Asa (König)

König von Juda

Asa war der dritte König von Juda und regierte 41 Jahre von 913 bis 873 v. Chr.

Die Könige Joschafat und Asa, Skulptur von Boaz Vaadia (Tel Aviv, Gan haAtzma'ut)[1]

EtymologieBearbeiten

Der hebräische Personenname אָסָא ’āsā’ „Asa“ ist mutmaßlich die Kurzform eines Verbalsatznamens, dessen Subjekt (und zugleich theophores Element) entfallen ist. Das Prädikat ist von der Verbwurzel אסי ’sj, deutsch ‚heilen‘ ableitbar. Der Name lässt sich daher als „(Gott) hat geheilt“ übersetzen. Eine Vollform des Namens ist nicht bekannt.[2] Die Septuaginta gibt den Namen als Ασα Asa wieder, die Vulgata als Asa.

Biblische ErzählungBearbeiten

 
Bleiglasfenster mit der Darstellung der Wurzel Jesse in der Kirche Saint-Martin in Herblay, König Asa

Asa gehörte zum Stamm Juda, sein Vater war Abija, König von Juda (der drei Jahre regierte), sein Großvater Rehabeam, König von Juda. Seine Regierungszeit wird mit 41 Jahren beziffert. Maacha wird als seine Mutter genannt. Damit ist der Titel der Königinmutter gemeint, biologisch ist Maacha nämlich Asas Großmutter. Asa wird positiv bewertet, er entfernte die Altäre des Baal und andere Götzenbilder, setzte auch seine Großmutter als Königinmutter ab, da diese der Aschera ein Kultbild errichtet hatte (1 Kön 15,13 EU). Das Kultbild verbrannte er im Kidrontal. Die Kulthöhen blieben hingegen erhalten. Er war Spender von Weihegaben an den Tempel (1 Kön 15,15 EU). Asa befand sich andauernd im Krieg mit Bascha, dem König Israels. Um eine Bedrohung durch Bascha abzuwehren, der gegen Juda in den Krieg zog und dafür die Stadt Rama befestigte, schickte er die Schätze des Tempels und des Palastes zu Ben-Hadad, dem König von Aram nach Damaskus, damit dieser sein Bündnis mit Israel löse und mit ihm gegen Israel in den Krieg ziehe. Ben-Hadad willigte ein und ließ in Israel die Städte Ijon, Dan, Abel-Bet-Maacha und die Regionen Kinneret und Naftali verwüsten (1 Kön 15,20 EU). Daraufhin gab Bascha die Befestigung Ramas auf, Asa entfernte die Befestigung und verwendete sie für den Ausbau von Geba in Benjamin und Mizpa (1 Kön 15,22 EU). Im Alter litt Asa unter einer Fußkrankheit (1 Kön 15,23 EU), er starb eines natürlichen Todes und wurde in der Davidsstadt begraben (1 Kön 15,24 EU). Nach seinem Tod regierte sein Sohn Joschafat als König von Juda.

 
Asa zerstört die Mazzeben, aus Petrus Comestors Bible Historiale, 1372

2 Chr 16 EU berichtet darüber hinaus von dem Seher Hanani, der Asa vorwarf, dieser würde sich auf Aram mehr verlassen als auf JHWH. Daraufhin ließ Asa ihn ins Gefängnis sperren.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Asa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aviva und Shmuel Bar'am: From Elijah & Moses to the Gate of Faith, sculptures echo Israel’s Biblical past. In: The Times of Israel, 4. April 2020.
  2. Hans Rechenmacher: Althebräische Personennamen, Münster 2012, S. 148.
VorgängerAmtNachfolger
AbijaKönig von Juda
913–873 v. Chr.
Joschafat