Wilhelm Bork

deutscher Ingenieur und Eisenbahnpionier, Wegbereiter der Elektrifizierung der Eisenbahn

Friedrich Wilhelm Bork (auch F. W. Bork;[1] * 1842 in Jacobshagen, Pommern; † 9. März 1906 in Berlin)[2][3] war ein deutscher Ingenieur und Eisenbahnfachmann.

LebenBearbeiten

Wilhelm Bork wurde als Sohn des Schlossermeisters Friedrich Wilhelm Bork und dessen Ehefrau Friederike geb. Eichstaedt geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er studierte am Gewerbeinstitut Berlin und begann seine berufliche Laufbahn beim Bau der Berliner Verbindungsbahn, der heutigen Ringbahn. 1870 wechselte er zur Thüringischen Eisenbahn, wo er sowohl für Bau- als auch für Maschinentechnik zuständig war. Ab 1872 konzentrierte er sich von Erfurt aus auf die Maschinentechnik und wurde 1883 zum Königlichen Eisenbahn-Maschineninspektor befördert. Im Jahre 1886 heiratete er die Agnes Wilhelmine Mathilde Barth, Tochter des Ökonomen Heinrich Christoph Barth, in Erfurt.[3] Sie bekamen ein Jahr später die Tochter Gertrud Bork in Erfurt.[4] Im selbigen Jahr wurde er Vorstand der Hauptwerkstätte in Berlin, 1890 Eisenbahndirektor. Als Dezernent für den Lokomotivdienst wechselte er 1895 zur Eisenbahndirektion Berlin. In dieser Position verblieb er bis zu seinem Tod. Bork war ein Wegbereiter des elektrischen Antriebs von Eisenbahnen. Er erfand einen Geschwindigkeitsmesser und eine Radreifenbefestigung. In seinem Verantwortungsbereich als Staatskommissar wurde 1903 bei Versuchs-Schnellfahrten erstmalig die Geschwindigkeitsgrenze von 200 Kilometer pro Stunde überschritten.

Wilhelm Bork war Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und dessen Berliner Bezirksvereins.[1] Er führte zuletzt den Titel eines Geheimen Baurats.[5] Bork verstarb mit 62 Jahren am 9. März 1906 um 10:15 Uhr in seiner Wohnung am Tempelhofer Ufer 28.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Sitzungsberichte der Bezirksvereine – Berliner Bezirksverein. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 50, Nr. 52, 29. Dezember 1906, S. 2115.
  2. a b Standesamt Berlin IV a: Sterbeurkunde Wilhelm Bork. 218/1906 (Erstregister).
  3. a b Standesamt Erfurt: Heiratsurkunde Bork, Barth. Nr. 292/1886.
  4. Standesamt Erfurt: Geburtsurkunde Getrud Bork. Nr. 1405/1887.
  5. Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1905. Berlin 1905, S. 38.