Bahnstrecke Luxemburg–Wasserbillig

Bahnstrecke in Luxemburg
Luxemburg–Wasserbillig
Strecke der Bahnstrecke Luxemburg–Wasserbillig
Kursbuchstrecke (DB):693
Kursbuchstrecke:30 (CFL)
Streckenlänge:37,4 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:25 kV 50 Hz ~
Maximale Neigung: 15 
Minimaler Radius:350 m
Höchstgeschwindigkeit:Luxemburg–Oetrange: 120 km/h
Oetrange–Wasserbillig: 100 km/h
Wasserbillig–Grenze: 80 km/h
Zweigleisigkeit:Luxemburg–Stadtgrund
Oetrange–Wasserbillig
Strecke – geradeaus
Strecke von Namur, Strecke von Metz
Bahnhof, Station
0,00 Luxemburg
Tunnel
   
Viadukt Pulvermühle
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
Stadtgrund (Abzweigstelle)
   
Strecke nach Spa
Haltepunkt, Haltestelle
2,90 Cents-Hamm
Haltepunkt, Haltestelle
6,55 Sandweiler-Contern
   
Strecke von Berchem
Bahnhof, Station
11,97 Oetrange
Haltepunkt, Haltestelle
15,40 Munsbach
Bahnhof, Station
20,28 Roodt/Syre
   
Syr
   
Syr
Haltepunkt, Haltestelle
24,70 Betzdorf
Bahnhof, Station
27,68 Wecker
   
Syr
   
Syr
Haltepunkt, Haltestelle
30,60 Manternach
Tunnel
Manternacher Tunnel (210 m)
   
Syr
   
Syr
Bahnhof, Station
34,95 Mertert
   
Strecke vom Moselhafen Mertert
Bahnhof, Station
36,89 Wasserbillig
   
ehem. Strecke nach Ettelbrück
   
37,44 Sauer, Grenze Luxemburg/Deutschland
Strecke – geradeaus
Weststrecke nach Trier

Die Bahnstrecke Luxemburg–Wasserbillig, manchmal auch Mosel-Syretal-Strecke[1] genannt, ist eine 37,4 Kilometer lange Eisenbahnstrecke im Großherzogtum Luxemburg zwischen der Hauptstadt Luxemburg und der Grenze zu Deutschland bei Wasserbillig. Sie wird betrieben durch die Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (kurz CFL, deutsch: Nationale Gesellschaft der Luxemburgischen Eisenbahnen).

GeschichteBearbeiten

 
Serie 4000 der CFL an der System­wechsel­stelle vor Wasserbillig

Die Strecke wurde am 20. August 1861[2] durch die Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahngesellschaft eröffnet.

Um 1900 wurde die Strecke auf dem Abschnitt Oetrange–Wasserbillig–Grenze zweigleisig ausgebaut. Der zweigleisige Ausbau des Teilstücks Luxemburg–Oetrange unterblieb vorerst, stattdessen sollte die Bahnstrecke Berchem–Oetrange als Umgehungsbahn für den Luxemburger Bahnhof angelegt werden. Da die Bauarbeiten zu der Umgehungsbahn nicht vorankamen, wurde der fehlende Abschnitt Luxemburg–Oetrange am Ende des Ersten Weltkrieges vom Deutschen Reich zweigleisig ausgebaut.

Zwischen 1956 und 1959 wurde die Strecke mit der in Luxemburg üblichen Spannung von 25 kV 50 Hz elektrifiziert.

Zum Fahrplanwechsel 2014/2015 im Dezember 2014 wurde der Fernverkehr durch die Deutschen Bahn (DB) von Koblenz über Trier und Wasserbillig nach Luxemburg eingestellt. Zeitgleich wurde eine direkte Regional-Express-Verbindung von Koblenz nach Luxemburg eingerichtet.

Seit dem 10. Dezember 2017 wird ein Regional-Express-Zugpaar der CFL über Koblenz hinaus als Intercity nach Düsseldorf Hauptbahnhof geführt.

StreckenverlaufBearbeiten

Kurz nach dem Verlassen des Luxemburger Bahnhofs überquert die Strecke mithilfe des imposanten Viaduktes Pulvermühle die Alzette. Ab der Abzweigstelle Stadtgrund, an der die Strecke zur belgischen Grenze ausfädelt, führt die Strecke eingleisig in Richtung Oetringen ins Syrtal. Der Bahnhof Oetrange ist neben Luxemburg und Wasserbillig heute der wichtigste Bahnhof der Strecke.

Ab Oetrange folgt die Strecke nunmehr zweigleisig entlang der Syr bis Mertert, danach durchs Moseltal nach Bahnhof Wasserbillig, wo sie die Sauer überquert und schließlich unmittelbar an die Trierer Weststrecke anknüpft.

2014 wurde die Strecke zwischen Wasserbillig und Igel zweigleisig ausgebaut und zum 14. Dezember 2014 in Betrieb genommen.

BetriebBearbeiten

 
Triebzug der Serie 2300 der CFL

Auf der Strecke fahren im Stundentakt Regionalexpresszüge der Linie 11 von Luxemburg über Trier Hbf nach Koblenz Hbf sowie RB-Züge der CFL von Wasserbillig nach Luxemburg. Die Züge von und nach Deutschland werden von der DB Regio und den luxemburgischen Staatsbahnen (CFL) betrieben, die innerluxemburgischen Züge nur von der CFL.

Zum Fahrplanwechsel 2014/2015 im Dezember 2014 hat der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord zur Verbesserung des Anschlusses des Luxemburger Bahnnetzes an die deutsche Moselstrecke eine durchgängige stündliche Regionalzugverbindung von Luxemburg nach Koblenz und zurück eingeführt.[3] In Trier wird der aus Koblenz kommende Regional-Express „geflügelt“: ein Teil zur Weiterfahrt nach Luxemburg, der andere über Saarbrücken nach Mannheim. Da der geplante Schienenanschluss von Luxemburg-Stadt zum Flughafen Findel und zum Kirchberg gestoppt worden ist, wird derzeit erwogen, die Züge über den Bahnhof Luxemburg bis nach Pfaffenthal hinaus zu führen, um von dort aus das Kirchberg-Plateau zu bedienen.

LiteraturBearbeiten

  • Ed Federmeyer: Eisenbahnen in Luxemburg, Band 1. Wolfgang Herdam Fotoverlag, Gernrode/Harz 2007

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verbindung nach Luxemburg – Die Mosel-Syretal-Strecke. (Nicht mehr online verfügbar.) In: dampfspektakel.info. Februar 2002, archiviert vom Original am 22. Juni 2012; abgerufen am 18. August 2018.
  2. Ed Federmeyer: Eisenbahnen in Luxemburg – Band 1, S. 262.
  3. Marcus Stölb: „Geflügelt“ nach Luxemburg. Lëtzebuerger Journal, 25. Juni 2010, S. 5.