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Pirna–Coswig (b Dresden)[1][2]
Streckennummer (DB):6239; sä. PC
Kursbuchstrecke (DB):241.1
Streckenlänge:35,074 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV, 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
Strecke – geradeaus
von Děčín hl. n.
Kilometer-Wechsel
-0,350 Abzweig aus Bahnstrecke Děčín–Dresden-Neustadt
   
Fernbahngleise nach Dresden
Bahnhof, Station
0,000 Pirna
Haltepunkt, Haltestelle
2,436 Heidenau-Großsedlitz
Haltepunkt, Haltestelle
4,370 Heidenau Süd
Brücke über Wasserlauf (mittel)
5,402 Müglitz
   
von Kurort Altenberg (Erzgeb)
Bahnhof, Station
5,788 Heidenau (Verbindung zu Fernbahngleisen)
Haltepunkt, Haltestelle
7,227 Dresden-Zschachwitz
Haltepunkt, Haltestelle
8,773 Dresden-Niedersedlitz
Haltepunkt, Haltestelle
10,738 Dresden-Dobritz
Bahnhof, Station
12,399 Dresden-Reick
Haltepunkt, Haltestelle
14,612 Dresden-Strehlen
Bahnhof, Station
17,055 Dresden Hbf (Verbindung zu Fernbahngleisen)
   
nach Werdau Bogendreieck
Haltepunkt, Haltestelle
18,266 Dresden Freiberger Straße
Bahnhof, Station
19,262 Dresden Mitte
   
Marienbrücke (430 m, Elbe)
Bahnhof, Station
20,891 Dresden-Neustadt (Verbindung zu Fernbahngleisen)
   
nach Görlitz
Haltepunkt, Haltestelle
21,734 Dresden Bischofsplatz
Haltepunkt, Haltestelle
23,622 Dresden-Pieschen
Haltepunkt, Haltestelle
25,359 Dresden-Trachau
Straßenbrücke
Bundesautobahn 4
Bahnhof, Station
27,268 Radebeul Ost (Verbindung zu Fernbahngleisen)
Haltepunkt, Haltestelle
29,055 Radebeul-Weintraube
Haltepunkt, Haltestelle
31,043 Radebeul-Kötzschenbroda
   
Fernbahngleise von Dresden
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
31,847 Abzw Radebeul Nord
Haltepunkt, Haltestelle
32,167 Radebeul-Zitzschewig
Planfreie Kreuzung – unten
Berlin–Dresden-Friedrichstadt
   
von Dresden-Neustadt und von Radebeul-Naundorf
Bahnhof, Station
35,074 Coswig (b Dresden)
   
nach Borsdorf (Sachs)
Strecke – geradeaus
nach Leipzig Hbf

Die Bahnstrecke Pirna–Coswig ist eine zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn in Sachsen, die vorwiegend der S-Bahn Dresden dient. Sie verläuft auf gleichem Bahnkörper parallel zu den bestehenden Hauptbahnen Děčín–Dresden und Dresden–Leipzig. Der Abschnitt zwischen Pirna und Dresden-Neustadt ist seit 2004 in Betrieb, das Gesamtprojekt wurde im März 2016 mit der Fertigstellung der verbliebenen Strecke Dresden-Neustadt–Coswig abgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

VorgeschichteBearbeiten

Pirna–Dresden

 
S-Bahn bei Dresden-Dobritz im Jahr 1991. Das gleislose und überwachsene Planum rechts daneben trug bis 1946 die Fernbahngleise.

Bereits 1895 wurden im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Dresdner Bahnanlagen erste Pläne für einen viergleisigen Ausbau der Strecke Bodenbach–Dresden zwischen Pirna und Dresden ausgearbeitet. Realisiert wurde das Vorhaben – unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg – von 1901 bis 1934. Fortan bestand zwischen Pirna und Dresden-Neustadt eine betriebliche Trennung zwischen Fern- und Vorortverkehr.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 1946 drei der vier Gleise als Reparationsleistung für die Sowjetunion demontiert. Erst 1950 war wieder ein zweigleisiger Verkehr zwischen Pirna und Dresden möglich. Genutzt wurden für den Gesamtverkehr jetzt die ehemaligen Vorortgleise.

Mit der Einrichtung eines S-Bahn-Netzes in Dresden ab 1973 wurden auch die Planungen für einen Wiederaufbau der Fernbahngleise forciert. Zwischen 1979 und 1982 wurde das Planum für den Wiederaufbau des dritten und vierten Gleises hergerichtet, was auch den Neubau zahlreicher Brücken einschloss. Wegen zunehmender Gleisschäden durch alkaligeschädigte Schwellen im Netz der Deutschen Reichsbahn wurde das Projekt in den 1980er Jahren angesichts fehlender Baukapazitäten zurückgestellt.

Dresden–Coswig

Der Rückbau des viergleisigen Abschnitts bis 1946 auf ein Gleis stellte ein Problem für den Bahnverkehr zwischen Leipzig und Dresden dar, den hinter Ost-Berlin größten beiden Städten der SBZ. Von Coswig (b Dresden) bis Borsdorf im Leipziger Land wurde unter Einbeziehung der über Meißen führenden zweiten Strecke zwischen diesen Städten Richtungsverkehr auf den beiden eingleisigen Hauptbahnen eingerichtet. Nach dem Wiederaufbau des zweiten Streckengleises der Leipzig-Dresdner-Bahn bis 1967 und der Elektrifizierung bis 1970 endete der Ringverkehr 1971. Der auf beiden Strecken gelegene Abschnitt Dresden–Meißen wurde 1973 in das Dresdner S-Bahn-Netz integriert, wobei das zweite Gleis zwischen Coswig und Meißen erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 1981 betriebsfertig war.

Neubau der S-Bahn-StreckeBearbeiten

 
Typische Ausstattung eines S-Bahn-Haltepunktes (Dresden Freiberger Str.)

Nach der politischen Wende in der DDR kam es zu einer Überarbeitung des Projektes. Von einem bloßen Wiederaufbau der fehlenden Gleise wurde nun abgesehen. Vorgesehen war eine betrieblich eigenständige S-Bahn-Strecke, die nur noch an wenigen Stellen Verbindungen zum Fernbahnnetz haben sollte.

Am 5. Dezember 1995 beschloss die sächsische Staatsregierung, dass der Freistaat Sachsen den Ausbau der Dresdner S-Bahn-Infrastruktur maßgeblich finanziell unterstützen wird. Am 1. Oktober 1996 begann mit dem Ersten Spatenstich der Neubau der S-Bahn-Strecke zwischen Pirna und Dresden-Neustadt. Seit dem 15. Juli 2001 ist der Abschnitt zwischen Pirna und Dresden-Dobritz fertiggestellt, im Dezember 2004 der Abschnitt bis Dresden-Neustadt.

Alle Haltepunkte bekamen eine einheitliche Nutzlänge von 140 Metern, was die möglichen Zuglängen auf fünf Doppelstockwagen begrenzt. Die Bahnsteighöhe wurde mit 55 Zentimetern über Schienenoberkante so bemessen, dass beim Einsatz von Doppelstockwagen mit Tiefeinstieg bzw. Desiro-Triebwagen der DB-Baureihe 642 ein niveaugleicher Einstieg gegeben ist. Alle Haltepunkte sind mit Aufzügen behindertengerecht ausgestattet.

 
Fertiggestellte Anlagen im Bahnhof Radebeul Ost, links die S-Bahn-Gleise mit Mittelbahnsteig, rechts die Fernbahngleise (Dezember 2013)
 
Haltepunkt Dresden-Pieschen während der Bauarbeiten: Das alte Personenzuggleis Dresden-Neustadt–Coswig ist noch in Betrieb, die Fernbahngleise befinden sich im Aufbau (Juni 2013).

Im Jahr 2010 begann der Neu- und Ausbau der S-Bahn-Gleise im Abschnitt Dresden-Neustadt–Coswig. Ursprünglich lagen dort die Fernbahngleise zwischen den außenliegenden Vorortzuggleisen. Nach dem Umbau verlaufen die S-Bahn-Gleise nunmehr auch hier parallel zur Fernbahnstrecke auf deren östlicher Seite.

Zunächst entstanden von Radebeul West ausgehend die Fernbahngleise auf der Westseite des Bahnkörpers neu, was Ende 2013 abgeschlossen wurde. Der Neubau der parallelen S-Bahn-Trasse auf der Ostseite begann ebenfalls von Coswig ausgehend. Bis Ende 2013 wurde der Abschnitt Radebeul Ost–Coswig fertiggestellt und in Betrieb genommen. Dabei bekam der bisherige, nun zum Haltepunkt abgestufte Bahnhof Radebeul West den früheren Namen Radebeul-Kötzschenbroda zurück.

Die Inbetriebnahme des restlichen Abschnittes Dresden-Neustadt–Radebeul Ost der S-Bahn-Strecke war zunächst bis zum Jahr 2014 vorgesehen. Die endgültige Fertigstellung des Projektes und die damit verbundene Freigabe des Abschnitts von Dresden-Neustadt bis Radebeul Ost geschah am 20. März 2016.

Nach 100 Tagen Betrieb zog der Verkehrsverbund Oberelbe im Juni 2016 eine positive Bilanz. Am neu gebauten Haltepunkt Dresden-Bischofsplatz werden täglich 1500 Reisende gezählt.[3]

ZugverkehrBearbeiten

Heute wird die Strecke fast ausschließlich von den Dresdner S-Bahn-Linien S1 und S2 genutzt. In den Hauptverkehrszeiten besteht durch die Taktverschiebung beider Linien ein ungefährer 15-Minuten-Takt zwischen Pirna und Dresden-Neustadt. Bestellt und finanziert werden diese Leistungen vom Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe.

Folgende Tabelle zeigt die Verkehrslinien des Nahverkehrs, die ganz oder teilweise die fertiggestellte S-Bahn-Strecke zwischen Pirna und Coswig nutzen (Stand: Fahrplanjahr 2017):

Linie Strecke EVU Takt (min) Bemerkung
S 1 Schöna – Meißen-Triebischtal DB Regio Südost 30
10/20 (HVZ)
S 2 Pirna – Dresden Flughafen DB Regio Südost 30
RE19 Kurort Altenberg (Erzgeb) – Dresden Hbf Städtebahn Sachsen Wintersportverkehr; nur saisonal
RE20 Litoměřice město – Dresden Hbf DB Regio Südost Ausflugsverkehr; nur saisonal
RE50 Dresden Hbf – Leipzig Hbf DB Regio Südost 60 Mitnutzung der S-Bahn-Gleise von Dresden-Neustadt bis Coswig (b Dresden), hält nur in Radebeul Ost

Bei Bauarbeiten oder Störungen werden gelegentlich vor allem nachts Güterzüge zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und Pirna auf der Strecke geführt.

In der Hauptverkehrszeit wird ab 3. April 2017 ein dichterer Takt der S-Bahn zwischen Dresden Hbf und Meißen-Triebischtal realisiert. Statt des derzeitigen 30-Minuten-Taktes sollen die Züge zwischen 5:00 und 8:30 sowie von 14:00 bis 19:00 Uhr alle 15 Minuten fahren. Die DB Regio AG und der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe unterzeichneten am 19. Dezember 2016 den neuen Verkehrsvertrag.[4][5] Bedingt durch die dichte Streckenbelegung zwischen Dresden Hbf und Dresden-Neustadt sowie im Bahnhof Coswig (b Dresden) kann allerdings kein sauberer 15-Minuten-Takt realisiert werden. Der Halt der RE-Linie 50 in Radebeul Ost bleibt im Gegensatz zu den ursprünglichen Planungen zunächst erhalten.[6]

StreckenbeschreibungBearbeiten

VerlaufBearbeiten

Die vorwiegend von der S-Bahn genutzte Strecke Pirna–Coswig bindet im südlichen Bahnhofskopf von Pirna elbseitig aus der Bahnstrecke Děčín–Dresden-Neustadt aus und verläuft fortan parallel zu ihr auf demselben insgesamt viergleisigen Bahnkörper. Der Dresdner Hauptbahnhof wird in seiner Nordhalle durchquert. Zwischen den Verkehrsstationen Dresden-Mitte und Dresden-Neustadt wird die Elbe auf der insgesamt fünfgleisigen Marienbrücke überquert. Im nördlichen Bahnhofskopf von Dresden-Neustadt wird die Bahnstrecke Görlitz–Dresden unterquert. Die Weichenverbindungen sind dabei so angeordnet, dass eine stadteinwärtige S2 und eine stadtauswärtige S1 niveaufrei kreuzen können. Ab Dresden-Neustadt verläuft die Strecke Pirna–Coswig parallel zur ebenfalls zweigleisigen Bahnstrecke Leipzig–Dresden auf deren elbabgewandter Seite. Am Abzweig Radebeul Nord wird die Bahnstrecke Leipzig–Dresden auf ein Gleis reduziert, zwischen dieser und der S-Bahn-Strecke wird eine zweigleisige Verbindungskurve zur Bahnstrecke Berlin–Dresden ausgebunden, welche nach dem Haltepunkt Radebeul-Zitzschewig unterquert wird. Die hier eingleisige Bahnstrecke Leipzig–Dresden wird danach wieder an die Bahnstrecke Pirna–Coswig herangeführt, sodass auf einem insgesamt dreigleisigen Bahndamm der Bahnhof Coswig erreicht wird. Die Gleise der Strecke Pirna–Coswig passieren im Bahnhof Coswig den Bahnsteig 1/2 und münden im nördlichen Bahnhofskopf in die Bahnstrecke Leipzig–Dresden ein.

Alle Zugangsstellen der Strecke sind als Inselbahnsteig ausgeführt und barrierefrei erreichbar. Im Haltepunkt Radebeul-Zitzschewig wird dies mit einer langen Rampe von der Coswiger Straße her realisiert, in allen anderen Stationen mit Aufzügen.

BetriebsstellenBearbeiten

 
Bahnhof Pirna. Die S-Bahn-Gleise zweigen nach rechts aus der Hauptbahn Děčín–Dresden-Neustadt ab. (2009)

Pirna

Ein erster Bahnhof in Pirna bestand seit 1848, als das erste Teilstück der Dresden-Bodenbacher Eisenbahn von Dresden aus fertiggestellt war. Die heutige Bahnhofsanlage wurde 1875 im Zusammenhang mit dem Bau der Bahnstrecke Kamenz–Pirna errichtet. In Pirna besteht Anschluss an Züge nach Neustadt (Sachsen) und Sebnitz.

Heidenau-Großsedlitz

Der Haltepunkt Heidenau-Großsedlitz hat nur eine geringe Bedeutung für den Reiseverkehr. Touristisch bedeutsam ist der nahe gelegene Barockgarten Großsedlitz.

Heidenau Süd

Der Haltepunkt Heidenau Süd ist ein zentraler Haltepunkt in der Stadt Heidenau, der recht stark frequentiert wird. Das Empfangsgebäude steht heute leer und verfällt.

Heidenau

Der Bahnhof Heidenau ist Anschlussbahnhof für die in Richtung Altenberg verkehrenden Züge der Müglitztalbahn. Für in Heidenau endende S-Bahnen der Linie S2 bestehen zwei separate Stumpfgleise.

Dresden-Zschachwitz

Der Haltepunkt Dresden-Zschachwitz wurde 1946 provisorisch für den Berufsverkehr eingerichtet. Beim Ausbau der Trasse erhielt er den heutigen Mittelbahnsteig mit behindertengerechtem Zugang.

Dresden-Niedersedlitz

Der Haltepunkt Dresden-Niedersedlitz wurde am 1. Dezember 1877 als Haltestelle Niedersedlitz eröffnet. Seit dem 1. November 1950, vier Monate nach der Eingemeindung des Dresdner Vorortes Niedersedlitz, heißt er Dresden-Niedersedlitz. Der Haltepunkt Dresden-Niedersedlitz gehört zu den meistfrequentierten im Osten von Dresden. Günstige Umsteigemöglichkeiten bestehen zur Dresdner Straßenbahn-Linie 6 und zu den Buslinien 65, 88 und 89.

Dresden-Dobritz

Der Haltepunkt Dresden-Dobritz wurde am 1. Juli 1971 provisorisch eingerichtet, um für das geplante Neubaugebiet Prohlis einen S-Bahn-Anschluss zu schaffen. Beim Ausbau der Trasse nach 2000 wurde er um etwa 100 Meter stadtauswärts verlegt. Dabei erhielt er den heute vorhandenen Mittelbahnsteig mit behindertengerechtem Zugang. Damit bestehen günstige Umsteigemöglichkeiten zur Dresdner Straßenbahn und zu verschiedenen Buslinien.

Dresden-Reick

Der Bahnhof Dresden-Reick wurde beim Streckenausbau von seinem ursprünglichen Standort um 200 Meter stadteinwärts verlegt. Das historische Empfangsgebäude von 1907 wird heute als Wohnhaus benutzt. Unmittelbar am Bahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Stadtbuslinien 64, 65 und 87. Seit der Einrichtung des Panometers Dresden in einem ehemaligen Gasometer hat der Bahnhof auch eine touristische Bedeutung.

Dresden-Strehlen

Der Haltepunkt Dresden-Strehlen besteht seit 1902. Er ist der einzige S-Bahn-Haltepunkt, dessen historische Bausubstanz beim Streckenausbau nach 2000 erhalten blieb. In den bestehenden Bahnsteigzugang wurde ein Aufzug eingebaut. Das denkmalgeschützte historische Empfangsgebäude wird nicht mehr für den Bahnbetrieb genutzt und steht heute leer. Den Haltepunkt bedienen mehrere Buslinien der Dresdner Verkehrsbetriebe. Eine Straßenbahnanbindung des Haltepunkts ist im Rahmen des Projektes Stadtbahn 2020 vorgesehen.[7]

 
Züge der Linie S1 in Dresden Hbf (2011)

Dresden Hbf

Im Dresdner Hauptbahnhof werden die Gleise 18 und 19 von der S-Bahn genutzt. Mehrere Gleisverbindungen schaffen hier eine Verknüpfung mit dem Fernbahnnetz. Im östlichen Teil existiert ein mittig zwischen den Gleisen gelegenes Abstellgleis, welches von den am Hauptbahnhof endenden Verstärkerfahrten im Berufsverkehr als Wendegleis genutzt wird. Die sonntags endenden Fahrten der Linie S2 wenden allerdings am Bahnsteig.

Dresden Freiberger Straße

Der Haltepunkt Dresden Freiberger Straße wurde zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 in Betrieb genommen. Er liegt an der Freiberger Straße und erfüllt für das Einkaufs- und Bürozentrum World Trade Center Dresden eine Zubringerfunktion und bietet Anschluss an das Dresdner Straßenbahnnetz.

Dresden Mitte

 
Regional-Express RE 50 nach Leipzig in Dresden Mitte (2005)

Im Bahnhofsteil Dresden Mitte dienen seit dem Umbau die Gleise 1 und 2 dem S-Bahnverkehr. Gleisverbindungen zu den Fernbahngleisen bestehen in Dresden Mitte nicht mehr, jedoch kann zwischen den beiden S-Bahn-Gleisen gewechselt werden. Unmittelbar am Bahnhof wurde eine Umsteigemöglichkeit zur Dresdner Straßenbahn eingerichtet.

Dresden-Neustadt

Die Bahnstrecke führt im Bahnhofsteil Dresden-Neustadt an den Bahnsteigen 1 und 2 vorbei. Seit dem Umbau der Gleisanlagen stehen sowohl im nördlichen als auch im südlichen Bahnhofskopf jeweils ein mittig zwischen den Gleisen gelegenes Wende- und Abstellgleis zur Verfügung.

Dresden Bischofsplatz

 
Haltepunkt Dresden Bischofsplatz (2016)

Der Haltepunkt Dresden Bischofsplatz wurde am 20. März 2016 eingeweiht. Er ist somit die jüngste Station der Bahnstrecke.

Dresden-Pieschen

Der Haltepunkt Dresden-Pieschen wurde am 1. Mai 1902 eröffnet.

Dresden-Trachau

Der Haltepunkt Dresden-Trachau wurde am 1. Mai 1902 eröffnet. Das denkmalgeschützte, ehemalige Empfangsgebäude ist am Standort noch erhalten.[8]

Radebeul Ost

Radebeul-Weintraube

Radebeul-Kötzschenbroda

Radebeul-Zitzschewig

Coswig (b Dresden)

LiteraturBearbeiten

  • Peter Hilbert et al.: Flügelrad und Elbsandstein: 150 Jahre erste sächsisch-böhmische Eisenbahnverbindung Bodenbach-Dresden. Pirnaer Redaktions- und Verlagsgesellschaft, Pirna 2001, ISBN 3-9808416-1-8.
  • Johannes Raddatz: Eisenbahn in der Sächsischen Schweiz: Die Linie Bodenbach – Dresden, ihre Nebenstrecke und das Industriestammgleis Dresden-Reick – Pirna. Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2010, ISBN 978-3-937496-06-1.
  • Johannes Raddatz: Eisenbahn in der Sächsischen Schweiz: Der viergleisige Wiederaufbau Pirna – Dresden Hbf und der S-Bahn-Neubau Pirna – Dresden Flughafen/Coswig. Umgestaltung und Neubau Dresdner Bahnanlagen. Der Einsatz neuer Triebfahrzeuge und Wagen. Typische Verkehrsmittel der Sächsischen Residenz- und Landeshauptstadt Dresden und einige ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2013, ISBN 978-3-941712-24-9.

WeblinksBearbeiten

  • Streckenverlauf sowie einige Signale und zulässige Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DB Netze – Infrastrukturregister
  2. Daten auf www.sachsenschiene.net
  3. S-Bahn-Station Dresden Bischofsplatz wird rege genutzt. (PDF, 57 KB) Verkehrsverbund Oberelbe, 28. Juni 2016, abgerufen am 12. März 2017 (Pressemitteilung).
  4. Dichterer S-Bahn-Takt nach Meißen auf der Zielgeraden. (PDF, 63 KB) Verkehrsverbund Oberelbe, 10. November 2016, abgerufen am 11. November 2016 (Pressemitteilung).
  5. Ab 3. April: Mehr S-Bahn von Dresden nach Meißen. (PDF, 73 KB) Verkehrsverbund Oberelbe, 19. Dezember 2016, abgerufen am 12. März 2017 (Pressemitteilung).
  6. Fahrplan für neue S-Bahn nach Meißen steht: Regionalexpress RE 50 hält vorerst weiter in Radebeul Ost. (PDF, 75 KB) Verkehrsverbund Oberelbe, 3. März 2017, abgerufen am 12. März 2017 (Pressemitteilung).
  7. Projekt 1: Löbtau – Südvorstadt – Strehlen. Stadtbahn Dresden 2020. In: dvb.de. Dresdner Verkehrsbetriebe, abgerufen am 12. März 2017.
  8. Der Haltepunkt Dresden-Trachau auf www.sachsenschiene.net