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Wechloy

alte Ortslage im Westen der Stadt Oldenburg
Gewerbegebiet Wechloy aus der Luft; links die Bundesautobahn 28
Wirtshaus in Wechloy seit 1846

Wechloy ist eine alte Ortslage im Westen der Stadt Oldenburg.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Wechloy wird erstmals 1259 in einer Urkunde des Klosters Hude als „Wechlage“ erwähnt.[1] Das Dorf liegt am Nordrand der Haaren-Niederung. Im Mittelalter bestanden hier vier Höfe, um 1790 zwölf Höfe und Kötereien.[2] Die Bauerschaft Wechloy gehörte früher zur Hausvogtei Oldenburg und seit 1814 zur Landgemeinde Oldenburg. 1858 hatte das Dorf 170 Einwohner. 1897 wurde die Landgemeinde Oldenburg geteilt. Wechloy unterlag nun der Verwaltung der Gemeinde Eversten. Im Gemeinderat wurde Wechloy anfangs von Landmann Friedrich Küpker vertreten. Der östliche Teil der Gemeinde Eversten mit Wechloy ging schließlich am 1. August 1924 in Oldenburg auf.[3] Historischer Mittelpunkt des Dorfs ist das Wirtshaus „Zum Drögen Hasen“. In seinem Umfeld pflegt der Heimatvereen Wechloy e. V. das Brauchtum (Volkstanz, Theater, Maibaum setzen) und die plattdeutsche Sprache.[2]

GewerbeBearbeiten

In Wechloy befindet sich ein ausgedehntes Gewerbegebiet, dessen Herzstück das im Winter 2007 eröffnete Famila XXL Einkaufsland darstellt. Auf dem Gelände haben auch diverse Telekommunikationsdienstleister ihren Standort. Dabei sticht besonders die in den 1990er Jahren vom Rundfunkunternehmer Ripken&Ripken erbaute Pyramide hervor, in der sich heute eine Media Markt-Filiale befindet. Das "alte Famila Center", das seine Tore im Jahre 1977 eröffnete, war seinerzeit Deutschlands größtes Einkaufszentrum.

Bildung und WissenschaftBearbeiten

Wechloy ist Teilstandort der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit der Fakultät V (Mathematik und Naturwissenschaften), dem Hörzentrum und einer Bereichsbibliothek. Außerdem sind umfangreiche Sportanlagen vorhanden. Ab 2013 nehmen die Forschungszentren Neurosensorik und Sicherheitskritische Systeme („Nessy“) die Arbeit auf dem Campus Wechloy auf.[4]

In Wechloy befindet sich seit 2001 eine der vier Berufsbildenden Schulen (BBS) der Stadt Oldenburg. Die BBS Wechloy wird 2012 von ca. 3.200 Schülern in ca. 150 Klassen besucht.[5]

VerkehrsanbindungBearbeiten

 
Neuer Haltepunkt Oldenburg-Wechloy, noch mit Signal im Bahnsteigbereich

Wechloy ist über die Abfahrt 10 „Oldenburg-Wechloy“ der Autobahn A 28 an das Autobahnnetz angeschlossen. Die innerstädtische Anbindung wird über die Ammerländer Heerstraße und Ofener Straße sichergestellt. Die Stadtbuslinie 310 der Oldenburger Verkehr und Wasser fährt bis zum Famila XXL-Gelände im 15-Minuten-Takt. Jeder zweite Bus fährt von Wechloy weiter über Ofen (Bad Zwischenahn) hinaus nach Wehnen.

Seit dem 14. Juni 2015 ist Wechloy über den Eisenbahn-Haltepunkt Oldenburg-Wechloy an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer an die Linie RS 3 der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen angeschlossen.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Staatsarchiv Oldenburg, Best. 23, Abt. 2.
  2. a b Jubiläumschronik 1985, Heimatvereen Wechloy.
  3. Georg Bredehorn, Eversten, von 1200 bis ins 20. Jahrhundert, Isensee Verlag Oldenburg, 2001.
  4. Forschungsneubau NeSSy auf dem Campus Wechloy, 19. Juni 2012 (Memento des Originals vom 9. Dezember 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-oldenburg.de
  5. BBS Wechloy
  6. Haltepunkt Wechloy: Er kommt doch noch Oldenburger Online-Zeitung vom 10. Oktober 2013.

Koordinaten: 53° 9′ N, 8° 10′ O