Werner Baltes

deutscher Lebensmittelchemiker und Hochschullehrer

Werner Baltes (* 10. September 1929 in Hamburg; † 7. Mai 2013 in Berlin) war ein deutscher Lebensmittelchemiker, der von 1973 bis zu seiner Emeritierung 1997 Professor am Institut für Lebensmittelchemie und -technologie an der TU Berlin war.

Werner Baltes (2011)
Das Grab von Werner Baltes und seiner Ehefrau Norma auf dem Friedhof Zehlendorf in Berlin.

Baltes studierte Chemie an der Universität Hamburg und promovierte im Jahr 1959 bei Kurt Heyns. Er forschte vor allem über die bei der Maillard-Reaktion ablaufenden Vorgänge. Den Bildungsmechanismen von Kaffee- und Fleischaromen, der stofflichen Zusammensetzung von Karamellsirup, Zuckercouleur und Räucherrauch galt sein besonderes Interesse. In über 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist Baltes' Schaffen dokumentiert. Bekannt wurde Baltes auch durch sein Lehrbuch zur Lebensmittelchemie, das im Springer-Verlag erschienen ist. Dieses Buch erschien 2011 in 7. Auflage, Coautor dieser Auflage war Reinhard Matissek.[1]

Baltes war sechs Jahre lang Vorsitzender der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG) in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und langjähriger Vorsitzender des LChG-Regionalverbandes Berlin. Er erwarb sich auch Verdienste um die Food-Working-Party der Europäischen Chemischen Gesellschaft. Zugleich gehörte er mehrere Jahre dem Bundesgesundheitsrat des Bundesministeriums für Gesundheit an.[2]

Er ist auf dem Friedhof Zehlendorf bestattet.

EhrungenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Werner Baltes, Reinhard Matissek: Lebensmittelchemie, Springer-Verlag, Heidelberg, 7. Auflage, 2011, ISBN 978-3-642-16538-2.
  2. Reinhard Matissek: Werner Baltes (1929–2013), Nachrichten aus der Chemie 61 (2013) 802.

WeblinksBearbeiten

Commons: Werner Baltes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien