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Anne Helm (Schauspielerin)

US-amerikanische Schauspielerin, 1938 geboren

Leben und WerkBearbeiten

Anne Helm wurde als Tochter des Immobilienmaklers[1] John F. Helm und seiner Frau Isabel in Toronto geboren.[2] Nach eigenen Angaben besuchte sie keine Schule, da ihre Mutter nicht an Schulen glaubte.[3] Im Alter von zwölf Jahren begann sie eine Ballettausbildung am National Ballet Guild of Canada.[1] Als sie vierzehn war, zog die Familie nach New York City,[4] wo sie ihre Ausbildung an der Ballettschule der Metropolitan Opera fortsetzte. Zur Finanzierung begann sie, als Model zu arbeiten. Damit war sie so erfolgreich und verdiente dabei so viel Geld, dass sie das Tanzen vernachlässigte und über das Modeln zur Schauspielerei kam.[1]

1956 hatte sie ihre erste Fernsehrolle in der Phil Silvers Show.[3] Sie trat auch im Theater auf, unter anderem 1958 in den Stücken Cloud 7 und Edwin Booth am Broadway.[1][5] Zu dieser Zeit wurde sie von einem Kritiker die „amerikanische Brigitte Bardot“ genannt.[3] 1960 spielte sie die Eileen Sherwood in der Pilotfolge der Serie My Sister Eileen; in der Serie übernahm allerdings Shirley Bonne diese Rolle. Anne Helm erhielt in den folgenden Jahren Gastrollen in mehreren Serien, darunter Abenteuer unter Wasser, Gnadenlose Stadt, Perry Mason, Tausend Meilen Staub, Die Unbestechlichen, Alfred Hitchcock präsentiert, Rauchende Colts, Am Fuß der blauen Berge, Auf der Flucht, Die Leute von der Shiloh Ranch und Bonanza. Anfang der 1970er Jahre hatte sie eine wiederkehrende Rolle als Krankenschwester Mary Briggs in der Daily Soap General Hospital.[4] Danach hatte sie noch Gastauftritte in Serien wie Die Straßen von San Francisco, Hart aber herzlich, Airwolf oder Unglaubliche Geschichten.

Ihr Kinodebüt gab Anne Helm 1960 in dem Film Begierde im Staub von William F. Claxton. Ein größere Rolle hatte sie 1962 in Bert I. Gordons Film Das Zauberschwert neben Basil Rathbone, Estelle Winwood und Gary Lockwood. Im gleichen Jahr machte sie sich einen Namen, als sie die weibliche Hauptrolle in Ein Sommer in Florida mit Elvis Presley spielte.[4] 1963 sollte sie neben Joan Blondell die Hauptrolle in Die Zwangsjacke spielen. Als sich aber Joan Crawford für Blondells Rolle interessierte, bekam sie sie.[1] Helm freute sich auf die Zusammenarbeit mit Crawford. Crawford sah das aber anders und ließ Helm durch Diane Baker ersetzen. Anne Helm war sehr enttäuscht darüber und verlor jegliche Achtung vor Crawford.[3] Danach hatte sie noch eine Rolle in Henry Levins Film Hotel für Liebespaare und in wenigen eher unbedeutenden Filmen. 1980 beendete sie ihre Filmkarriere in dem Film Die Machtprobe, bei dem James Caan Regie führte und die Hauptrolle spielte.

Nach ihrer Schauspielkarriere schrieb und illustrierte sie unter dem Namen Annie Helm zwei Kinderbücher: 1992 The Sunshine Angel Book for Angel Workers of All Ages und 1993 The Little Angel Workbook for Children of all Ages.

Ihr jüngerer Bruder Peter Helm wurde ebenfalls Schauspieler. Sie war von 1967 bis 1968 mit dem Schriftsteller John Sherlock verheiratet und hat mit ihm einen Sohn. Von 1972 bis 1980 war sie mit dem Schauspieler Robert Viharo verheiratet. Die gemeinsame Tochter Serena Viharo wurde ebenfalls Schauspielerin.[2]

Anne Helm wurde unter anderem von Simone Brahmann, Marianne Lutz, Maria Körber, Kerstin Sanders-Dornseif, Marianne Groß, Ursula Herwig, Viola Sauer, Karyn von Ostholt-Haas, Martina Treger, Marina Krogull, Silvia Mißbach und Juana-Maria von Jascheroff synchronisiert.[6]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

FilmeBearbeiten

  • 1960: Begierde im Staub (Desire in the Dust)
  • 1962: Das Zauberschwert (The Magic Sword)
  • 1962: … immer Punkt 7 (The Couch)
  • 1962: Ein Sommer in Florida (Follow That Dream)
  • 1962: Männer, die das Leben lieben (The Interns)
  • 1963: Die eiserne Jungfrau (The Iron Maiden)
  • 1964: Hotel für Liebespaare (Honeymoon Hotel)
  • 1966: The Unkissed Bride
  • 1969: Das Wachsfigurenkabinett des Grauens (Nightmare in Wax)
  • 1980: Die Machtprobe (Hide in Plain Sight)

FernsehserienBearbeiten

Nominierungen und AuszeichnungenBearbeiten

Anne Helm war für den Photoplay Gold Medal Award in der Kategorie Meistversprechender Star nominiert, verlor aber gegen Suzanne Pleshette. 1963 erhielt sie einen Laurel Award in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin. Ihr wurde dabei der 8. Platz in der Abstimmung zuerkannt.[1] Erste wurde auch hier Suzanne Pleshette.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Tom Lisanti: Drive-in Dream Girls: A Galaxy of B-Movie Starlets of the Sixties. McFarland, Jefferson 2013, ISBN 978-0-7864-9342-5, S. 258–263 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 30. April 2018]).
  2. a b Anne Helm in der Notable Names Database (englisch). Abgerufen am 30. April 2018.
  3. a b c d Tom Weaver: I Was a Monster Movie Maker: Conversations with 22 SF and Horror Filmmakers. McFarland, Jefferson 2011, ISBN 978-0-7864-6265-0, S. 78–87 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 30. April 2018]).
  4. a b c Anne Helm. In: Turner Classic Movies. Abgerufen am 27. Oktober 2018 (englisch).
  5. Anne Helm in der Internet Broadway Database (englisch), abgerufen am 30. April 2018.
  6. Anne Helm. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 30. April 2018.
  7. Laureus Awards. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 30. April 2018 (englisch).