Hauptmenü öffnen

Zoran Zaev

Ministerpräsident der Republik Nordmazedonien

LebenBearbeiten

Zoran Zaev wuchs zusammen mit seinem jüngeren Bruder in einem traditionell und landwirtschaftlich geprägten Elternhaus auf. Nach seiner Schulzeit begann er zu studieren und erwarb einen ersten Abschluss in Wirtschaftswissenschaft an der Universität Skopje im Jahr 1997. Danach absolvierte er einen Master-Studiengang in Geldtheorie an derselben Universität. Anschließend begann er im Unternehmens seines Onkels zu arbeiten.

Politische KarriereBearbeiten

Seit 1996 ist Zaev Mitglied der Sozialdemokratischen Liga Mazedoniens (SDSM). In den Jahren 2003 bis 2005 war er Abgeordneter des mazedonischen Parlaments, zwischen 2005 und 2016 war er Bürgermeister seiner Geburtsstadt Strumica.

Im September 2008 wurde er als Nachfolger von Radmila Šekerinska Parteivorsitzender der SDSM. Er galt als Übergangskandidat, dem im Mai 2009 Branko Crvenkovski nachfolgte, als dessen Amtszeit als Präsident Mazedoniens endete. Zaev war seitdem stellvertretender Vorsitzender der SDSM und seit 2013 Parteivorsitzender.

MinisterpräsidentBearbeiten

 
Zoran Zaev mit Angela Merkel (2018)

Nachdem die stärkste Partei VMRO-DPMNE nach längeren Verhandlungen mit der erneuten Regierungsbildung gescheitert war, gelang es Zaev zwischen seiner Partei und den Abgeordneten der BDI, der PDSH und weiterer ethnisch-albanischer Minderheitenparteien eine Vereinbarung zu erlangen. Am 31. Mai 2017 wählten ihn 62 der 120 Abgeordneten im Parlament zum neuen Ministerpräsidenten.[1]

Seine Arbeit als Regierungschef ist vor allem durch Bemühungen geprägt, das Verhältnis zu den Nachbarländern Bulgarien und Griechenland zu entspannen, um so den Beitritt Mazedonien zur EU und NATO zu beschleunigen.[2] Durch die verbesserte Zusammenarbeit mit den Nachbarn, innerhalb Europas und im westlichen Bündnis hofft man die Probleme im eigenen Land besser lösen können. Mit Bulgarien wurde ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet, der Namensstreit mit Griechenland wurde durch das Prespa-Abkommen beigelegt.

Für seine erfolgreichen diplomatischen Bemühungen um die Beilegung des Namensstreits zwischen den beiden Ländern wurde er zusammen mit seinem griechischen Kollegen Alexis Tsipras auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2019 mit dem Ewald-von-Kleist-Preis geehrt.[3]

PrivatesBearbeiten

Zoran Zaev ist verheiratet. Mit seiner Frau Zorica Zaeva hat er zwei Kinder (Aleksandra and Duško).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. landbote.ch: Mazedoniens Parlament bestimmt Zoran Zaev zum neuen Regierungschef. Abgerufen am 1. Juni 2017.
  2. reuters.com: Macedonia's PM hopes for quick solution to name dispute with Greece. Abgerufen am 26. Dezember 2018.
  3. Ewald von Kleist-Preis an Alexis Tsipras und Zoran Zaev verliehen. Münchener Sicherheitskonferenz, 17. Februar 2019, abgerufen am 22. Februar 2019.