Von Delacroix bis Picasso

Von Delacroix bis Picasso hieß eine Ausstellung, die 1965 in der Nationalgalerie in Ost-Berlin gezeigt wurde. Gemäß ihrem Untertitel präsentierte sie Ein Jahrhundert französischer Malerei, wobei die Werke der beiden Künstler Eugène Delacroix und Pablo Picasso den zeitlichen Rahmen markierten. Die Ausstellung fiel in eine Aufbruchphase der DDR-Kulturpolitik und spiegelt auf Museumsebene eine Annäherung zwischen den beiden deutschen Staaten.

Ort der Ausstellung: Nationalgalerie auf der Museumsinsel (heute als Alte Nationalgalerie bezeichnet), Foto von 1956

Hintergrund der AusstellungBearbeiten

Vom 4. September bis zum 20. Oktober 1965 fand in der Nationalgalerie auf der Museumsinsel in Ost-Berlin die Ausstellung Von Delacroix bis Picasso: Ein Jahrhundert französischer Malerei statt.[1] Die von der Kunsthistorikerin Vera-Maria Ruthenberg konzipierte Übersichtsschau knüpfte bewusst an das Wirken der ehemaligen Museumsdirektoren Hugo von Tschudi und Ludwig Justi an, die sich besonders für den Erwerb von Kunst aus Frankreich eingesetzt hatten. So gelang es Tschudi beispielsweise 1900 das Gemälde Mühle von Pontoise von Paul Cézanne für das Museum zu gewinnen. Die Nationalgalerie war damit das erste Museum, das noch zu Lebzeiten ein Werk des Malers ankaufte, worauf Ruthenberg ausdrücklich im Katalog zur Ausstellung hinwies.[2] Während es Tschudi vor allem gelang, Werke des französischen Impressionismus für die Nationalgalerie zu sichern, darunter Bilder von Édouard Manet, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Edgar Degas, konnte sein Nachfolger Justi nach dem Ersten Weltkrieg die Sammlung um Arbeiten des Post-Impressionismus, beispielsweise Gemälde von Vincent van Gogh, erweitern.[3] Durch das Wirken der beiden Direktoren gab es in der Nationalgalerie eine umfassende Sammlung französischer Malerei des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dies änderte sich jedoch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisthen. So wurden 1936 einzelne Kunstwerke des französischen Impressionismus verkauft, um mit den Geldern ein Werk des deutschen Caspar David Friedrich anzukaufen.[4] Im Zusammenhang mit der Ausstellung Entartete Kunst 1937 gingen der Sammlung zahlreiche weitere Werke verloren und wenig später wurde Gemälde von Vincent van Gogh zur Devisenbeschaffung aus der Nationalgalerie entfernt.[5] Im Zweiten Weltkrieg wurde die Nationalgalerie geschlossen und die Bestände ausgelagert. Das Museumsgebäude erlitt im Krieg schwere Beschädigungen.

Justi, den die Nationalsozialisten aus dem Amt entfernt hatten, wurde nach dem Krieg Generaldirektor der Staatlichen Museen. Unter seiner Leitung konnten 1949 die ersten zehn Räume der Nationalgalerie wiedereröffnet werden. Wichtige Werke der Sammlung standen Justi allerdings nicht zur Verfügung. Teile waren in die Bundesrepublik ausgelagert, andere Objekte befanden sich in der Sowjetunion. Allgemein konzentrierte sich die DDR-Kulturpolitik auf die Förderung der Kunst des Sozialistischen Realismus.[6] Nach Justis Tod 1957 übernahm seine Mitarbeiterin Vera-Maria Ruthenberg die Leitung der Nationalgalerie, deren Ausstellungsfläche ab 1959 wieder vollständig zur Verfügung stand. Zwischenzeitlich kamen 1958 aus der Sowjetunion Werke des 19. und 20. Jahrhunderts in die Nationalgalerie zurück.[7] Die vormals umfangreichen Bestände französischer Werke der Sammlung waren jedoch zwischen Ost- und West-Berlin geteilt. Während die Gemälde von Manet, Monet und Renoir zunächst im Schloss Charlottenburg in West-Berlin gezeigt wurden, kehrten Bilder von Degas und Cézanne in das Stammhaus auf der Museumsinsel zurück.

Voraussetzung für die Ausstellung Von Delacroix bis Picasso im Jahr 1965 war neben dem wiederhergestellten Gebäude und der teilweisen Rückkehr der eigenen Sammlung zudem eine veränderte DDR-Kulturpolitik. In den 1950er Jahren war die politische und kulturelle Ausrichtung auf die Sowjetunion geprägt, mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 verstärkte sich die Abschottungspolitik in Richtung Westen. Dies änderte sich Mitte der 1960er Jahre mit einer kulturellen Öffnung in verschiedenen Bereichen.[8] Zwei internationale Ausstellungen des Jahres 1965 sollten nicht zuletzt dazu beitragen, „die lang vermisste Weltläufigkeit hinter der Mauer“ herzustellen. Dies waren zum einen die Biennale der Ostseeländer als Forum der neuen Kunst in Rostock, zum anderen die Schau Von Delacroix bis Picasso in der Berliner Nationalgalerie.[9] Die Bedeutung der Berliner Ausstellung wurde nicht nur in Zeitschriften herausgestellt, sondern auch in der DDR-Wochenschau Der Augenzeuge unterstrichen.[10]

Der Titel Von Delacroix bis Picasso und die damit verbundene programmatische zeitliche Festlegung waren nicht neu. Beispielsweise zeigte 1925 die Berliner Kunsthandlung Hugo Perls ein Zusammenstellung mit dem Titel Von Delacroix bis Picasso: hundert Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen französischer Meister des XIX. Jahrhunderts[11] und 1961 präsentierte das Volkswagenwerk in der Wolfsburger Stadthalle die Ausstellung Französische Malerei von Delacroix bis Picasso.[12] Allen Ausstellungen gemeinsam ist nicht nur der zeitliche Rahmen, auch die Einordnung von Künstlern wie dem Spanier Pablo Picasso oder dem Niederländer Vincent van Gogh zur französischen Kunst findet sich übereinstimmend wieder. Dies entspricht dem geografischen Wirkungsfeld dieser Künstler in Frankreich. Insbesondere das Werk von Pablo Picasso wurde in der sozialistischen Kulturpolitik der 1950er Jahre noch als „formalistisch“ abgelehnt und war nur selten in Ausstellungen zu sehen.[13]

Angesichts des zur Verfügung stehenden geringen eigenen Bestandes war die Ost-Berliner Nationalgalerie vor allem auf Leihgaben angewiesen. Besonders umfangreiche Ausleihen gab es aus den Museen in Prag und Budapest, die zahlreiche ihrer bedeutenden Werke französischer Malerei nach Berlin schickten. Hinzu kamen Ausleihen aus anderen Städten der DDR und aus weiteren sozialistischen Ländern wie Polen und der Sowjetunion. Weitere Leihgeber waren Museen in Helsinki und Wien. Die staatlichen französischen Sammlungen übersandten zudem einige ausgewählte Werke, was bei der Thematik der Ausstellung naheliegend erscheint. Eher ungewöhnlich war die hohe Beteiligung westdeutscher Museen. Zwar kamen wenige Jahre nach dem Bau der Mauer aus ideologischen Gründen Ausleihen aus West-Berlin nicht in Betracht, aber die Museen in Hamburg, Bremen, Essen, Wuppertal, Köln, Stuttgart und München sandten Gemälde nach Ost-Berlin, was als gute Zusammenarbeit zwischen deutschsprachigen Kollegen, aber auch als Zeichen des allgemeinen politischen Wandels gesehen werden kann.

Liste der ausgestellten WerkeBearbeiten

Nachfolgende Liste führt alle in der Ausstellung gezeigten Werke auf. Die Angaben beziehen sich dabei auf denen des Ausstellungskataloges. Teilweise wurde die Titelbezeichnung der neuen Rechtschreibung angepasst (Beispiel: Stillleben statt Stilleben), bei fehlenden Jahresangaben erscheint das Kürzel o. J. (ohne Jahresangabe). Die Museumsangaben wurden in Einzelfällen den heutigen Standorten angepasst (Musée d’Orsay statt Louvre) und Städtenamen ergänzt (Leningrad, Ost-Berlin). Alle anderen Angaben entsprechen den Katalogeinträgen.

Bild Maler Titel Jahr Sammlung, Ort
Pierre Bonnard Mutter mit Kind 1894 Museum der Schönen Künste, Budapest
Pierre Bonnard Ein Speisezimmer 1908 Museum der Schönen Künste, Budapest
Pierre Bonnard Gespräch in der Provence 1912 Nationalgalerie Prag
Pierre Bonnard Strand o. J. Nationalmuseum, Posen
Eugène Boudin Küstenlandschaft mit Kühen 1880 Galerie der Stadt Liberec, Liberec
Eugène Boudin Küstenlandschaft bei Finistère 1880 Galerie der Stadt Liberec, Liberec
Eugène Boudin Dorf mit Fluss und Brücke um 1885 Galerie der Stadt Liberec, Liberec
Georges Braque Stillleben mit Geige und Glas um 1910/11 Nationalgalerie Prag
Georges Braque Stillleben mit Gitarre I um 1920–1922 Nationalgalerie Prag
Georges Braque Stillleben mit Weintrauben nach 1920 Nationalgalerie Prag
Georges Braque Stillleben mit Gitarre II um 1920–1922 Nationalgalerie Prag
  Eugène Carrière Mutterschaft um 1890 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Paul Cézanne Stillleben mit Früchten und Geschirr um 1871/72 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
  Paul Cézanne Der Viadukt von L’Estaque um 1882/83 Ateneum, Helsinki
  Paul Cézanne Das Büfett um 1873–1877 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Paul Cézanne Das Haus in Aix um 1886/87 Nationalgalerie Prag
  Paul Cézanne Mühle an der Couleuvre bei Pontoise um 1881 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
  Paul Cézanne An den Ufern der Marne 1888 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
  Paul Cézanne Stillleben mit Blumen und Früchten um 1888–1890 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
  Paul Cézanne Die Badenden um 1890 Puschkin-Museum, Moskau
  Paul Cézanne Joachim Gasquet um 1896/97 Nationalgalerie Prag
Marc Chagall Zirkus 1927 Nationalgalerie Prag
  Théodore Chassériau Die Tänzerin Pétra Camara um 1890 Museum der Schönen Künste, Budapest
Camille Corot Wald in Fontainebleau 1842 Nationalgalerie Prag
  Camille Corot Erinnerung an Coubron 1872 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Camille Corot Castel Gandolfo um 1845–1850 Museum der Schönen Künste, Budapest
Camille Corot Bauernhof im Wald 1873 Nationalgalerie Prag
  Camille Corot Junges Mädchen mit Blumen um 1868–1870 Museum der Schönen Künste, Budapest
Gustave Courbet Der Verwunderte (Selbstbildnis) um 1844 Österreichische Galerie Belvedere, Wien
Gustave Courbet Dame auf der Terrasse 1858 Wallraf-Richartz-Museum, Köln
  Gustave Courbet Frauenkopf 1857 Nationalgalerie Prag
  Gustave Courbet Felsenlandschaft um 1862 Museum der Schönen Künste, Budapest
Gustave Courbet Die Quelle 1864 Museum der Schönen Künste, Budapest
Gustave Courbet Die Welle 1870 Kunsthalle Bremen
  Gustave Courbet Das Mühlenwehr 1866 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Gustave Courbet Apfelstillleben 1871 Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
  Gustave Courbet Meeresstrand 1867 Nationalmuseum Warschau
Gustave Courbet Der Neuenburger See um 1875 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Gustave Courbet Landschaft mit Baum um 1868 Museum der Schönen Künste, Budapest
Charles-François Daubigny Flussufer 1869 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Charles-François Daubigny Bei Villerville 1873 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Honoré Daumier Eine Familie auf der Barrikade von 1848 nach 1860 Nationalgalerie Prag
  Honoré Daumier Die Last nach 1860 Nationalgalerie Prag
  Edgar Degas Selbstbildnis mit B. E. de Valernes um 1864 Louvre (heute: Musée d’Orsay), Paris
Edgar Degas Unterhaltung um 1884 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Edgar Degas Dame mit Opernglas um 1877 Galerie Neue Meister, Dresden
Edgar Degas Balletttänzerin 1891 Hamburger Kunsthalle
Eugène Delacroix Tote Mutter mit Kind 1824 Nationalgalerie Prag
  Eugène Delacroix Pantherjagd um 1850 Nationalgalerie Prag
Eugène Delacroix Bildnis des Frédéric Villot 1832 Nationalgalerie Prag
Eugène Delacroix Tiger und Löwe um 1850 Nationalgalerie Prag
  Eugène Delacroix Der Marokkaner und sein Pferd 1857 Museum der Schönen Künste, Budapest
Eugène Delacroix Die Vertreibung des Heliodor aus dem tempel um 1857 Nationalgalerie Prag
Eugène Delacroix Der Kampf Jakobs mit dem Engel um 1857 Nationalgalerie Prag
Maurice Denis Mutterglück um 1903 Museum der Schönen Künste, Budapest
André Derain Stillleben mit Krug um 1911/12 Nationalgalerie Prag
André Derain Sitzende Frau im Hemd um 1923 Nationalgalerie Prag
Raoul Dufy Hafen 1908 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Raoul Dufy Stillleben um 1923 Nationalgalerie Prag
  Henri Fantin-Latour Selbstbildnis 1858 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Henri Fantin-Latour Die Frau des Künstlers 1883 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Henri Fantin-Latour Blumenstillleben o. J. Nationalgalerie Prag
Eugène Fromentin Das Araberlager 1871 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Paul Gauguin Winterlandschaft 1879 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Paul Gauguin Zwei Frauen von Tahiti 1892 Galerie Neue Meister, Dresden
  Paul Gauguin Bonjour, Monsieur Gauguin 1889 Nationalgalerie Prag
  Paul Gauguin Die Liebenden (Die Flucht) 1902 Nationalgalerie Prag
  Paul Gauguin Schwarze Schweine 1891 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Vincent van Gogh Früchtestillleben um 1888/89 Galerie Neue Meister, Dresden
  Vincent van Gogh Grünes Getreidefeld um 1888/89 Nationalgalerie Prag
  Édouard Manet Die Freundin von Baudelaire 1862 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Édouard Manet Dame in Rosa 1881 Galerie Neue Meister, Dresden
  Édouard Manet[14] Erschießung 1871[15] Folkwang Museum, Essen
Albert Marquet Der Place de la Trinité in Paris um 1910 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
Albert Marquet Marseille im Winter nach 1930 Nationalgalerie Prag
Henri Matisse Spanisches Stillleben 1911 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
Henri Matisse Joaquina um 1913 Nationalgalerie Prag
  Jean-François Millet Die Reisigträgerinnen um 1858 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
  Jean-François Millet Blick auf den Puy-de Dôme um 1870 Museum der Schönen Künste, Budapest
Jean-François Millet Die Ebene von Cailly mit Egge und Pflug 1866 Österreichische Galerie Belvedere, Wien
  Claude Monet Das Pfirsichglas um 1866 Galerie Neue Meister, Dresden
  Claude Monet Damen in Blumen 1875 Nationalgalerie Prag
  Claude Monet Der Hafen von Trouville 1870 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Claude Monet Blühende Apfelbäume 1879 Museum der Schönen Künste, Budapest
Claude Monet Seineböschung bei Lavacourt 1879 Galerie Neue Meister, Dresden
  Claude Monet Seerosenteich 1900 Louvre (heute: Musée d’Orsay), Paris
  Claude Monet Meeresstrand bei Pourville um 1882 Nationalmuseum, Posen
  Claude Monet Die Waterloo Bridge in London 1903 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
  Claude Monet Der Koch 1882 Österreichische Galerie Belvedere, Wien
Adolphe Monticelli Faust und Gretchen um 1880 Nationalgalerie Prag
  Adolphe Monticelli Das Ständchen im Park um 1880 Nationalgalerie Prag
Adolphe Monticelli Masken um 1880 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Frauenkopf 1903 Eremitage, Sankt Petersburg (Leningrad)
Pablo Picasso Sitzender weiblicher Akt 1906 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Die Frau von Mallorca 1905 Puschkin-Museum, Moskau
Pablo Picasso Selbstbildnis 1907 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Weibliches Brustbild 1907 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Stillleben mit Äpfeln 1909/10 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Brücke 1909 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Erinnerung an Le Havre 1912 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Frau im Lehnstuhl 1910 Nationalgalerie Prag
Pablo Picasso Stehender weiblicher Akt 1921 Nationalgalerie Prag
  Camille Pissarro Wiesenlandschaft Saint Hilaire um 1863 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Camille Pissarro Der Garten in Eragny 1880 Nationalgalerie Prag
Camille Pissarro Landschaft mit pflügendem Bauern um 1868 Kunsthalle Bremen
  Camille Pissarro Seinebrücke in Paris 1902 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Camille Pissarro Pontoise um 1867–1869 Nationalgalerie Prag
  Pierre Puvis de Chavannes Maria Magdalena 1897 Museum der Schönen Künste, Budapest
Odilon Redon Blumenstillleben um 1909 Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  Pierre-Auguste Renoir Liebespaar 1875 Nationalgalerie Prag
  Pierre-Auguste Renoir Nach dem Bade 1902 Österreichische Galerie Belvedere, Wien
Pierre-Auguste Renoir Mädchenbildnis um 1890 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Augustin Théodule Ribot Stillleben um 1865 Museum der Schönen Künste, Budapest
  Henri Rousseau Selbstbildnis 1890 Nationalgalerie Prag
  Henri Rousseau Stillleben 1908 Puschkin-Museum, Moskau
Théodore Rousseau Brücke bei Meudon 1833 Nationalgalerie Prag
  Georges Seurat Der Hafen von Honfleur 1886 Nationalgalerie Prag
  Paul Signac Die Seine bei Samois 1901 Nationalgalerie Prag
  Alfred Sisley Brücke in Sèvres 1877 Nationalgalerie Prag
Alfred Sisley Flusslandschaft um 1892 Museum der bildenden Künste, Leipzig
Alfred Sisley Fischstillleben 1888 Staatsgalerie Stuttgart
  Henri de Toulouse-Lautrec Im Moulin-Rouge 1892 Nationalgalerie Prag
  Henri de Toulouse-Lautrec Zwei Freundinnen 1895 Galerie Neue Meister, Dresden
  Henri de Toulouse-Lautrec Die Unterhaltung 1895 Museum der Schönen Künste, Budapest
Maurice Utrillo Die Vorstadtstraße 1916 Nationalgalerie Prag
Maurice Utrillo Eine Gasse mit Kirche um 1930 Museum der Schönen Künste, Budapest
Maurice de Vlaminck Landschaft mit Pappeln 1914 Nationalgalerie Prag
Maurice de Vlaminck Stillleben um 1920 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Maurice de Vlaminck Dorfstraße 1914 Nationalgalerie, Berlin (Ost)
Maurice de Vlaminck Landschaft 1916 Nationalgalerie Prag

LiteraturBearbeiten

  • Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie (Hrsg.): Von Delacroix bis Picasso: Ein Jahrhundert französische Malerei. Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Berlin 1965.
  • Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Peter-Klaus Schuster (Hrsg.): Manet bis van Gogh, Hugo von Tschudi und der Kampf um die Moderne. Nationalgalerie Berlin und Neue Pinakothek München 1996, ISBN 3-7913-1748-2.
  • Claudia Rückert, Sven Kuhrau (Hrsg.): "Der Deutschen Kunst ...". Nationalgalerie und nationale Identität, 1876–1998. Verlag der Kunst, Amsterdam 1998, ISBN 90-5705-093-5.
  • Angelika Wesenberg, Eve Förschl: Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert, Katalog der ausgestellten Werke. Staatliche Museen zu Berlin und Seemann Verlag, Berlin und Leipzig 2001, ISBN 3-363-00765-5.
  • Michael F. Zimmermann, Christoph Hölz, Ulrike Steiner (Hrsg.): Berlins Museen, Geschichte und Zukunft. Deutscher Kunstverlag, München 1994, ISBN 3-422-06135-5.
  • Timo Saalmann: Die Kunstpolitik der Berliner Museen. De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-05-006101-6.
  • Gunnar Decker: 1965–der kurze Sommer der DDR. Hanser, München 2015, ISBN 978-3-446-24735-2.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Im Katalog zur Ausstellung sind nur die beiden Ausstellungsmonate vermerkt. Die genauen Daten der Ausstellung finden sich im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin
  2. Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie (Hrsg.): Von Delacroix bis Picasso: Ein Jahrhundert französische Malerei, S. 12.
  3. Timo Saalmann: Die Kunstpolitik der Berliner Museen, S. 129.
  4. Verkauft wurden unter anderem die Gemälde Landhaus in der Hermitage von Camille Pissarro (heute Kunstmuseum St. Gallen) und Frühschnee in Louveciennes von Alfred Sisley (heute Museum of Fine Arts, Boston), im Gegenzug kam Mann und Frau in Betrachtung des Mondes von Caspar David Friedrich in die Nationalgalerie. Siehe hierzu ausführlich Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Peter-Klaus Schuster (Hrsg.): Manet bis van Gogh, Hugo von Tschudi und der Kampf um die Modern, S. 104–106.
  5. Drei Gemälde van Goghs wurde Ende der 1930er Jahre aus der Nationalgalerie entfernt. Der Verbleib von Liebespaar und Kornfeld mit Mäher ist ungeklärt, Der Garten Daubignys befindet sich heute im Hiroshima Museum of Art. Siehe hierzu Michael F. Zimmermann, Christoph Hölz, Ulrike Steiner (Hrsg.): Berlins Museen, Geschichte und Zukunft, S. 170-
  6. Angelika Wesenberg, Eve Förschl: Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert, Katalog der ausgestellten Werke., S. 20.
  7. Willi Geismeier: Innenansichten. Die Nationalgalerie auf der Museumsinsel in den fünfziger und sechziger Jahren dieses Jahrhunderts in Claudia Rückert, Sven Kuhrau (Hrsg.): "Der Deutschen Kunst ...". Nationalgalerie und nationale Identität, 1876–1998, S. 138.
  8. Zur Kulturpolitik der DDR in den 1950er und 1960er Jahren siehe ausführlicher in Willi Geismeier: Innenansichten. Die Nationalgalerie auf der Museumsinsel in den fünfziger und sechziger Jahren dieses Jahrhunderts in Claudia Rückert, Sven Kuhrau (Hrsg.): "Der Deutschen Kunst ...". Nationalgalerie und nationale Identität, 1876–1998, S. 132–151.
  9. Gunnar Decker: 1965-der kurze Sommer der DDR, o. S.
  10. Informationen zur Wochenschau Der Augenzeuge vom 1. Oktober 1965 im Archiv der DEFA-Stiftung
  11. Katalog zur Ausstellung Von Delacroix bis Picasso: hundert Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen französischer Meister des XIX. Jahrhunderts, Kunsthandlung Hugo Perls, Februar-März 1925.
  12. Franz Resch (Hrsg.): Französische Malerei von Delacroix bis Picasso. Ausstellungskatalog, Wolfsburg 1961.
  13. 1957 gelang es Direktor Ludwig Justi in der Nationalgalerie eine Picasso-Ausstellung zu zeigen, was aber eine seltene Ausnahme blieb. Siehe Willi Geismeier: Innenansichten. Die Nationalgalerie auf der Museumsinsel in den fünfziger und sechziger Jahren dieses Jahrhunderts in Claudia Rückert, Sven Kuhrau (Hrsg.): "Der Deutschen Kunst ...". Nationalgalerie und nationale Identität, 1876–1998, S. 138.
  14. Das Gemälde wird nicht mehr Manet zugeschrieben und ist nicht in den Werkverzeichnissen enthalten.
  15. Die Jahreszahl gilt als umstritten.