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Adolfas Ramanauskas-Vanagas (* 6. März 1918 in New Britain (Connecticut), USA; † 29. November 1957 in Vilnius) war ein litauischer Resistent, Partisanenführer, Brigadegeneral und De-facto-Staatsoberhaupt Litauens (postum am 20. November 2018 anerkannt).[1]

LebenBearbeiten

1921 kam Ramanauskas-Familie nach Litauen zurück und kaufte den Boden. 1936 absolvierte Ramanauskas das Motiejus-Gustaitis-Gymnasium in Lazdijai und danach das Studium am Pädagogischen Institut Klaipėda. Danach absolvierte er die Kriegsschule Kaunas. Von 1940 bis 1945 lehrte er am Lehrerseminar Alytus.

Nach der sowjetischen Okkupation wurde er Partisan. Er leitete eine Einheit in Nemunaitis und im Sommer 1945 Batalion Merkinė und 1946 die Merkys-Einheit. Im Herbst 1947 leitete er den Dainava-Bezirk und ab 1948 das Gebiet Südlitauen und kämpfte in der heutigen Rajongemeinde Alytus. Ab 1949 war er Stellvertreter von Jonas Žemaitis-Vytautas. 1950 wurde er Partisanen-Oberst. Er schrieb danach ein Buch „Daugel krito sūnų…“ 1956 wurde er mit seiner Frau in Kaunas verhaftet und saß im KGB-Gefängnis in Sowjetlitauen. Er wurde mehrmals gefoltert. 1957 verurteilte ihn das sowjetische Aukščiausiasis Teismas zum Tode.

Nach seiner Exekution wurde er heimlich im Našlaičių-Friedhof beigestattet. Erst 2018 wurde sein Grab gefunden und im Herbst 2018 seine Überreste im Friedhof Antakalnis beigestattet.

FamilieBearbeiten

Ramanauskas war verheiratet. Mit seiner Frau Birutė Mažeikaitė hatte er die Tochter Auksutė Ramanauskaitė-Skokauskienė (* 1950), jetzt eine litauische Politikerin.

WürdigungBearbeiten

 
Memorialtafel

Seit 1994 trägt eine Mittelschule seinen Namen, seit 2010 das Adolfas-Ramanauskas-Vanagas-Gymnasium Alytus (lit. Alytaus Adolfo Ramanausko-Vanago gimnazija).

Im Jahr 1998 wurde ihm posthum der Rang eines Brigadegenerals verliehen. Zudem wurden anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2018 seine Gebeine im Rahmen eines Staatsbegräbnisses umgebettet.[2]

BibliografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Generolas Adolfas Ramanauskas-Vanagas: albumas (sud. Auksutė Ramanauskaitė-Skokauskienė). – V.: Lietuvos Respublikos krašto apsaugos ministerija, 2008. – 119 p.: iliustr. – ISBN 978-9986-738-91-6
  • Lietuvos istorijos problemos 12 klasei. Vilnius: Naujoji Rosma, 2001.
  • Arunas Bubnys, Der Parisan. Adolf Ramanauskas-Vanagas, in: Osteuropa, 6.2018, S. 115–126.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Adolfas Ramanauskas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1] (Tageszeitung Verslo žinios)
  2. Brig Gen A.Ramanauskas-Vanagas, Commander of forces of the fighting Lithuania, farewelled, Onlinemeldung des litauischen Verteidigungsministeriums vom 6. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018 (englisch).


VorgängerAmtNachfolger
Jonas Žemaitis-VytautasDe-facto-Staatsoberhaupt von Litauen
26. November 1954 - 29. November 1957
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