Adam Faith

englischer Popsänger, Schauspieler und Musikproduzent
Adam Faith

Adam Faith, eigentlich Terence Nelhams, (* 23. Juni 1940 in Acton, London; † 8. März 2003 in Stoke-on-Trent, England) war ein britischer Popsänger, Schauspieler und Produzent.

Leben und WirkenBearbeiten

1956 war Adam Mitbegründer der Skifflegruppe The Worried Men. Im Januar 1958 erschien seine erste Single „(Got A) Heartsick Feeling“. Weitere Singles folgten, die jedoch alle nicht in die Charts kamen. Adam Faith war zu jener Zeit einer der vielen britischen Versuche, Elvis Presley zu kopieren. Aber eigentlich war Adam Faith eher einer der zahlreichen Buddy Holly- Imitatoren (man höre nur die gewissen „Schluckaufkickser“), wie Marty Wilde, John Leyton, Mike Berry oder Eden Kane.

1959 nahm er einen erneuten Anlauf, und dieses Mal sollte es klappen. Seine ersten beiden Chartnotierungen waren gleich Spitzenreiter in der englischen Hitparade.

Nach 1966 zog er sich aus dem aktiven Musikgeschäft zurück. Schon Anfang der 1960er-Jahre hatte er nebenher auch als Schauspieler gearbeitet. 1967 spielte er Theater, 1971 war er Star der Fernsehserie Budgie. 1972 entdeckte er den Sänger und Songschreiber Leo Sayer und wurde dessen Manager. Im April 1973 produzierte er Roger Daltreys erstes Soloalbum, das etliche Kompositionen von Leo Sayer beinhaltete.

1974 drehte er mit David Essex den Film Stardust. Faith spielte in diesem Film die Rolle eines Starmanagers. 1976 ging er wieder zum Theater und produzierte 1978 Lonnie Donegans Album „Puttin' On The Style“, mit dem dieser ein Comeback versuchte. 1979 verkörperte Adam Faith in dem Film Yesterday's Hero einen Fußballmanager, und 1980 war er neben Roger Daltrey in dem Film McVicar zu sehen, der auf der wahren Geschichte des „Ausbrecherkönigs“ John McVicar beruhte. Im Filmdrama Jeanies Clique, ebenfalls aus dem Jahr 1980, spielte er neben Jodie Foster.

Sein großes Comeback gelang ihm mit der erfolgreichen Fernsehserie Love Hurts, in der er die Hauptrolle neben Zoë Wanamaker spielte. Seit 1991 war Adam Faith außerdem als Finanzberater bekannt, hatte eine eigene Firma, saß in einem Aufsichtsrat und schrieb eine wöchentliche Kolumne mit Tipps für Geldanleger in der britischen Zeitung The Mail On Sunday.

Die TV-Serie wurde 1994 trotz hoher Einschaltquoten beendet. Weitere Fernsehprojekte waren nicht erfolgreich, und sein selbst gegründeter Fernsehkanal für Geldanleger ging kurz darauf pleite. Er verlor finanziell und beruflich alles, was er sich Ende der 1990er-Jahre aufgebaut hatte. Obwohl er in den 1980er-Jahren bereits Herzprobleme hatte, ist sein überraschender Tod durch einen Herzinfarkt nach einem Konzert oft auf die Belastungen in seinem Leben zurückgeführt worden.

DiskografieBearbeiten

UK-AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK
1960 Adam UK6
(36 Wo.)UK
1961 Beat Girl O.S.T. UK11
(3 Wo.)UK
1962 Adam Faith UK20
(1 Wo.)UK
1965 Faith Alive UK19
(1 Wo.)UK
1993 Midnight Postcards UK43
(2 Wo.)UK

Weitere Alben

  • 1963: From Adam with Love
  • 1963: For You – Love Adam
  • 1964: On the Move
  • 1965: It’s Alright
  • 1974: I Survived

US-AlbenBearbeiten

  • England’s Top Singer
  • Adam Faith

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK
1981 24 Golden Greats UK61
(3 Wo.)UK
2011 Hits UK47
(2 Wo.)UK

Weitere Kompilationen

  • 1966: The Best of Adam Faith
  • 1971: The Best of Adam Faith
  • 1983: Not Just A Memory
  • 1990: The Singles Collection (Greatest Hits)
  • 1994: The Best of EMI Years
  • 1997: The Very Best of Adam Faith
  • 1998: Greatest Hits
  • 2005: The Very Best of Adam Faith
  • 2009: All The Hits

EPsBearbeiten

  • 1960: Adam’s Hit Parade
  • 1961: Adam Faith

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK   US
1959 What Do You Want?
UK1
(19 Wo.)UK
1960 Poor Me
UK1
(18 Wo.)UK
Someone Else’s Baby
UK1
(13 Wo.)UK
When Johnny Comes Marching Home/Mad You
UK5
(13 Wo.)UK
How About That
UK4
(14 Wo.)UK
Lonely Pup (In a Christmas Shop)
UK4
(11 Wo.)UK
1961 Who Am I/This Is it!
UK5
(14 Wo.)UK
Easy Going Me
UK12
(10 Wo.)UK
Don’t You Know It?
UK12
(10 Wo.)UK
The Time Has Come
UK4
(14 Wo.)UK
1962 Lonesome
UK12
(9 Wo.)UK
As You Like It
UK5
(15 Wo.)UK
Don’t That Beat All
UK8
(11 Wo.)UK
Baby Take A Bow
UK22
(6 Wo.)UK
1963 What Now
UK31
(5 Wo.)UK
The First Time
UK5
(13 Wo.)UK
Walkin’ Tall
UK23
(6 Wo.)UK
We Are In Love
UK11
(12 Wo.)UK
1964 If He Tells You
UK25
(9 Wo.)UK
I Love Being In Love With You
UK33
(6 Wo.)UK
A Message to Martha (Kentucky Bluebird)
UK12
(11 Wo.)UK
1965 Stop Feeling Sorry For Yourself
UK23
(6 Wo.)UK
Someone’s Taken Maria Away
UK34
(5 Wo.)UK
It’s Alright
US31
(8 Wo.)US
Talk About Love
US97
(2 Wo.)US
1966 Cheryl’s Going Home
UK46
(2 Wo.)UK

Weitere Singles

  • 1958: (Got A) Heartsick Feeling
  • 1958: Country Music Holiday
  • 1959: Ah, Poor Little Baby!
  • 1964: Only One Such As You
  • 1965: Hand Me Down Things
  • 1965: I Don’t Need That Kind Of Lovin’
  • 1966: Idle Gossip
  • 1966: To Make A Big Man Cry
  • 1967: What More Can Anyone Do
  • 1967: Cowman, Milk Your Cow
  • 1967: To Hell With Love
  • 1968: You Make My Life Worth While
  • 1974: I Survived
  • 1974: Maybe
  • 1975: Strung Out Again
  • 1993: Stuck in the Middle with You

QuellenBearbeiten

  1. a b c Chartquellen: UK US

WeblinksBearbeiten