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Alsterschwimmhalle

Hallenbad im Hamburger Stadtteil Hohenfelde
Südseite

Die Alsterschwimmhalle ist ein Hallenbad im Hamburger Stadtteil Hohenfelde. Sie wurde 1973 eingeweiht. Aufgrund ihrer Architektur wird die Alsterschwimmhalle im Volksmund auch „Schwimmoper“ genannt. Architekten waren Horst Niessen, Rolf Störmer und Walter Neuhäusser,[1] der Statiker/Tragwerkplaner Jörg Schlaich.

Die Alsterschwimmhalle ist Hamburgs größtes öffentliches Schwimmbad und wird von der Bäderland Hamburg GmbH geführt. In dem 50-Meter-Becken der Halle fanden schon zahlreiche nationale und internationale Schwimmwettkämpfe statt.

Inhaltsverzeichnis

AusstattungBearbeiten

 
Innenansicht (Mai 2007)
 
Lage in Hamburg

Neben einem 50-Meter-Becken gibt es seit dem letzten Umbau einen Aqua-Fitness-Bereich, der das frühere Nichtschwimmerbecken ersetzt hat. Ebenfalls vorhanden ist ein rund 28 Grad warmes Außenbecken mit Wasserdüsen und Beleuchtung. In der Halle gibt es einen Sprungturm mit Plattformen in drei, fünf, siebeneinhalb und zehn Metern Höhe sowie eine Rutsche mit 76 Metern Länge. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fitness- und einen Sauna-Bereich.

GeschichteBearbeiten

Zur Alsterschwimmhalle wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Das Tragwerk des erfolgreichen Entwurfs des Ingenieurbüros von Fritz Leonhardt und Wolfhardt Andrä besteht aus zwei hyperbolischen Paraboloidschalen und gehört zu den weltgrößten.[1]

Der Bau wurde mit 24 Mio. D-Mark veranschlagt, als die Bauarbeiten abgeschlossen waren, kostete sie schließlich 33 Mio. D-Mark.

Die Alsterschwimmhalle ist als Wettkampfstätte gebaut worden. Als sie fertiggestellt war, stellte man fest, dass das Schwimmbecken um wenige Zentimeter zu kurz war. Da Schwimmwettbewerbe auf 50-Meter-Bahnen ausgelegt sind und eine Verfälschung der Ergebnisse ausgeschlossen werden musste, wurden die anstehenden Wettbewerbe andernorts ausgetragen, bis die Bahn auf die korrekte Länge erweitert wurde.

Im Juli des Jahres 2004 wurde eine Schließung der Schwimmhalle aus Kostengründen diskutiert. Nach Protesten aus der Hamburger Bevölkerung wurde ein Umbau der Schwimmhalle beschlossen und im Sommer 2007 umgesetzt. Der Umbau kostete rund 1 Mio. Euro.

Ab 2020 bis voraussichtlich 2024 sind umfangreiche Renovierungen geplant. Die geplanten Umbaukosten betragen 60 Mio. Euro. In dem Zeitraum wird das Bad geschlossen bleiben.[2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Alsterschwimmhalle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Great-Engineers > Ingenieure > Leonhardt, Fritz (1909-1999) > Biografie. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.great-engineers.de, das Internetlexikon der Bauingenieure. Lehrstuhl Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, 21. Januar 2012, ehemals im Original; abgerufen am 22. Januar 2014 (Abschnitt "Berühmte Sonderbauten"): „1956 bis 1959 wurde die Hamburger Alster-Schwimmhalle gebaut … Zuvor gewannen die Hamburger Architekten Horst Niessen, Rolf Störmer (1907-1982) und Walter Neuhäuser den Wettbewerb mit dem für die Konstruktion verantwortlichen Büro Leonhardt & Andrä. Das Tragwerk, bestehend aus zwei hyperbolisch-paraboloiden Schalen auf drei Stützen, gehört mit seinen Ausmaßen zu den Größten weltweit [GODDEN 1997].“
  2. So soll die neue Alsterschwimmhalle aussehen. NDR.de, 14. Juni 2018, abgerufen am 10. März 2019.

Koordinaten: 53° 33′ 36,3″ N, 10° 1′ 17,8″ O