Asaf (hebräisch אָסָף, auch: Asaph) ist der Name mehrerer biblischer Personen. Dieser Artikel behandelt den Musiker.[1] Ihm werden, jeweils in den Psalmenüberschriften, Psalm 50 und die Psalmen 73–83 zugeschrieben und daher als Asaphpsalmen bezeichnet. Im 1. und 2. Buch der Chronik wird seine Genealogie bis auf Levi zurückgeführt. Er wird dort als levitischer Sänger gemeinsam mit David erwähnt (1 Chr 16,7 EU) und als Musiker und „Seher“ (2 Chr 29,30 EU) beschrieben. Die Söhne Asafs (2 Chr 20,14 EU), (Esra 2,41 EU) waren entweder seine Nachkommen oder seine Schüler, „prophetische Männer, die auf Harfen, Psaltern und Zimbeln spielen“ ((1 Chr 25,1 EU)).

Asaf mit Triangel auf der Orgelempore der Stiftskirche St. Georg in Goslar-Grauhof; gegenüber David mit der Harfe (1730)
Paul-Gerhardt-Porträt in Lübben

Im übertragenen Sinn gilt Asaf als Urbild des christlichen Sängers und Kirchenlieddichters, so etwa auf dem Porträtgemälde Paul Gerhardts in der nach ihm benannten Kirche in Lübben:

Lateinische Bildinschrift von J. Wernsdorff[2]

Deutsche Nachdichtung von Propst Straube[2]

Sculpta quidem Pauli, viva est at imago Gerhardi,
Cujus in ore fides, spes, amor usque fuit.
Hic docuit nostris Assaph redivivus in oris,
Et cecinit laudes, Christe benigne, tuas.
Spiritus aetheriis veniet tibi sedibus hospes,
Haec ubi saepe canes carmina sacra Deo.[3]

Wie lebend siehst du hier Paul Gerhardts theures Bild,
der ganz von Glaube, Lieb’ und Hoffnung war erfüllt.
In Tönen voller Kraft, gleich Assaphs Harfenklängen,
Erhob er Christi Lob in himmlischen Gesängen.
Sing seine Lieder oft, o Christ, in seelger Lust,
So dringet Gottes Geist durch sie in deine Brust.

WeblinksBearbeiten

Commons: Asaf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beat Weber: Asaf / Asafiten / Asafpsalmen. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff., abgerufen am 29. November 2018.
  2. a b Otto Schulz (Hrsg.): Paul Gerhardts Geistliche Andachten in hundert und zwanzig Liedern. Berlin 1842, S. LXXIX
  3. „Zwar nur gemalt, ist es doch ein lebendiges Bild Paul Gerhardts, dem Glaube, Hoffnung, Liebe stets vor Augen stand. Er lehrte, ein wiedererstandener Asaf, in unseren Landen und sang, gütiger Christus, dein Lob. Von den himmlischen Sitzen wird dir, Gast, der Geist kommen, sooft du diese heiligen Gesänge singen wirst für Gott.“