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Wilhelm Ashoff (Unternehmer, 1857)

deutscher Unternehmer

Wilhelm Ashoff (* 31. Juli 1857 in Altena; † 13. Juli 1929) war ein deutscher Unternehmer.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Er besuchte die Realschule in Altena und erlangte die Primareife in Siegen. Nach der kaufmännischen Lehre trat er im Jahre 1874 in die Firma Basse & Selve ein, die 1861 gegründet wurde.

In dieser Firma wirkte er 53 Jahre und stieg zum Prokuristen, Direktor und Generaldirektor auf. Nachdem die Firma im Jahre 1921 zur Selve AG wurde und im Jahre 1927 zur Berg-Heckmann-Selve AG umgewandelt wurde, schied er 1927 aus dem Vorstand aus und wechselte im Jahre 1928 in den Aufsichtsrat. Seit 1899 war er in der Firma Generalbevollmächtigter gewesen.

Er zeichnete sich durch eine Förderung der Gemeinschaftsarbeit in der Messing-, Kupfer-, Nickel- und Aluminiumindustrie aus. Weiterhin unterstützte er die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Er beteiligte sich bei dem Ausgleich der Interessenkonflikte mit der Arbeiterschaft.

FunktionenBearbeiten

  • 1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Selve-Automobilwerke AG
  • Vorsitzender der Handelskammer für das Lennegebiet des Kreises Altena und für den Kreis Olpe von 1904 bis 1929
  • Mitglied des Kreistags und des Magistrats der Stadt Altena
  • Ausschußmitglied des Zentralverbands der Deutschen Industriellen
  • Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrats
  • Mitglied des Hauptausschusses und Außenhandelsausschusses des Deutschen Industrie- und Handelskammertag
  • Mitglied des Landesausschusses der preußischen Industrie- und Handelskammern
  • Mitglied des Hauptausschusses des Reichsverbandes der deutschen Industrie
  • Vorsitzender der Fachgruppe der Metallhütten- und Metallhalbzeugindustrie des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
  • Vorsitzender des Zentralverbandes der Deutschen Metall-, Walzwerks- und Hüttenindustrie e.V.
  • Mitglied des Vereins für die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen
  • Mitglied des Vorstands des Kupferblech-Syndikats in Kassel
  • Mitglied des Vorstands des Kupferrohrverbands in Köln
  • Mitglied des Vorstands des Deutschen Kupferdrahtverbands
  • Mitglied des Vorstands des Aluminium-Walzwerkverbands

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1923: Ernennung zum Dr.-Ing. ehrenhalber durch die Bergakademie Clausthal
  • Ehrenvorsitzender des Verbandes des Wirtschafts-Vereins Deutscher Messingwerke e.V.
  • Ernennung zum Königlich preußischen Kommerzienrats

ReferenzenBearbeiten

  • Georg Wenzel: Deutsche Wirtschaftsführer. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg/ Berlin/ Leipzig 1929.
  • Alfred Bozi, Otto Sartorius: Die Deutsche Wirtschaft. Berlin 1926.