Werner Oehlmann

deutscher Musikpädagoge und Autor

Werner Oehlmann (* 15. Februar 1901 in Schöppenstedt bei Braunschweig; † 24. Juli 1985 in Bitburg)[1] war ein deutscher Musikkritiker, Musikpädagoge und Autor.

LebenBearbeiten

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Biographie zwischen 1932 und 1938
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Nach Abschluss des Gymnasiums studierte Oehlmann in Berlin bei Rudolf Maria Breithaupt (Klavier) und Hermann Abert (Musikwissenschaft) sowie an der Musikhochschule Weimar. Danach arbeitete er von 1930 bis 1932 als Spielleiter und Dramaturg in Bamberg.[2]

In der Zeit des Nationalsozialismus war Oehlmann Konzertbegleiter und Musikreferent in Berlin. In den Jahren 1938 bis 1940 schrieb er Beitrage in der gleichgeschalteten Deutschen Allgemeinen Zeitung, von 1940 bis 1944 auch in der NS-Zeitschrift Das Reich.[1] Nach einer Reise in das sogenannte Generalgouvernement schrieb er im November 1941 einen Beitrag im Sinne der NS-Machthaber unter dem Titel Verwandelter Osten in der Zeitschrift Das Reich: „Deutsche Ordnung hat nun von diesem Raum der ungeordneten Kräfte Besitz genommen. […] Die Juden, überall in eigenen Wohnvierteln konzentriert, sind praktisch als politisch völkisches Element schon ausgeschaltet.“[3]

1945 wurde Oehlmann Lehrer an der Städtischen Musikschule in Braunschweig, ab 1947 war er Redakteur beim NWDR Hamburg. Von 1950 bis 1966 war er Musikredakteur beim Berliner Tagesspiegel. Anschließend trat er in den Ruhestand.[1]

Als Autor hat sich Oehlmann vor allem als Herausgeber von Musikführern – umfangreiche Nachschlagewerke zu bestimmten musikalischen Bereichen – einen Namen gemacht.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Die Musik des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin 1953
  • Die Musik des 20. Jahrhunderts. Berlin 1961
  • Reclams Chormusik- und Oratorienführer. Stuttgart 1965; 6. A. 1991, ISBN 3-15-010017-8, 630 S. (mit zahlr. Notenbeispielen)
  • als Hrsg., zusammen mit Klaus Billing und Walther Kaempfer: Reclams Klaviermusikführer. Band II. Von Franz Schubert bis zur Gegenwart. Stuttgart 1967: 5. A. 1986, ISBN 3-15-010125-5, 1.064 S. (m. zahlr. Notenbeispielen)
  • als Hrsg., zusammen mit Christiane Bernsdorff-Engelbrecht: Reclams Klaviermusikführer. Band I. Frühzeit, Barock und Klassik. Stuttgart 1968; 4. A. 1982, ISBN 3-15-010112-3, 813 S. (mit zahlr. Notenbeispielen)
  • Hans Chemin-Petit. Dirigent, Lehrer, Komponist. Berlin 1971
  • Reclams Liedführer. Stuttgart 1973, 4. A. 1993; 1024 S. (mit 470 Notenbeispielen); ISBN 3-15-010215-4
  • Das Berliner Philharmonische Orchester. Kassel / Basel / Tours / London 1974
  • Oper in vier Jahrhunderten. Stuttgart / Zürich 1984

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004, S. 5.002.
  2. Oehlmann, Werner. In: Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, DNB 010075518.
  3. Vollständiges Zitat bei Fred K. Prieberg: Handbuch, S. 5.003–5.004. Auszüge auch bei Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 440.