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Alexander Longolius

deutscher Politiker, MdA
Alexander Longolius, 2010

Alexander Longolius (* 30. Dezember 1935 in Berlin; † 31. Januar 2016[1]) war ein deutscher Politiker (SPD).

LebenBearbeiten

Longolius war 1952/53 als Teilnehmer von AFS Interkulturelle Begegnungen als Austauschschüler in den USA und absolvierte 1954 sein Abitur in Berlin. Er studierte Politologie, Geschichte und Anglistik an der Deutschen Hochschule für Politik und an der Freien Universität Berlin. Er war von 1958 bis 1976 im Schuldienst tätig. Von 1967 bis 1970 hatte er die Leitung des Besucherdienst beim Bundeshaus Berlin inne. Von 1970 bis 1973 war er Direktor der Volkshochschule Berlin-Schöneberg und übernahm danach von 1973 bis 1988 die Referatsleitung für Politische Bildung beim Bevollmächtigten der Bundesregierung in Berlin (Abteilung Innerdeutsche Beziehungen). 1988 wurde er Geschäftsführer der „Initiative Berlin – USA e.V.“, eines von ihm gegründeten privaten Verein, der sich um die deutsch-amerikanischen Beziehungen bemühte.

PolitikBearbeiten

Alexander Longolius trat 1963 der SPD bei und engagierte sich im Bezirk Charlottenburg. Von 1973 bis 1981 war er Mitglied des Berliner Landesvorstandes. Bei der Berliner Wahl 1975 wurde er erstmals in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, dem er bis 1988 angehörte. Bei der Wahl 1990 kehrte er für eine Wahlperiode ins Abgeordnetenhaus zurück, schied jedoch 1995 endgültig aus dem Parlament aus. Während seiner Abgeordnetentätigkeit übte er verschiedene Funktionen aus. So war er 1981 kurzfristig Vorsitzender der SPD-Fraktion und anschließend bis 1985 Vizepräsident des Abgeordnetenhauses.

WirkenBearbeiten

1983 gründete Alexander Longolius zusammen mit weiteren Abgeordneten in San Francisco die Partnerschaft der Parlamente (PdP), welcher er zehn Jahre als Präsident vorstand. Die Partnerschaft der Parlamente ehrte ihn 2011 mit der Carl Schurz-Plakette. Er war Mitbegründer und bis 2014 Vorstandsvorsitzender der Checkpoint Charlie Stiftung und der Initiative Berlin – USA e.V. mit der Brücke der Jugend.[2] Er war langjähriges Mitglied der Europäischen Akademie Berlin und Mitglied des Bundeskuratoriums des Internationalen Bunds (IB).[3]

Im Jahr 2005 erhielt Longolius das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[4]

LiteraturBearbeiten

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 246 f.
  • Alexander Longolius, in: Internationales Biographisches Archiv 08/1990 vom 12. Februar 1990, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sigrid Kneist: Alexander Longolius ist tot, Tagesspiegel, 31. Januar 2016
  2. Traueranzeige (Printausgabe 7. Februar 2016, S. 19). Der Tagesspiegel, 7. Februar 2016, abgerufen am 9. Februar 2016.
  3. Traueranzeigen Alexander Longolius, Tagesspiegel, abgerufen am 12. Februar 2016
  4. Longolius: Wowereit übergab früherem Abgeordnetenhaus-Vize-Präsidenten Bundesverdienstkreuz. Pressemitteilung. (Nicht mehr online verfügbar.) Landesarchiv Berlin, 2. November 2005, archiviert vom Original am 14. Januar 2016; abgerufen am 14. Januar 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlin.de