Hauptmenü öffnen

Alex Christensen

deutscher DJ und Musikproduzent
Alex Christensen (2009)
Alex Christensen (links) und Yasmin K.

Alex Christensen (* 7. April 1967 in Hamburg), auch bekannt als U 96, Jasper Forks oder Alex C., ist ein deutscher Komponist, Musik-Produzent und DJ.

WerdegangBearbeiten

Christensen wuchs in Hamburg-Wilhelmsburg auf und absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Im Jahr 1987 veröffentlichte er seine erste Produktion Drums in your House. 1990 schrieb der damalige DJ den Titel Ritmo de la Noche mit dem Projekt Chocolate, für den Verona Feldbusch den Text einsang. Er erhielt für das Stück seine erste Goldene Schallplatte. Mit dem Musikprojekt U 96 und der Single Das Boot schaffte er es 1991 in Deutschland auf Platz 1 der Verkaufscharts. Es folgten mehrere weitere Singles mit U 96.

Im Jahr 1994 produzierte er zusammen mit Frank Petersen das Album Life in the Streets für Prince Ital Joe feat. Marky Mark. Die erste Top-Ten-Single war Happy People. Gefolgt vom Nummer-1-Hit United. Für Marky Mark produzierte Alex Christensen 1995 den Song No Mercy. Von 1997 bis 1999 wurde das Projekt R’n’G produziert. Im Jahr 2005 kam Letzteres noch einmal zurück mit der Single Radio Heartbeat sowie 2006 mit der Doppelsingle I’m in Love/Ochie Walla aus dem Album Generations.

1998 erschienen unter dem Pseudonym DJ Xela Es geht voran ’98 sowie das Projekt „Löwenherz“ mit den Songs Bis in die Ewigkeit und La Luna. Im Jahr 1999 erschien u. a. unter den Projekten E-Cyas Are u Real? sowie mit Rockstar Du hast (eine Coverversion im Technostil eines Rammstein-Songs aus dem Jahr 1997). 1999 veröffentlichte Christensen unter dem Projektnamen Rollergirl den Titel Dear Jessie, eine Coverversion von Madonnas Song aus dem Jahre 1989. Im Jahr 2000 wurde für Marianne Rosenberg die Single Wieder Da produziert aus dem Album Himmlisch.

Bekannt im deutschsprachigen Raum wurde Alex Christensen durch seine Mitwirkung in der Casting-Serie Popstars 2001, bei der er für den Nummer-1-Hit I Believe der Band Bro’Sis als Autor und Produzent verantwortlich war.

Seit 2002 veröffentlicht er auch Stücke unter dem Namen Alex C. So kam im Jahr 2002 feat. Yasmin K. (Heute Yass) die Debüt-Single Rhythm of the Night (Eine Coverversion von Corona aus dem Jahr 1995) heraus. Es folgten im selben Jahr Amigos Forever und ein Jahr später Angel of Darkness, das gleichzeitig der Song für das Computerspiel von Tomb Raider war. Es folgte das Projekt Fource unter anderem mit dem Songs Wouldn't it be Nice (eine Coverversion eines Beach-Boys-Titels). Für B3 kam außerdem die Single You're my Angel auf den Markt. In den Jahren 2003 und 2004 produzierte er für Natasha Thomas die Singles Why (Does your love hurt so much), It's over Now (feat. Sugar Daddy) und Save your Kisses for me. Als Produzent beziehungsweise Komponist arbeitete Christensen außerdem für Right Said Fred, Tom Jones, *NSYNC, Oli.P, Marianne Rosenberg, Sarah Brightman, ATC, Rollergirl (Nicole Safft), Prince Ital Joe feat. Marky Mark (Mark Wahlberg) und andere. Er produzierte Paul Ankas Album Rock Swings und das im Mai 2006 erschienene Album Bolton Swings Sinatra von Michael Bolton.

2007 erreichte er nach dem Ausstieg bei U 96 mit der von Yass gesungenen Produktion Du hast den schönsten Arsch der Welt, diesmal wieder als Alex C. feat. Y-ass, Platz 1 der deutschen Charts. Das Lied wurde in mehreren Sprachen veröffentlicht, darunter Englisch, Französisch und Spanisch. Im Januar 2008 erschienen die erneut in Zusammenarbeit mit Yass entstandene Single Doktorspiele und die weiteren Singles: Du bist so Porno, und Liebe zu Dritt aus dem Album Euphorie. Am 17. Mai 2008 stellte Fady Maalouf das von Alex Christensen produzierte Lied Blessed im Rahmen der Sendereihe Deutschland sucht den Superstar vor. Christensen produzierte ebenfalls Maaloufs Debütalbum Blessed.

 
Alex Swings Oscar Sings!

Am 16. Mai 2009 vertrat er gemeinsam mit dem Sänger Oscar Loya als Musikduo Alex Swings Oscar Sings! Deutschland beim Eurovision Song Contest in Moskau, erreichte dort jedoch nur Platz 20 unter den 24 Teilnehmern der Finalrunde.

In der achten Staffel von Popstars war Alex Christensen nach 2001 erneut Mitglied in der Jury. Im Dezember 2009 brachte er dann die Single Dancing is Like Heaven als Alex C. feat. Y-ass raus.

Seit 2010 arbeitet er auch unter dem Namen Jasper Forks. Den bislang größten Erfolg konnte er 2010 mit einer Interpretation des Titels River Flows in You von Yiruma erzielen; die Single erreichte Platz 45.

2012 übernahm Christensen in dem Kinofilm Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte eine Nebenrolle.[1]

2012 erschien die Single Alex C. feat. Francisco Love in the Morning (My Sex.O.S.), im selben Jahr L’amour toujours, eine Coverversion des gleichnamigen Songs von Gigi D’Agostino aus dem Jahr 2001, als Single; die Aufnahme – wieder als Alex C. – gemeinsam diesmal mit Yass & Ski.[2]

Im November 2015 kam das von ihm produzierte Album für Helene Fischer Weihnachten heraus. Es wurde zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen.

Im Oktober 2017 wurde mit dem Berlin Orchestra das Album Classical 90s Dance veröffentlicht. Das Album erreichte Platz 10 in den Album Charts und erreichte während der Veröffentlichung des 2. Album wieder die Top 10 der Album Charts. Das Album erschien als Standard und Extended Version. Im Oktober 2018 wurde das Nachfolge Album Classical 90s Dance 2 veröffentlicht. (CD/Vinyl) Das Album erreichte Platz 4 in den Album Charts. Diesmal wurden u. a. bekannte Sänger und Sängerin angagiert (z.b. Melanie C., Anastasia, Petro Lombardi) die diverse Songs eingesungen haben. Im Oktober 2019 erscheint Teil 3. Aufgenommen werden die Songs mit dem Berlin Orchestra unter Anleitung von Alex Ciristensen in den Teldex Studio Berlin.

PrivatesBearbeiten

Alex Christensen wohnt in Hamburg und auf Mallorca und ist mit der ehemaligen Sängerin Nicole Safft verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn (* 2003). In der Freizeit spielt er u. a. gerne Golf und hat Spaß am Kiting und Reisen.

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2008 Euphorie
Polydor
20
(12 Wo.)
19
(10 Wo.)
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2008
mit Y-ass
2009 Heart 4 Sale
313
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2009
mit Oscar Loya als Alex Swings Oscar Sings!
2017 Classical 90s Dance
Starwatch Entertainment
10
 Gold

(43 Wo.)
30
(2 Wo.)
58
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2017
Verkäufe: + 100.000; mit The Berlin Orchestra
2018 Classical 90s Dance 2
Starwatch Entertainment
4
(30 Wo.)
39
(1 Wo.)
58
(2 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2018
mit The Berlin Orchestra

AuszeichnungenBearbeiten

Deutscher Musikautorenpreis

  • 2010: in der Kategorie „Komposition Dance“

Echo Pop

  • 2001: in der Kategorie „Produzent national“
  • 2016: in der Kategorie „Produzent national“

WeblinksBearbeiten

  Commons: Alex Christensen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fraktus „Auf die Glocke, auf die Nuss“, Tagesspiegel vom 6. November 2012
  2. L'amour toujours auf Amazon