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August von Gerlach

deutscher Gutsbesitzer, königlich preußischer Landrat und Politiker, MdR

August Friedrich Bernhard von Gerlach-Parsow (* 28. August 1830 auf Gut Parsow, Kreis Fürstenthum; † 20. September 1906 ebenda) war Gutsbesitzer, königlich preußischer Landrat und Politiker.

Inhaltsverzeichnis

FamilieBearbeiten

Er entstammte einem Adelsgeschlecht aus dem niederschlesischen Breslau (14. Jahrhundert), später aus Nienburg (Saale) im Landkreis Bernburg (17. Jahrhundert), und war der Sohn des Gutsbesitzers Karl Heinrich von Gerlach (1783–1860), Fideikommissherr auf Parsow und Schwemmin und Gutsherr auf Dornow sowie preußischer Landrat des Kreises Fürstenthum, und der Charlotte von Beyme (1792–1870), Gutsherrin auf den Gütern Trienke, Drosedow, Steglitz, Dahlem, Schmargendorf und Ruhleben.

Gerlach heiratete am 22. Februar 1861 auf Gut Groß-Dubberow Asta von Kleist (* 6. Juli 1840 auf Gut Groß-Dubberow; † 14. April 1933 auf Gut Parsow).[1] Das Paar hatte mehrere Töchter:

  • Asta (* 16. April 1863; † 9. Mai 1948) ⚭ Freiherr Carl von Pachelbel-Gehag-Ascheraden (* 15. Juni 1859; † 31. Januar 1942)[2]
  • Luise (* 7. August 1866) ⚭ 1891 Karl Ernst Manfred von Richthofen (* 24. Mai 1855; † 28. November 1939)
  • Hertha (* 23. Februar 1871) ⚭ Adolf Friedrich von der Schulenburg (* 3. Juli 1855; † 13. September 1925), Sohn von Werner von der Schulenburg

LebenBearbeiten

Gerlach war wie sein Vater Fideikommissherr auf den beiden Gütern Parsow und Schwemmin und Gutsherr auf Trienke und Drosedow.

Er war von 1857 bis 1872 Landrat des Kreises Fürstenthum, nach dessen Auflösung 1872 Landrat des neugebildeten Kreises Köslin bis 1891.

In den Jahren 1866 bis 1870 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses,[3] 1871 bis 1887 und 1890 bis 1895 Mitglied des Reichstags als Abgeordneter für die Konservative Partei bzw. Deutschkonservative Partei (so genannt ab 1876) sowie von 1889 bis 1906 Mitglied des Preußischen Herrenhauses.

Orden und EhrenzeichenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. A. Kypke: Geschichte des Geschlechts von Kleist. Dritter Theil. Zweite Abtheilung, enthaltend die Biographien der Tychow-Dubberower Linie. Trowitzsch und Sohn, Berlin 1882, S. 97 (Digitalisat)
  2. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1911, S.662
  3. Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 142 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3); zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 260–262.