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WordPress

Weblog-Software, Content-Management-System
(Weitergeleitet von Wordpress)

WordPress (WordPress.org) ist ein freies Content-Management-System, welches ursprünglich zum Aufbau und zur Pflege eines Weblogs entwickelt wurde, da es jeden Beitrag einer oder mehreren frei erstellbaren Kategorien zuweisen kann und dazu automatisch die entsprechenden Navigationselemente erzeugt. Sie ist Teil der Hosting-Plattform WordPress.com (WordPress).

WordPress

Logo
WordPress MP6 dashboard.png
Weblog-Software / Web-CMS
Basisdaten

Entwickler WordPress Foundation
Erscheinungsjahr 27. Mai 2003
Aktuelle Version 4.9.8[1]
(2. August 2018)
Betriebssystem Plattformunabhängigkeit
Programmiersprache PHP[2]
Kategorie Weblog-Software
Lizenz GPL-2.0+[3]
deutschsprachig ja
wordpress.org

Weiter bietet das System Leserkommentare mit der Möglichkeit, diese vor der Veröffentlichung erst zu prüfen, eine Verwaltung der Benutzerrollen und -rechte und die Möglichkeit externer Plug-ins, womit WordPress in Richtung eines vollwertigen CMS ausgebaut werden kann.[4]

WordPress basiert auf der Skriptsprache PHP (empfohlen wird PHP 7 oder höher) und benötigt eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank.[5] Es ist eine freie Software, die unter der GNU General Public License (GPLv2) lizenziert wurde. Laut Aussage der Entwickler legt das System besonderen Wert auf Webstandards, Eleganz, Benutzerfreundlichkeit und leichte Anpassbarkeit. WordPress entstand auf Basis der Software b2. Die aktuelle WordPress-Version 5.0.1 erschien am 13. Dezember 2018.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

In den Jahren 2001/2002 entwickelte Michel Valdrighi ein in PHP geschriebenes Weblogsystem mit dem Namen b2/cafelog, das unter GPL veröffentlicht wurde. Einige Monate, nachdem Valdrighi die Entwicklung von b2 eingestellt hatte, gab Matthew Mullenweg im Januar 2003 in seinem Blog bekannt, dass er auf der b2-Codebasis eine neue Weblog-Software schreiben wolle, die einfach zu bedienen, flexibel und gut anpassbar sein sollte.[6] Kurze Zeit später startete er zusammen mit Mike Little die Entwicklung von WordPress.

Die erste stabile Version von WordPress erschien am 3. Januar 2004. Ab Version 1.0.1 sind alle Hauptversionen nach Jazzmusikern benannt.[7] Nachdem sich auch Michel Valdrighi der Entwicklergruppe um Mullenweg angeschlossen hatte, wurde WordPress zum offiziellen Nachfolger von b2.[8] Im Laufe der Jahre wurde der Funktionsumfang immer weiter ausgebaut. Ab der Version 1.5 („Strayhorn“) unterstützt WordPress das Verwalten von statischen Seiten, also Beiträgen außerhalb der normalen Weblogchronologie. Damit war die Grundlage geschaffen, um WordPress nicht nur als reine Weblog-Software, sondern auch als einfaches Content-Management-System nutzen zu können.

Im August 2005 gründete Matt Mullenweg zusammen mit einigen anderen Entwicklern die Firma Automattic mit dem Ziel, weitere Dienste rund um das Bloggen anzubieten und die Entwicklung von WordPress besser zu koordinieren. Im selben Jahr startete Automattic den Bloghosting-Dienst WordPress.com, der auf der Multi-User-Version von WordPress basiert. Ein Jahr später fand das erste WordCamp, ein informelles Treffen ähnlich einem Barcamp, in San Francisco statt.[9]

Die WordPress Foundation mit Sitz in San Francisco[10] wurde von Matt Mullenweg gegründet, um die Entwicklung von WordPress zu unterstützen. Vorsitzender (Principal Officer) ist Matthew Mullenweg. Es ist eine gemeinnützige Organisation nach 501(c)3. Sie hat von Automattic den Auftrag, die Marken WordPress, WordCamp und andere zu schützen.[11]

2007 gewann WordPress den Open Source CMS Award in der Kategorie Best Open Source Social Networking Content Management System und 2009 in der Kategorie Overall Best Open Source CMS.[12]

WordPress wurde im Jahr 2014 auf etwa 75 Millionen Websites eingesetzt.[13] 2015 wurde etwa ein Viertel aller Websites mit WordPress betrieben, gefolgt von Joomla und Drupal mit einem Marktanteil von jeweils etwa fünf Prozent.[14] Die im November erschienene Version 4.9 war bis August 2018 etwa 136,6 Millionen mal heruntergeladen worden.[15] Knapp 60 % aller Websites, die mithilfe eines Content-Management-Systems erstellt wurden, basieren auf WordPress. Das entspricht einem Anteil von etwa 30,7 % aller Websites im Internet.[16]

FunktionenBearbeiten

Die „5-Minuten-Installation“Bearbeiten

Vom Herunterladen des Pakets mit dem Quellcode bis zum fertigen Blog werden nach Entwicklerangaben weniger als fünf Minuten benötigt.[17] Die Einrichtung erfolgt über einen Webbrowser und erfordert über das Erstellen der Datenbank hinaus keine Administrationskenntnisse.[18]

Grundlegende FunktionenBearbeiten

WordPress unterstützt das Erstellen und Verwalten von Blog-Artikeln. Die einzelnen Artikel können in verschiedene Kategorien eingeordnet werden. Außerdem können einem Artikel Tags und weitere selbst definierte Taxonomien (mittels „Custom Taxonomies“) und Metadaten (mittels „Benutzerdefinierter Felder“) zugeordnet werden. Die Blog-Beiträge werden neben der normalen Darstellung als Webseite den Lesern auch über Web-Feeds in den Protokollen RSS 2.0, RSS 0.92, RDF 1.0 und Atom 0.3 angeboten.[19]

Neben Artikeln können mit WordPress auch statische Seiten außerhalb der Blog-Hierarchie erstellt und verwaltet werden. Ab der Version 2.6 wird zudem die Versionierung von Artikeln und Seiten unterstützt. Weiterhin kann WordPress Kommentareinträge und Links verwalten. Es existiert ein einfaches Redaktionssystem mit fünf Benutzerrollen (Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter, Leser), eine Mediengalerie, über die man Daten hochladen kann, und eine integrierte Volltext-Suche. Außerdem ist standardmäßig TinyMCE als Texteditor aktiviert. 2019 wird TinyMCE allerdings durch WordPress Gutenberg ersetzt. Der WYSIWYG-Editor ist vorab als Plug-in downloadbar und wird in der neuen WordPress 5.0 Version fest integriert sein. Mit dem neuen Editor müssen Nutzer keine CSS oder HTML Kenntnisse mehr besitzen, um Websites zu gestalten.[20]

Plug-insBearbeiten

Mit Hilfe von Plug-ins kann WordPress um diverse Funktionen erweitert werden. Alle diese Erweiterungen lassen sich mittels des eingebauten Code-Editors bearbeiten.

Insgesamt sind im Plug-in-Verzeichnis der Entwickler sowie über den integrierten „Plug-in-Browser“ mehr als 50.000 verschiedene freie Plug-ins verfügbar. Es gibt beispielsweise Plug-ins, die die Verwendung anderer Anmeldeverfahren wie LDAP, OpenID oder Shibboleth ermöglichen, den eigenen Blog mit Twitter verbinden oder WordPress um eine Statistik-Funktion erweitern.

Automattic bietet zudem Plug-ins, die eine Verbindung mit den anderen hauseigenen Projekten wie der Forensoftware namens bbPress oder Services wie dem Anti-Spam-Dienst Akismet ermöglichen.

ThemesBearbeiten

 
Hierarchie innerhalb eines WordPress-Themes

Das Aussehen einer Webseite wird in WordPress durch Themes festgelegt. So werden Design und Programmkern von WordPress getrennt, wodurch individuelle Designs entwickelt werden können, ohne mit der Programmierung der Software an sich vertraut zu sein. Allerdings ist es in WordPress auch möglich, diverse Funktionen direkt in ein Theme zu programmieren, wodurch diese Trennung teilweise wieder aufgehoben werden kann.

Die meisten Themes bestehen aus PHP-Funktionen, HTML-Code sowie CSS-Dateien und haben einen grundlegend gleichen Aufbau. Daher gibt es von einigen Entwicklern spezielle Themes, die bereits alle notwendigen Elemente beinhalten und somit die Entwicklung eines eigenen Themes vereinfachen. Themes können ebenso wie Plug-ins im Editor des Grundsystems bearbeitet werden, ab Version 4.9 wird dabei Syntaxhervorhebung und ein Speichern von Entwürfen unterstützt.

Von Version 1.5 bis 3.0 war das voreingestellte Theme Kubrick (benannt nach Regisseur Stanley Kubrick). Ab Version 3.0 verwendet WordPress standardmäßig das neue Theme Twenty Ten (dt. 2010), die bisher enthaltenen Themes Classic und Default (Kubrick) sind nur noch separat erhältlich. In den Jahren 2011 bis 2017 kamen die Standard-Themes Twenty Eleven, Twenty Twelve, Twenty Thirteen, Twenty Fourteen, Twenty Fifteen, Twenty Sixteen und Twenty Seventeen hinzu, jeweils benannt nach dem Jahr der Veröffentlichung.[21][22] Auf den Seiten der Entwickler und über den eingebauten Theme-Browser sind zudem viele weitere Themes für WordPress verfügbar. Themes fallen genauso wie WordPress selbst unter die GPL.[23]

Sowohl bei den Themes als auch bei den Plugins gibt es kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Kostenlose Themes durchlaufen, sofern sie über das WordPress-Repository installierbar sind, einen Freigabe-Prozess durch verifizierte WordPress-Entwickler. Kostenpflichtige Themes sind hingegen nur bei Drittanbietern erhältlich und bieten häufig Zusatzfunktionen, die mit kostenlosen Themes nicht mitgeliefert werden. Um WordPress nutzen zu können, bedarf es mindestens eines installierten Themes.

Im Mai 2012 wurde von dem WordPress-Entwickler Brad Touesnard ein inoffizieller App Store eingerichtet. Dieser ermöglicht Nutzern, über eine zentrale Anlaufstelle nicht frei verfügbare Plug-ins, sogenannte Premium Themes, zu beziehen.[24]

Child ThemesBearbeiten

Wordpress bietet die Möglichkeit, mit Hilfe von Child Themes das Design sowie die Funktionalität eines bereits installierten Themes (genannt Parent Theme) anzupassen und zu erweitern, ohne die Update-Sicherheit zu gefährden. Ein Child Theme ersetzt dabei einzelne Codeteile des Parent Themes. Diese Änderungen werden separat gespeichert und bei Updates des Parent Themes nicht überschrieben.[25]

VersionenBearbeiten

WordPress-Stamm Version Releasename Veröffentlichung Anmerkungen
b2 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.70 27. Mai 2003 0.70 war fast identisch mit der letzten b2-Version, behob aber einige Fehler. Nur 0.71-gold ist heute noch über das Archiv von wordpress.org verfügbar.
WordPress 1 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 Davis 3. Januar 2004 Erste stabile Version.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2 Mingus 22. Mai 2004 Neuerungen: Unterstützung für Plug-ins
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.5 Strayhorn 17. Februar 2005 Neuerungen: Verwaltung von statischen Seiten, neues Template-System.[26]
WordPress 2 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 Duke 31. Dezember 2005 Neuerungen: diverse Verbesserungen im Bereich Administration, Bildimport und Plug-in-Anbindung.[27] Sollte ursprünglich 5 Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Dieser Plan wurde allerdings im Sommer 2009 aufgegeben[28]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1 Ella 22. Januar 2007 Neuerungen: Autosave-Funktion, Upload-Manager.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2 Getz 16. Mai 2007 Neuerungen: Unterstützung für Widgets und das Atom-Feedformat[29]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.3 Dexter 24. September 2007 Neuerungen: native Unterstützung für Tags (Schlagwörter), verbesserter Texteditor[30]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.5 Brecker 29. März 2008 Neuerungen: neu gestaltetes Administrationsmenü, Tag-Verwaltung, „Dashboard-Widgets“, verbesserte Verschlüsselung für Passwörter[31]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.6 Tyner 15. Juli 2008 Neuerungen: Versionierung von Artikeln und Seiten, Unterstützung von Google Gears, Vorschau für Themes[32]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.7 Coltrane 10. Dezember 2008 Neuerungen: komplett neue Administrationsoberfläche, Funktion für automatische Updates, vereinfachte Plug-in-Installation aus dem Administrationsmenü heraus[33]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.8 Baker 11. Juni 2009 Neuerungen: einfache Installation von Themes ähnlich der für Plug-ins, neues Administrations-Interface für Widgets[34]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.9 Carmen 18. Dezember 2009 Neuerungen: Papierkorb für Artikel, Seiten und Kommentare; Bearbeitungsfunktionen für Bilder (Schneiden, Drehen, Spiegeln)[35]
WordPress 3 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 Thelonious 17. Juni 2010 Neuerungen: Zusammenlegung von WordPress und WordPress µ, neues Standard-Theme Twenty Ten, Editor zum Erstellen von Webseiten-Menüs[36]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.1 Reinhardt 23. Februar 2011 Neuerungen: erweiterte Taxonomie-Abfragen, Adminbar (Toolbar im Frontend, über die man auf Backend-Funktionen zugreifen kann), Post Formats (Artikel-Formatvorlagen), einfachere Interne Verlinkung[37]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.2 Gershwin 4. Juli 2011 Neuerungen: ein Vollbild-Modus für den Editor zum „freien Schreiben“ wird ergänzt, das Aussehen der Administrationsoberfläche wird geändert, ein neues Standard-Theme (Twenty Eleven) wird ausgeliefert. Die Systemvoraussetzungen werden auf PHP 5.2.4 und MySQL 5.0 erhöht und Internet Explorer 6 wird nicht mehr unterstützt.[38]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3 Sonny 12. Dezember 2011 Neuerungen: verbesserter Uploader für Medien, verbesserte Navigationsleiste im Administrationsbereich[39]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.4 Green 13. Juni 2012 Neuerungen: Verbesserung von Designfunktionen („Theme Customizer“), benutzerdefinierte Kopfzeilen mit flexiblen Größen, Twittereinbindung[40] und HTML in den Bildbeschreibungen[41][42]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5 Elvin 11. Dezember 2012 Neuerungen: Unterstützung des Retina-Display, Werkzeug zur Farbauswahl, neues Standard-Theme Twenty Twelve, einfacherer Workflow für Bilder, individuelle Grafiken für Kopf- und Fußzeile[43]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.6 Oscar 1. August 2013 Neuerungen: neues Theme: Twenty Thirteen, Verbesserungen im Admin-Bereich, Verbesserung der Oberfläche für Post-Formate, Verbesserung der Oberfläche für Menüs, Update für Revisionen, automatisches Speichern und Post-Locking
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.7 Basie 24. Oktober 2013 Neuerungen: eigenständige Aktualisierung, Hinweis auf schwache Passwörter, besserer globaler Support, neue Sortierungslogik für Suchergebnisse[44]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.8 Parker 12. Dezember 2013 Neuerungen: neues Design im Administrationsbereich, neues Standard-Theme Twenty Fourteen, verbesserte Anpassungen an verschiedene Bildschirmgrößen und Auflösungen [45]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.9 Smith 16. April 2014 Neuerungen: Update für Visuellen Editor (WYSIWYG), Drag-&-Drop-Funktion im Editor, Playlisten für Videos und Audios, verbesserter Theme-Browser, Galerie Vorschau im Editor
WordPress 4 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0 Benny 4. September 2014 [46] Neuerungen: zusätzliche Grid-Ansicht für die Mediathek sowie eine Filterung nach Typ, neue Gestaltung der Plugin-Installation, Sprachauswahl während des Installationsvorgangs, Vorschau von eingebundenen URLs im visuellen Editor, automatische Größenanpassung des Editors, Widgets in einem eigenen Customizer-Panel, verbesserte Interaktion mit Editor-Inhalten [47][48]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1 Dinah 18. Dezember 2014 [49] Neuerungen: neues Standard-Theme Twenty Fifteen, ablenkungsfreies Schreiben, Spracheinstellung kann jederzeit in den Einstellungen geändert werden, Ausloggen vom Blog von überall möglich, Einbindung von Videos die bei Vine gehostet sind, Plugin-Vorschläge anhand der verwendeten Plugins, mehrere Verbesserungen „unter der Haube“
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.2 Powell 23. April 2015[50] Neuerungen: vereinfachtes Wechseln zwischen bereits installierten WordPress-Themes, neuer Workflow beim Update von Plugins, da diese zukünftig im Hintergrund geladen werden,[51] Überarbeitung von „Press This“, Vereinfachung von Teilen des Web-Contents, Emoji-Support
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.3 Billie 18. August 2015[52] Neuerungen: sicherere Seiten durch bessere Passwörter, Menü-Verwaltung und Website-Icon im Customizer, Schnellere Formatierungen im Editor durch Formatierungs-Kürzel
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.4 Clifford 8. Dezember 2015[53] Neuerungen: neues Standard-Theme Twenty Sixteen, Responsive Bilder, Einbettung von Beiträgen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.5 Coleman 12. April 2016 Neuerungen: Vereinfachung der Einbettung interner Links („Inline-Link-Dialog“), Einbindung von Logos in das Theme, Behebung von geringen Sicherheitslücken[54]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.6 Pepper 16. August 2016 Neuerungen: Theme- und Plugin-Updates ohne Seitenwechsel („Shiny Updates“), automatische Erkennung von Toten Links, Abspeicherung von Entwürfen im Browser-Cache, Verwendung gleicher Schriftarten wie im PC-Betriebssystem im Backend (native Schriftarten)[55]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.7 Vaughan 6. Dezember 2016 Neuerungen: neues Standard-Theme Twenty Seventeen, benutzerspezifische Sprache im Backend, Entwickler können spezifische Sammelaktionen einfacher implementieren[56][57]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.8 Evans 8. Juni 2017 Neuerungen: Medien-Widgets und Verbesserungen bei der Link-Bearbeitung im Editor
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.9 Tipton 16. November 2017 Neuerungen: Customizer mit Planungsfunktion, vereinfachte Menüerstellung und Sandbox für Sicherheit bei Plugin- oder Theme-Bearbeitung (fataler Fehler nahezu unmöglich, da statt des White Screens die vorherige Version wiederhergestellt wird.)[58]
WordPress 5 Aktuelle Version: 5.0 Bebo 06. Dezember 2018 Neuerungen: ein auf Inhaltsblöcken basierender Editor[59], Theme Twenty Nineteen[60]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

WordPress µ Bearbeiten

Das Projekt WordPress µ (µ = mu, hier als Abkürzung für Multiuser genutzt) entstand, um die Möglichkeit zu bieten, Weblogs mandantenfähig zu hosten und damit einen Weblog-Dienst einzurichten. WordPress-µ-Versionen basierten jeweils auf der aktuellen WordPress-Version und erschienen meist zeitnah zu dieser. Das Projekt wurde ebenfalls von Automattic koordiniert.

Seit WordPress 3.0 ist µ unter dem Namen Multisite ein fester Bestandteil der Blog-Software. Es wird daher nicht mehr als gesondertes Projekt geführt.

BuddyPressBearbeiten

BuddyPress ist ein Plug-In für WordPress (ursprünglich nur für WordPress µ), das das Blog-System in ein kleines soziales Netzwerk verwandelt. Die aktuelle Version ist 2.6.2 vom 4. August 2016.[61]

WordPress für MobilgeräteBearbeiten

Für Betriebssysteme (derzeit iOS, Android, Windows Phone, Blackberry OS, Symbian, HP webOS) verschiedener Mobilgeräte werden Applikationen angeboten, die den mobilen Zugriff auf WordPress.com-Blogs und WordPress-Blogs ab Version 2.7 ermöglichen. Diese bieten unter anderem die Möglichkeit, Beiträge lokal zu bearbeiten sowie Bilder und Videos hochzuladen.[62]

KritikBearbeiten

DE-EditionBearbeiten

Die Integration des Plug-ins „LinkLift“, das Textlinks zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung durch Aktivierung des Benutzers in die inoffizielle deutsche Version 2.3 einband, löste Diskussionen unter Nutzern aus.[63] Als Reaktion darauf wurde das Plug-In ab dem 1. Oktober 2007 nicht mehr mit ausgeliefert.

Lange Zeit gab es zudem für WordPress im deutschsprachigen Raum mehrere Sprachdateien: Eine von WordPress.org und zwei von WordPress Deutschland (eine „Du“- und eine „Sie“-Version). Da die Sprachdateien das gleiche Länderkürzel nutzten, kam es mit der Einführung der automatischen Aktualisierungsfunktion mit WordPress 2.7 zu diversen Problemen. Mit der Folgeversion 2.8 und der Zusammenlegung der deutschen Sprachversionen wurde dies behoben.[64]

MehrsprachigkeitBearbeiten

WordPress bietet keine native Unterstützung für mehrsprachige Webseiten. Zwar bieten Plug-ins die Möglichkeit, mehrsprachigen Inhalt zu verwalten, jedoch beziehen sich diese meist nur auf einzelne Postings und nicht auf alle verfügbaren Elemente. Alternativ ist es möglich, die MultiSite-Funktion von WordPress ab Version 3.0 zu nutzen und damit für jede Sprache ein eigenes Blog zu erstellen.[65]

SpeicherverbrauchBearbeiten

In Version 2.8 ist der Speicherverbrauch verglichen mit den Vorgängerversionen vor allem auf 64-Bit-Systemen stark gestiegen.[66] Standardmäßig werden heute erfahrungsgemäß mindestens 128 MB RAM benötigt.

Mit Version 3.2 wurde die Code-Menge reduziert und an der Performance gearbeitet.[67]

Programmierschnittstelle (API)Bearbeiten

Besonders bei der Entwicklung von Skins (bei WordPress Themes genannt) bemängeln Entwickler das uneinheitliche API. So existieren redundante oder nahezu gleichlautende Funktionen. Globale Variablen werden benutzt und objektorientierte mit prozeduraler Programmierung vermischt. Außerdem geben einige Funktionen Werte direkt auf dem Bildschirm aus, andere geben sie lediglich zurück.[68]

DatenschutzBearbeiten

Werden Webfonts von externen Servern eingebunden statt auf dem eigenen Webserver abgelegt, entsteht ein Datenschutzproblem: Besucher eines Webservers im EU-Gebiet erwarten mit Recht, dass die Datenschutz-Grundverordnung beachtet wird. Wenn aber Webfonts direkt z. B. von Google Fonts eingebunden werden, können bei jedem Besuch der Website Datenspuren außerhalb der EU entstehen. Weil das in WordPress die Voreinstellung ist, wurden WordPress und Google bei den Big Brother Awards 2017 tadelnd erwähnt.[69]

TriviaBearbeiten

Ab Version 3.0 tauscht WordPress in Titeln, Inhalten und Kommentaren die Schreibweise Wordpress automatisch durch die offizielle – WordPress – aus.[70]

LiteraturBearbeiten

  • Gino Cremer: Das WordPress Praxishandbuch. 4. Auflage, Franzis, Haar bei München 2016, ISBN 978-3-645-60527-4.
  • Alexander Hetzel: WordPress 4. Das umfassende Handbuch. 6., aktualisierte Auflage. Rheinwerk, Bonn 2017, ISBN 978-3-8362-4470-1.
  • Bernd Schmitt: Schnelleinstieg WordPress. Franzis, Haar bei München 2015, ISBN 978-3-645-60404-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: WordPress – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. WordPress 4.9.8 Maintenance Release. (englisch, abgerufen am 3. August 2018).
  2. openhub.net.
  3. The WordPress License. (englisch, abgerufen am 4. August 2018).
  4. Monika Thon-Soun: Vom Blogsystem zum Content-Manager: WordPress als CMS. t3n Magazin, 2008, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  5. Anforderungen. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  6. Matthew Mullenweg: The Blogging Software Dilemma. MA.TT, 24. Januar 2003, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  7. Roadmap. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  8. The 60 Second Guide to B2/Cafelog - Where WordPress Started. WhoIsHostingThis.com, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  9. Matt Mullenweg: WordCamp in San Francisco. WordPress.org, 11. Juli 2006, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  10. WordPress Foundation, 660 4th Street, Box 119, San Francisco, CA 94107, United States, Employer Identification Number (EIN): 20-5498932
  11. John Saddington: The Difference: WordPress Foundation and Automatic, Inc. torquemag.io, 29. Januar 2013, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  12. Christoph Plessner, Simon Hülsbömer: Die besten kostenlosen CMS. Abschnitt WordPress. Computerwoche, 4. April 2016, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  13. Carsten Knop: Blogs für die Welt: Matthew Mullenweg ist der Kopf hinter Wordpress. In: Ad hoc. 24. März 2014 (faz.net [abgerufen am 24. August 2018]).
  14. dpa: Studie: Jede vierte Website weltweit läuft mit WordPress. In: Heise Online. 10. November 2015, abgerufen am 24. August 2018 (deutsch).
  15. Downloadzähler. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  16. Usage of content management systems for websites. W3Techs.com, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  17. Famous 5-Minute Installation. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  18. Was ist Wordpress? Linevast.de, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  19. WordPress Feeds. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  20. WordPress Gutenberg Editor:Das leistet der neue Editor. ionos.de. 13. Dezember 2018. Abgerufen am 14. Dezember 2018.
  21. WordPress Default Themes. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  22. Theme-Verzeichnis. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  23. Matt Mullenweg: Themes are GPL, too. WordPress.org, 2. Juli 2009, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  24. Monika Steinberg: WordPress erhält inoffiziellen App-Store für Plugins und Themes. t3n Magazin, 16. Mai 2012, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  25. Child Themes. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  26. Matt Mullenweg: Announcing WordPress 1.5. WordPress.org, 17. Februar 2005, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  27. WordPress.org: WordPress 2 (englisch)
  28. Blogeintrag der Entwickler zur Einstellung von WordPress 2.0 (englisch)
  29. WordPress.org: WordPress 2.2 (englisch)
  30. WordPress.org: WordPress 2.3 (englisch)
  31. WordPress.org: WordPress 2.5 (englisch)
  32. WordPress.org: WordPress 2.6 (englisch)
  33. WordPress.org. WordPress 2.7 „Coltrane“ (englisch)
  34. WordPress.org: 2.8 Release Jazzes Themes and Widgets (englisch)
  35. WordPress.org: Veröffentlichungsbeitrag zu WordPress 2.9
  36. WordPress.org: Zeitplan zum Release von WordPress 3.0
  37. wpdevel: Process and Scope for 3.1, Part I
  38. WordPress.org: Veränderungen in Wordpress 3.2
  39. Matt Mullenweg: WordPress 3.3 “Sonny”. 12. Dezember 2011, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  40. Tweets einbetten
  41. WordPress 3.4 “Green” ist veröffentlicht, WordPress Blog, 13. Juni 2012. Abgerufen am 14. Juni 2012.
  42. WordPress veröffentlicht Version 3.4 “Green” 16. Juni 2012, abgerufen am 13. November 2012.
  43. WordPress 3.5: Auf dem Weg zum Allround-CMS. In: t3n. 19. Juli 2012, archiviert vom Original am 21. Juli 2012; abgerufen am 20. Juli 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/t3n.de
  44. WordPress 3.7 „Basie“ ist fertig, WordPress Blog, 24. Oktober 2013. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  45. WordPress 3.8 „Parker“ veröffentlicht, WordPress Blog, 12. Dezember 2013. Abgerufen am 17. Dezember 2013.
  46. WordPress 4.0 “Benny”. WordPress.org, abgerufen am 5. September 2014.
  47. WordPress 4.0 Beta 1 ist erschienen: Die Neuheiten im Überblick (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wordplus.de
  48. offizielle Entwickler-Ankündigung von WordPress 4.0 Beta 1 (englisch)
  49. WordPress 4.1 “Dinah”. WordPress.org, abgerufen am 18. Dezember 2014.
  50. Version 4.2 Project Schedule Wordpress.org, abgerufen am 28. März 2015 (englisch)
  51. Drew Jaynes: WordPress 4.2 Beta 1. In: Wordpress Blog. wordpress.org, 12. März 2015, abgerufen am 18. März 2015.
  52. Version 4.3 WordPress 4.3 „Billie“ Wordpress.org, abgerufen am 19. August 2015
  53. WordPress 4.4 „Clifford“ Wordpress.org, abgerufen am 29. Dezember 2015
  54. Florian Brinkmann: Patchnotes für WordPress 4.5 Coleman. In: wordpress.org. Automattic, 12. April 2016, abgerufen am 29. Mai 2016.
  55. Florian Brinkmann: Release-Notes für WordPress 4.6 Pepper. In: de.wordpress.org. Automattic, 16. August 2016, abgerufen am 17. August 2016.
  56. Version 4.7. In: codex.wordpress.org. Automattic, abgerufen am 12. Oktober 2016 (englisch).
  57. Angelika Reisiger: Release-Notes für WordPress 4.7 Vaughan. In: de.wordpress.org. Automattic, 6. Dezember 2016, abgerufen am 7. Dezember 2016.
  58. Angelika Reisiger: WordPress 4.9 »Tipton«. 16. November 2017, abgerufen am 16. November 2017.
  59. Die neue Erfahrung im Bereich der Bearbeitung mit Gutenberg. wordpress.org. Abgerufen am 14. Dezember 2018.
  60. WordPress 5.0 “Bebo”, 6. Dezember 2018, abgerufen am 6. Dezember 2018 (englisch).
  61. David Cavins: BuddyPress 2.6.2. BuddyPress.org, 4. August 2016, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  62. WordPress Mobile Apps. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  63. Offene Anfrage an WordPress Deutschland. Abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  64. Ein WordPress Deutschland. WordPress Deutschland, 22. Juli 2009, archiviert vom Original am 1. Dezember 2011; abgerufen am 23. September 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blog.wordpress-deutschland.org
  65. Create A Network. WordPress.org, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  66. Olaf Schmitz: Fatal error: Allowed memory size of *** bytes exhausted… WordPress Deutschland, 16. Juni 2009, abgerufen am 23. September 2012.
  67. Jane Wells: WordPress 3.2, Beta 1. WordPress.org, 12. Mai 2011, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  68. WordPress: Eine Hassliebe? 11. August 2010, archiviert vom Original am 13. Juni 2015; abgerufen am 23. September 2012.
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