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Volker Nielsen

deutscher Politiker, MdL

LebenBearbeiten

Nielsen besuchte die Realschule in Sankt Michaelisdonn, die er 1981 abschloss. Er besuchte anschließend das Technische Gymnasium in Meldorf und legte 1984 das Abitur ab. Danach schlossen sich Arbeitsverhältnisse in lebensmittelverarbeitenden Betrieben und ein Praktikum beim Amt für Land- und Wasserwirtschaft Heide an. An der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Kiel-Altenholz studierte er von 1985 bis 1988 Verwaltungswissenschaften und schloss das Studium als Diplom-Verwaltungswirt ab. Seit 1989 ist er in der Kommunalverwaltung tätig, zuletzt als Leiter der Innenrevision einer Kreisstadt.

Politische und kommunale Funktionen und ÄmterBearbeiten

1989 trat Nielsen in die CDU ein. 1990 wurde er das erste Mal in den Gemeinderat von St. Michaelisdonn gewählt und ist seit 2003 Bürgermeister der Gemeinde. 1998 wurde Nielsen in den Kreistag des Kreises Dithmarschen gewählt. Seit 2013 ist er Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion, Hauptausschussvorsitzender und war von 2013 bis 2018 1. stellvertretender Landrat des Kreises Dithmarschen. Im Jahr 2000 kandidierte Nielsen für den Landtag Schleswig-Holstein, erhielt trotz des zweitbesten CDU Erststimmen-Ergebnisses in ganz Schleswig-Holstein jedoch kein Mandat. Im Mai 2004 rückte er für Thorsten Geißler nach und gehörte dem Landesparlament bis zum Ablauf der Wahlperiode im März 2005 an.

Von 2003 bis 2007 war Nielsen 1. stellvertretender Amtsvorsteher des Amtes Kirchspielslandgemeinde Eddelak-Sankt Michaelisdonn, das sich 2008 mit dem Amt Kirchspielslandgemeinde Burg-Süderhastedt zum Amt Burg-Sankt Michaelisdonn zusammenschloss.

Er wurde 2001 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CDU Dithmarschen gewählt und war Ortsvorsitzender der CDU Sankt Michaelisdonn von 1997 bis 2014. Seit 2013 ist Volker Nielsen Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und weiter als Beisitzer Mitglied im CDU-Ortsvorstand seiner Heimatgemeinde St. Michaelisdonn.

AbgeordneterBearbeiten

Am 6. Februar 2016 wurde Volker Nielsen als CDU- Landtagskandidat für den Landtagswahlkreis 7, Dithmarschen-Süd, nominiert und zog am 7. Mai bei der Landtagswahl 2017 mit 40,5 Prozent der Erststimmen in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein.[1] Er ist Mitglied des Finanz- und Petitionsausschusses.

Politische SchwerpunkteBearbeiten

GemeindeBearbeiten

Als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde St. Michaelisdonn hat sich Volker Nielsen seit Amtsantritt 2003 für mehrere Projekte eingesetzt:

  • Bau und Betrieb einer Freizeit-Draisinenbahn zwischen Marne und St. Michaelisdonn 2004, „Marschenbahndraisine“
  • Planung und Bau des Golfplatzes „Golf am Donner Kleve“ ab 2004
  • Schaffung gemeindeeigener Naturschutzländereien am Ortsrand 2005
  • Kauf großflächiger Erweiterungsflächen für Gewerbebetriebe 2005
  • Ausweisung neuer Windeignungsgebiete in der Marsch der Gemeinde 2004, 2011 und 2013
  • Ansiedlung eines Windenergieunternehmens mit technischen und kaufmännischen Betrieben 2006
  • Gründung des gemeindeeigenen Unternehmens Gemeindewerke St. Michel-Energie GmbH 2009
  • Kauf von drei im Ort gebauten 3,2-MW-Windkraftanlagen durch die Gemeindewerke 2011
  • Erweiterung der Kindertagesstätte in mehreren Bauabschnitten von 2006 bis 2016
  • strategische Ortskernsanierung schrittweise ab 2014
  • Planung eines Multifunktionsgebäudes durch die Gemeinde selbst in Ortsmitte mit einer Allgemeinarztpraxis, ambulanten Pflegedienst, Tagesbetreuung für Senioren, Cafe- und Ladenbereich, barrierefreie Wohnungen, Tagungsraum und Büros für öffentliche Zwecke und gemeinnützige Vereine, Baustart 2018
  • flächenschonende Innenverdichtung durch Bebauungsplanänderungen für moderne Wohnformen und Wohnungsbau

Kreis- und LandespolitikBearbeiten

Die Verbesserung der öffentlichen Straßen- und Hafeninfrastruktur für die Schleswig-Holsteinische Westküste zählt zu den Kernthemen Nielsens Engagement. Zudem ist seiner Überzeugung folgend die Erweiterung der Hafen- und Kaianlagen an der Elbe bei Brunsbüttel („weiterer Tiefwasserhafen“, "LNG-Terminal") als wichtiger Baustein für die Vermarktung der vorhandenen freien Industrieflächen zu sehen. Kommunale Planungen führten 2017 zu einer Baugenehmigung für einen weiteren Tiefwasserhafen an der Elbe.

Nielsen fordert für die gesamte Küstenfischerflotte und für Werftkapazitäten Investitionen in den Landeshafen Büsum sowie weitere touristische Angebote in Hafennähe. Volker Nielsen setzt sich für den Erhalt der Kreis- und Gemeindestrukturen in Schleswig-Holstein ein. Zusammenschlüsse von Gemeinden und Kreisen können seiner Überzeugung nach nur auf freiwilliger Basis geschehen, um über gewachsenes ehrenamtliches Engagement der Bürger sowie deren Selbstverständnis für die Demokratie vor Ort zu erhalten.[2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Volker Nielsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kieler Nachrichten, Kiel, Schleswig-Holstein, Germany: Landtagswahl Schleswig-Holstein 2017- Alle Wahlkreis-Ergebnisse im Überblick- KN -Kieler Nachrichten. (http://www.kn-online.de/News/Landtagswahl-2017-Schleswig-Holstein/Landtagswahl-Schleswig-Holstein-2017-Alle-Wahlkreis-Ergebnisse-im-Ueberblick) Abgerufen am 13. September 2017 (deutsch).
  2. Profil auf der Webseite der CDU Dithmarschen, abgerufen am 15. Januar 2018