Anton Grot

US-amerikanischer Szenenbildner und Art Director polnischer Abstammung

Anton Grot (* 18. Januar 1884 in Kelbasin, Polen als Antoni Franciszek Groszewski; † 21. März 1974 in Stanton, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Art Director und Szenenbildner polnischer Abstammung, der fünfmal für den Oscar in der Kategorie bestes Szenenbild nominiert war und 1941 einen Ehren-Oscar, den Technical Achievement Award, erhielt.

LebenBearbeiten

Nach seiner Auswanderung in die Vereinigten Staaten begann er eine Karriere als Szenenbildner und Art Director in der Filmindustrie und gab sein Debüt 1916 in dem Stummfilm The Light at Dusk. Im Laufe seiner fast 35-jährigen Laufbahn war er an der Entstehung von über 110 Filmen beteiligt. Ihm gelang es auch Carl Jules Weyl zur Arbeit als Filmarchitekt in Hollywood zu gewinnen.

Für seine Szenenbilder und Ausstattungen war er fünfmal für einen Oscar nominiert, und zwar bei der Oscarverleihung 1931 für Svengali (1931) von Archie Mayo, 1937 für Ein rastloses Leben (1936) von Mervyn LeRoy, 1938 für Das Leben des Emile Zola (1937) von William Dieterle, 1940 für Günstling einer Königin (1939) von Michael Curtiz sowie Oscarverleihung 1941 für den Schwarzweißfilm Der Herr der sieben Meere von Michael Curtiz.

Für seine besondere Verdienste wurde ihm bei der Oscarverleihung 1941 mit dem Technical Achievement Award ein Ehrenoscar verliehen. Gewürdigt wurden dabei sein Entwurf und die Verbesserung der Illusionsmaschine für Wogen und Wellen im Filmstudio von Warner Bros.

Zu den weiteren Filmen, in denen Grot als Szenenbildner oder Art Director mitgewirkt hatte gehören: Der Wolgaschiffer (1926), Die neue Heimat (1928), Der kleine Cäsar (1931), Der Mann mit dem Beil (1932), Der geheimnisvolle Dr. X (1932), 20.000 Jahre in Sing Sing (1932), Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts (1933), Goldgräber von 1933 (1933), Baby Face (1933), Die Goldgräber von 1935 (1935), Ein Sommernachtstraum (1935), Unter Piratenflagge (1935), Ein rastloses Leben (1936), Der Seewolf (1941), Solange ein Herz schlägt (1945), Hemmungslose Liebe (1947) sowie Zaubernächte in Rio (1948).

Seine letzte Mitarbeit in einem Film hatte er 1950 in dem Film noir-Kriminalfilm Gesetzlos von Vincent Sherman.

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