Olszyna (Erlenholz) im Nordosten, Bukowina (Buchholz) im Osten und Siedlec im Südosten, Zelz im Süden, Jerischke im Südwesten, Preschen im Westen sowie Raden im Nordwesten.

Westlich von Bahren verläuft die Landesstraße 7101 von Döbern nach Forst. Östlich von Bahren verläuft die Lausitzer Neiße an der polnischen Grenze. Durch Bahren führt der Oder-Neiße-Radweg.

GeschichteBearbeiten

Bahren wurde erstmals 1492 erwähnt. Die Schreibweise des Dorfes hat sich seitdem nicht geändert. Der Ortsname stammt aus der sorbischen Sprache und bedeutet „Siedlung eines Mannes namens Boren“.[1]

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Bahren eine Brücke über die Neiße Richtung Buchholz. Diese wurde gegen Ende des Krieges wie auch im benachbarten Klein Bademeusel von der Wehrmacht gesprengt, um das Voranschreiten der Roten Armee zu behindern. Seitdem ist Bahren ein Sackgassendorf.[2]

Nach dem Wiener Kongress kam Bahren wie die gesamte Niederlausitz an das Königreich Preußen. Dort lag der Ort im Amtsbezirk Kemnitz im Landkreis Sorau (Lausitz). Am 5. Februar 1933 wurde Bahren mit dem benachbarten Zelz zur Gemeinde Zelz-Bahren zusammengelegt. Bis 1952 lag die Gemeinde im Landkreis Spremberg. Am 25. Juli 1952 wurde Zelz-Bahren dem neu gebildeten Kreis Forst im Bezirk Cottbus zugeteilt und lag nach der Wende im Landkreis Forst in Brandenburg. Nach der brandenburgischen Kreisreform vom 6. Dezember 1993 wurde Zelz-Bahren dem Landkreis Spree-Neiße zugeordnet.

Am 1. Mai 1973 wurde Zelz-Bahren nach Jerischke eingemeindet und am 31. Dezember 2001 ein Teil der neu gebildeten Gemeinde Neiße-Malxetal.[3]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Einwohnerentwicklung in Bahren von 1875 bis 1925[4]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 80 1890 51 1910 66 1925 51

WeblinksBearbeiten

  • Bahren in der RBB-Sendung Landschleicher vom 4. Juli 2004

NachweiseBearbeiten

  1. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 21.
  2. Bahren in der RBB-Sendung Landschleicher. In: rbb-online.de. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 4. Juli 2004, abgerufen am 15. August 2017.
  3. Bahren im Geschichtlichen Ortsverzeichnis. Abgerufen am 15. August 2017.
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Spree-Neiße. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 15. August 2017.