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Uwe Tellkamp

deutscher Arzt und Schriftsteller
Uwe Tellkamp (2009)

Uwe Tellkamp (* 28. Oktober 1968 in Dresden) ist ein deutscher Schriftsteller. Sein bekanntester Roman Der Turm (2008) handelt von den letzten sieben Jahren der DDR bis zur Wende aus Sicht des Bildungsbürgertums in einem Dresdner Villen-Viertel. Er wurde als Wenderoman eingeordnet und mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

LebenBearbeiten

Uwe Tellkamp wuchs als Sohn eines Arztes im Dresdner Villenstadtteil Weißer Hirsch in der Oskar-Pletsch-Straße 10 auf.[1] Um sein geplantes Medizinstudium abzusichern, verpflichtete er sich nach dem Abitur 1987 zu einem dreijährigen Dienst als Unteroffizier auf Zeit in der NVA. Seine Tätigkeit dort bezeichnete er später als „Panzerkommandant“. Schon vor dem Oktober 1989 wurde Tellkamp wegen „politischer Diversantentätigkeit“ auffällig, da er Texte von West-Autoren und Wolf Biermann bei sich führte. Trotzdem blieb Tellkamp bis zum Oktober 1989 NVA-Unteroffizier.

Weil seine Einheit angeblich gegen Oppositionelle, unter denen Tellkamp seinen Bruder vermutete, ausrücken sollte, habe er den entsprechenden Befehl verweigert. Den Vorgang beschreibt Tellkamp in einem Interview folgendermaßen:

„Als Genscher an den Balkon trat und sagte, sie können ausreisen, wurden die Züge von dort über Dresden in die Bundesrepublik geleitet. Honecker hatte sich ausbedungen, dass diese Züge noch mal über DDR-Gebiet fahren, was ein schwerer Fehler war. Anfang Oktober eskalierte das Ganze, denn in der Stadt gab es natürlich Gerüchte, dass diese Züge kommen. Es herrschte Visums-Pflicht, man konnte nicht mehr in die Tschechoslowakei oder nach Polen fahren. Es grassierte dann der Witz: Wir können im Grunde nur noch mit den Füßen voran aus dem Land. Jeder hatte Angst, was wird und wohin das Ganze treibt. Sehr, sehr viele Menschen sind dann raus zum Bahnhof und haben versucht, sich an die Züge ranzuhängen, um rauszukommen und zu flüchten. Das ist die Vorgeschichte. Die Kaserne, in der ich war, hatte dann am 5. Oktober den Einsatzbefehl, gegen die aus dieser Anarchie hervorgegangene Gruppe 20, eine Oppositionsbewegung, vorzugehen.“[2]

Tellkamp sei für zwei Wochen inhaftiert gewesen und danach beurlaubt worden. Es folgten 1989 Tätigkeiten als Gehilfe auf einem Braunkohleförderbagger und Hilfsdreher in einem Lichtmaschinenwerk sowie 1990 die Arbeit als Hilfspfleger auf einer Intensivstation in Dresden.

Sein Studium der Medizin absolvierte er nach der Deutschen Wiedervereinigung an der Universität Leipzig, in New York und Dresden. Nach seinem akademischen Abschluss arbeitete er als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik in München, gab aber den Beruf 2004 zugunsten seiner Schriftstellerkarriere auf.

In einem Interview 2004 gab Tellkamp an, er habe seine Berufung zum Schriftsteller am 16. Oktober 1985 um 15:30 Uhr entdeckt: An jenem Tag habe er in seinem heimischen Garten die Schönheit roter Rosen wahrgenommen und den Wunsch verspürt, dieses Bild in Versen auszudrücken. Nach einer Stunde habe er den Text in Prosa formuliert.[3]

Tellkamps erster satirischer Text wurde 1987 im Magazin Eulenspiegel veröffentlicht.[4] Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Schriftsteller hatte er 1992 in Dresden.[5]

Tellkamp ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter. Er lebte zeitweise in München, Karlsruhe und Freiburg im Breisgau. Seinen Hauptwohnsitz hat er seit 2009 wieder im Dresdner Stadtteil Weißer Hirsch.

WerkeBearbeiten

Veröffentlichte WerkeBearbeiten

Tellkamp veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Literaturzeitschriften (u. a. Akzente, comma, du, EDIT, entwürfe, Lose Blätter, ndl, Schreibheft und Sprache im technischen Zeitalter) sowie Anthologien. Gelegentlich verfasst er auch Essays für Zeitungen. Im Jahr 2000 erschien sein erster Roman Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café, der im Dresdner Hechtviertel in der Zeit nach der Wende spielt.[6]

Im Juni 2004 trug Tellkamp in Klagenfurt einen Auszug aus seinem Roman Der Schlaf in den Uhren vor und gewann dafür den Ingeborg-Bachmann-Preis 2004. Weil sich 2008 und 2009 alle Abiturienten in Niedersachsen mit diesem Auszug im Fach Deutsch befassen mussten, rückte Tellkamp in den Rang eines Verfassers von Pflichtschullektüre auf.

2005 erschien der Roman Der Eisvogel. Im Herbst 2008 erschien der Roman Der Turm. Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vom Suhrkamp-Verlag empfahl persönlich den „große[n] Wenderoman der jüngeren Generation“. Elmar Krekeler behandelte am 13. September 2008 den Roman als „Buch der Woche“.[7] Für den Roman erhielt Tellkamp den Deutschen Buchpreis 2008 sowie am 1. November 2009 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.[8] Eine dramatisierte Fassung des Romans wurde am 23. September 2010 in Dresden uraufgeführt. Am 3. und 4. Oktober 2012 zeigte die ARD ihre zweiteilige Verfilmung des Romans und erreichte damit rund 7,5 Millionen Zuschauer.[9]

Im September 2009 veröffentlichte Tellkamp ein „Gedicht in vierzig Kapiteln“ mit dem Titel Reise zur blauen Stadt.

ProjekteBearbeiten

Die Erzählung Der Schlaf in den Uhren trägt den Untertitel „Auszug aus dem Roman Der Schlaf in den Uhren“. In einem Interview von 2005 sagte Tellkamp, er habe den Roman nach 100 abgefassten Seiten zurückgestellt und wolle ihn nach der Arbeit am Turm beenden.[10] In einem Interview mit Volker Hage sagte er, dass der Roman Der Turm der erste Teil eines umfassenden Romanprojektes sei.[11] Im Wesentlichen solle sich der daran anschließende Roman mit der ereignisreichen Zeit zwischen November 1989 und Oktober 1990 befassen. Der Arbeitstitel dieses Romans sollte einem Plan vom September 2012 zufolge ursprünglich Lava lauten.[12] Im Dezember 2012 gab Tellkamp an, dass Lava nur den ersten Romanabschnitt betiteln solle, der ganze Roman aber wie ursprünglich geplant Der Schlaf in den Uhren heißen solle.[13] Im Mai 2014 kündigte er an, dass er den Roman, der doch den Namen Lava tragen soll, 2015 fertigstellen wolle.[14] Zum „Tag der deutschen Einheit“ 2014 lieferte Tellkamp als Essay ein Exposé seines neuesten Romans.[15]

Im August 2017 veröffentlichte er einen Prosaband mit dem Titel Die Carus-Sachen, der die Geschichte der Familie Hoffmann weiter erzählt und sie mit Betrachtungen über den Dresdner Arzt und Künstler Carl Gustav Carus anreichert. Die Geschichte beruht auf einem bereits 2011 von Tellkamp veröffentlichten Essay.[16]

Tellkamps auf drei Bände geplantes Nautilus-Projekt entwickelt sich laut Tomas Gärtner wahrscheinlich zu einem „Lebensprojekt.“ In Band 1 mit dem Titel Das Aschenschiff soll es vor allem um Politik und Geschichte gehen, orientiert an der Höllenreise in Dantes Werk Die Göttliche Komödie. Band 2 (Falter) hat im Gegensatz dazu das Paradies als motivischen Mittelpunkt. Band 3 (Vineta) soll eine Reise durch Dresden, aber auch andere Städte und Stadtstaaten werden, die bis nach Utopia reicht.[17] In dem Interview mit Volker Hage kündigte Tellkamp einen Gedichtband an, in Publikumsdiskussionen nach Lesungen im Herbst 2008 zudem einen Band über Autoren und Literatur und eine Sammlung von Porträts.

Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Deutschen Freimaurer im Juni 2017 stellte Uwe Tellkamp in einer Rede dar, was ihn zum Schreiben motiviere:

„Mich interessieren Geschichten, sprich Handlungsverläufe, Seinszusammenhänge, beispielsweise die Geschichte eines Menschen, der sich vor ca. 25 Jahren engagiert hat in der Bürgerbewegung der DDR und der meinte, jetzt breche er zu neuen Ufern auf, jetzt dämmere die Sonne einer Freiheit im Kopf. Mit diesem Glauben und mit diesem Idealismus […] hat dieser Mann sein Bestes gegeben und dafür gesorgt, dass ein unfassbar überwältigendes System scheinbar zusammengebrochen ist. Die Arbeit, der Mut, die es braucht, sich als Einzelner, als Familienvater gegen diese Staatsmacht zu stellen, kann man nicht hoch genug einschätzen. Nun sehe ich diese Geschichte jedoch im Zusammenhang: Ich sehe sie bis heute, ich sehe denselben Mann, dieselbe Frau mit ihrem Engagement irgendwo in der zweiten Reihe, in der Politik versandet, die Ideale gebrochen, das Programm heißt Desillusionierung, und die Freiheit ist nicht die, von der man träumte, sondern man erwachte in Nordrhein-Westfalen, um ein vielzitiertes Wort zu wiederholen.
[2017] werden Helligkeits- und Dunkelheitskategorien vergeben. Wobei die Dunkelheit interessanterweise im Osten verortet wird. Und es werden Verbiegungen, Mechanismen, Talkshows mit Ein- und Ausladungspolitiken betrieben, die mich erschüttern und die diese Figur erschüttern, über die ich schreibe, weil sie sie an die Zeit vor 30 Jahren erinnern. Und diese Figur fragt sich, ob man mittlerweile in einer DDR 2.0 lebt – und wenn ja, warum.“[18]

Tellkamps ArbeitsweiseBearbeiten

Tellkamps Arbeitsstil ist dadurch gekennzeichnet, dass er in unregelmäßigen Abständen Auszüge aus noch unveröffentlichten umfassenden Werken bei Autorenlesungen vorträgt und teilweise auch als Auszüge veröffentlicht. Das trifft insbesondere auf sein Langgedicht in der Tradition Homers mit dem Titel Nautilus zu, aber auch auf die Romane Der Schlaf in den Uhren und Der Turm. Tellkamp verändert dabei oft Kleinigkeiten (indem er beispielsweise den aus dem Romanauszug Der Schlaf in den Uhren bekannten „Niklas Buchmeister“ während der Arbeit an dem Roman Der Turm in „Niklas Tietze“ umbenennt).

Uwe Tellkamp selbst beschreibt in der Zeitschrift Bella triste sein literarisches Schaffen mit den Worten: „Der moderne Dichter, wie ich ihn verstehe, ist wie der Dom-Baumeister; er ist damit, wie diejenigen, die sich aufmachten, Kap Hoorn zu umsegeln oder einen Seeweg nach Indien zu finden, zwangsläufig pathetisch – was er in Kauf nehmen kann, wenn es ihm gelingt, die grundlegenden menschlichen Empfindungen wieder zu gestalten.“

In einem Interview mit dem Oberpfalznetz charakterisiert Tellkamp sein Schreiben als einen „Versuch, Heimat wiederzugewinnen“, die durch den Ablauf der Zeit verloren gegangen sei. Damit stellt er sich in die Tradition von Marcel Proust (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit).[19]

RezeptionBearbeiten

 
Uwe Tellkamp (2008)

Tellkamps erster Roman Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café (2000) stieß beim Publikum nur auf geringes Interesse. Der Roman wurde im Juni 2009 gegen den erklärten Willen des Autors wieder aufgelegt.[20] Eine Taschenbuchausgabe erschien im November 2009.

Für einen Auszug aus dem noch unvollendeten Roman Der Schlaf in den Uhren erhielt Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Jury zeigte sich begeistert von diesem Auszug. Die zahlreichen Feuilleton-Artikel vom 28. Juni 2004 über die Preisverleihung[21] zeigen ein uneinheitliches Bild, ebenso die später verfassten Rezensionen. Gelobt wurde vor allem die virtuose Sprachbeherrschung Tellkamps, kritisiert wurde hingegen, dass der Auszug schwer verständlich und dass der Auftritt Tellkamps in Klagenfurt auf die Mentalität der Jury zugeschnitten gewesen sei.

Tellkamps 2005 veröffentlichter Roman Der Eisvogel[22] polarisierte das Feuilleton. In einem „Neues Deutschland“ betitelten Feuilletonbeitrag zum Beispiel warf Volker Weidermann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 10. April 2005 Tellkamp vor, er zeige in seinem Roman nicht genügend Distanz zu den Protagonisten, die für eine Konservative Revolution eintreten und die Demokratie ablehnen.[23] Aus der Sicht des März 2018 fragte Thomas Assheuer rhetorisch: „Hat Uwe Tellkamp in seinem Roman "Der Eisvogel" den Neuen Rechten Köder ausgelegt?“[24] Ijoma Mangold von der Süddeutschen Zeitung hielt 2005 den Eisvogel für einen gelungenen „politischen Zeitroman“, der das Thema Terrorismus aufgreife.[25] Auf die Frage, ob er ein „rechter Schriftsteller“ sei, antwortete Uwe Tellkamp 2005 in einem Interview mit Daniela Weiland mit „Nein“.[26] „Mit wenigen Ausnahmen, finde ich, hat die Kritik vor dem Buch versagt“, sagt Tellkamp in diesem Zusammenhang. Das Werk sei von der Literaturkritik als politisches Pamphlet und nicht als Roman gelesen worden.[26]

Elmar Krekeler schrieb 2004 über Tellkamps politische Haltung:[27] „Er ist immunisiert gegen Ostalgie und frei von überflüssiger Euphorie über das wiedervereinigte Deutschland“. Krekeler bescheinigte dem Autor einen Hang zur „Hermetik“, d. h. zu Aussagen, die nicht gänzlich dechiffriert werden können. Diesen Hang erklärt Krekeler durch einen doppelten Ausschluss Tellkamps von der ihn umgebenden Welt: erstens die zwangsweise Trennung des DDR-Bürgers durch Mauer und Stacheldraht vom Westen und zweitens die freiwillige Absonderung des Angehörigen des Bildungsbürgertums, das in Ostdeutschland auf eine im Westen oft als „museal“ empfundene Weise erhalten geblieben sei, von der Gesellschaft der DDR.[28] Dadurch stehe, so Krekeler 2004, Tellkamp seinen Kollegen im ehemaligen Ostblock geistig näher als seinen deutschsprachigen Kollegen in den alten Bundesländern, in Österreich und der Schweiz.

Ausführlich äußerte sich Uwe Tellkamp selbst über seine Meinung zur jüngsten deutschen Geschichte in einem Interview, das vom „Bund Deutscher Chirurgen“ am 1. Oktober 2009 veröffentlicht wurde.[29]

Kontroversen ab 2017Bearbeiten

Im Umfeld der Frankfurter Buchmesse 2017 gehörte Tellkamp zu den 32 Erstunterzeichnern der „Charta 2017“, einer Online-Petition der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen. Sie richtete sich gegen die Ausgrenzung neurechter Verlage auf der Messe.[30]

Vor der Leipziger Buchmesse 2018 sorgten Äußerungen Tellkamps bei einer öffentlichen Diskussion mit Durs Grünbein zur „Meinungsfreiheit in der Demokratie“ im Dresdner Kulturpalast für Aufsehen. Zur Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 sagte er unter anderem: „Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.“ In Deutschland gebe es einen „Gesinnungskorridor zwischen gewünschter und geduldeter Meinung“. Seine Meinung sei „geduldet, erwünscht ist sie nicht.“[31] Der Suhrkamp Verlag distanzierte sich auf Twitter von diesen Aussagen.[32] Diese lösten eine umfangreiche Debatte in Feuilletons und sozialen Medien aus.[33][34] Norbert Gstrein sieht einen möglichen „Kollateralschaden“ der Dresdener Veranstaltung darin, dass „das literarische Sprechen da buchstäblich unter die Räder gekommen ist“, das heißt, dass Aussagen Tellkamps in literarischen Werken nicht mehr unbefangen gelesen werden könnten.[35]

Tellkamp äußerte sich zunächst nicht zu der Debatte,[34] gehörte dann aber zu den Erstunterzeichnern einer von Vera Lengsfeld initiierten „Gemeinsamen Erklärung 2018“ vom 15. März 2018, in der es heißt: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“[36] Neben ihm unterzeichneten Konservative und Neurechte die Erklärung, darunter Henryk M. Broder, Eva Herman, Matthias Matussek, Thilo Sarrazin, Jörg Friedrich, Uwe Steimle, Karlheinz Weißmann und Martin Lichtmesz.[37][38] Der neurechte Verleger Götz Kubitschek begrüßte sie.[39] Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) verurteilte die Erklärung und wies darauf hin, dass es „kein einziges Problem“ löse, „die Schwächsten … zu Sündenböcken“ zu machen.[38]

Preise und EhrungenBearbeiten

PublikationenBearbeiten

Romane und Erzählungen

Weitere literarische Arbeiten

  • Satirische Texte im Eulenspiegel
  • Märchen von den Scherenschnitten. Frau Zwirnevaden, die Zeit und der 13. Februar 1945. In: Die Welt. 2. Februar 2005 welt.de
  • Projekt Nautilus: Auszüge aus dem Abschnitt Der Falter sind bereits veröffentlicht, und zwar Schwebeteppich partitur (in: Lose Blätter. Heft 27, 2004, S. 765 ff.), Falter (in: Lose Blätter. Heft 34, 2005, S. 1010–1013) sowie Lumen. Orphisch (in: Orpheus versammelt die Geister, Anthologie, Dresden, 2005, S. 50 ff.)
  • Der Schlaf in den Uhren. (Auszug aus dem geplanten gleichnamigen Roman) 2004.
  • Fußballgedicht Bollywood Kohinoor, TV-Moderatorin, Sportkanal (in: Die Zeit. Ausgabe 45/2005 vom 2. November 2005).
  • Schwarzgelb. Beitrag zum 800. Geburtstag der Stadt Dresden, gesendet von MDR Figaro am 31. März 2006 schwarzgelb von Uwe Tellkamp (Memento vom 14. März 2010 im Internet Archive).
  • Bei Gewitterlicht und Traum. Notizen zur Lyrik heute. Bearbeiteter Auszug aus der Münchener Rede zur Poesie, in: Bella triste Nr. 17, Hildesheim 2007.
  • Autobiographische Erzählung Lichtmaschinen. In: Renatus Deckert (Hrsg.): Die Nacht, in der die Mauer fiel. Schriftsteller erzählen vom 9. November 1989. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2009, S. 61–72.
  • Reise zur blauen Stadt. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2009 (Insel-Bücherei 1323), ISBN 3-458-19323-5.
  • Die Uhr. Edition Eichthal, Eckernförde 2010, ISBN 978-3-9811115-3-8.

Sachtexte

Interviews

Audio- und audiovisuelle Dokumente

LiteraturBearbeiten

  • Elmar Krekeler: Uwe Tellkamp im Porträt. In: Iris Radisch (Hrsg.): Die Besten 2004. Klagenfurter Texte. Piper, München 2004, ISBN 3-492-04648-7, S. 47–54.
  • Christine Meffert, Wie fang ich an? In: Der Tagesspiegel. 9. Januar 2005.
  • Gunther Nickel: Die Wiederkehr der Konservativen Revolution. In: Schweizer Monatshefte. 85. Jg., H. 10, 2005, S. 53–55.
  • Susanne Schulz, Uwe-Johnson-Preis geht an Uwe Tellkamp. In: Nordkurier. 21. Juli 2008.
  • Ulrike Janssen, Norbert Wehr: Aschestadt, Tauchsprache. Uwe Tellkamps „Nautilus“. Radio-Feature (WDR 2008).
  • Kai Sina: Das Haus an der Havel gegen den Schmutz der Moderne. Kulturkritik bei Uwe Tellkamp. In: Ole Petras, Kai Sina (Hrsg.): Kulturen der Kritik. Mediale Gegenwartsbeschreibungen zwischen Pop und Protest. Dresden 2011, S. 33–50.
  • Gottfried Fischborn: Ein Turm in der Landschaft. In: Gottfried Fischborn: Politische Kultur und Theatralität. Aufsätze, Essays, Publizistik. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-631-63251-2.
  • Peter Paul Schwarz: "'Nimm und lies'" – Das 'Ostdeutsche' als Rezeptionsphänomen. In: Viviane Chilese, Matteo Galli (Hrsg.): Im Osten geht die Sonne auf? Tendenzen neuerer ostdeutscher Literatur. Königshausen & Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5395-5, S. 29–45, hier zu "Der Turm" auf den Seiten 36–39.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frank Junghänel, Markus Wächter: Die Turmgesellschaft. Bericht. Berliner Zeitung, 22. November 2008.
  2. Philipp Engel: Uwe Tellkamp, Bestseller-Autor und Gewinner des Deutschen Buchpreises über die DDR, den Finanzkapitalismus, das Schreiben und sein nächstes Buch. Ruhrbarone, 17. Februar 2009.
  3. Elmar Krekeler: „Die Jungen müssen wieder fighten“. Welt online, 13. August 2004.
  4. www.lyrikwelt.de (Memento vom 22. Oktober 2008 im Internet Archive).
  5. Ulrich Rüdenauer: Die Taufe eines großen Autors. Börsenblatt, 20. Oktober 2008.
  6. Comeback für einen Debüt-Roman: Uwe Tellkamps "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café". Leipziger Internet Zeitung (LIZ), 19. Juli 2009.
  7. Elmar Krekeler: Bei Uwe Tellkamp ticken die Uhren der DDR noch. Welt online, 13. September 2008.
  8. Uwe Tellkamp erhält Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. In: Freie Presse. 28. Januar 2009 (Memento vom 22. Januar 2010 im Internet Archive).
  9. Süddeutsche Zeitung Nr. 230 vom 5. Oktober 2012, S. 35 („Medien“).
  10. Im Gespräch: Uwe Tellkamp. Sendung des Bayerischen Rundfunks vom 30. April 2005 (29 Minuten). www.br-online.de (Memento vom 5. März 2009 im Internet Archive).
  11. Buchpreisgewinner Tellkamp: „Am Ende herrschte Sprachverwirrung“. Spiegel Online, 17. Oktober 2008.
  12. Martin Machowecz, Stefan Schirmer: Uwe Tellkamp: „Es wird wieder marodierende Banden geben“. Zeit online, 23. September 2012.
  13. Andreas Platthaus: Warum setzen Sie „Der Turm“ fort? FAZ.net, 29. Dezember 2012.
  14. Dierk Wolters: Die Zeit ist eine unsichtbare Last. Frankfurter Neue Presse, 22. Mai 2014.
  15. Uwe Tellkamp: Wendezeit. Eastern Time. Berner Zeitung, 3. Oktober 2014.
  16. Uwe Tellkamp. Die Carus-Sachen. Erzählung. Perlentaucher.de, 18. August 2017.
  17. Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27. Juli 2004.
  18. Uwe Tellkamp: Erwiderung von Uwe Tellkamp zum Kulturpreis. Großloge der Alten Freien und Angenommenen Freimaurer Deutschland, 8. Juni 2017.
  19. Meine Heimat ist ein Schiff aus Papier. www.oberpfalznetz.de
  20. Volker Weidermann: Als der Turm noch ein Türmchen war. In: FAZ.net. 25. Juni 2009, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  21. Viele davon sind abgedruckt in: Die Besten. Klagenfurter Texte 2004. Piper. 2006, S. 225–263.
  22. Uwe Tellkamp: Der Eisvogel auf perlentaucher.de mit Klappentext und 5 Rezensionsnotizen.
  23. Volker Weidermann: Neues Deutschland. In: FAZ.net. 11. April 2005, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  24. Thomas Assheuer: Die große Depression. In: Die Zeit. 14. März 2018, abgerufen am 15. März 2018.
  25. Ijoma Mangold. Wie man die Bundesrepublik auf eine heiße Herdplatte setzt: Uwe Tellkamps großartiger Roman „Der Eisvogel“. In: Süddeutsche Zeitung. v. 17. März 2005.
  26. a b Im Gespräch: Uwe Tellkamp. Sendung des Bayerischen Rundfunks (Interview mit Daniela Weiland) vom 30. April 2005 (ca. 5:30). www.br-online.de (Memento vom 5. März 2009 im Internet Archive)
  27. Elmar Krekeler. Uwe Tellkamp im Porträt. In: Die Besten. Klagenfurter Texte 2004. Piper. 2006, S. 54.
  28. vgl. dazu auch den Aufsatz „Bürgertum, Bürgerlichkeit und Entbürgerlichung in der DDR: Niedergang und Metamorphosen“ von Thomas Großbölting; in: „Aus Politik und Zeitgeschichte“, Ausgabe 9–10/2008; www.bpb.de
  29. Bund Deutscher Chirurgen: Interview mit Uwe Tellkamp, Arzt und Schriftsteller: „Das ganze Thema ist immer noch radioaktiv“, Deutsches Ärzteblatt, 1. Oktober 2009.
  30. Susanne Dagen reagiert mit einer „Charta 2017“ auf die Buchmesse-Vorfälle. Börsenblatt, 17. Oktober 2017; Appell: Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017. openpetition.de.
  31. Autorendebatte: Die süße Krankheit Dresden. Süddeutsche Zeitung, 14. März 2018.
  32. Suhrkamp-Verlag distanziert sich von Uwe Tellkamp. Deutsche Welle, 9. März 2018.
  33. Dirk Knipphals: Debatte um Schriftsteller Uwe Tellkamp: Die Kunst differenzieren. taz, 9. März 2018; Jens Bisky: So dämonisiert man selbst Gartenzwerge. SZ, 9. März 2018; Adam Soboczynski, Durs Grünbein: „Was wir von Uwe Tellkamp hören, kennen wir von Pegida“. Zeit online, 15. März 2018; Causa Tellkamp – „Ob das Rechts ist, ist mir am Ende vollkommen egal“. Monika Maron im Gespräch mit Christine Heuer. Deutschlandfunk, 15. März 2018; Alexander Kissler: Tellkamp versus Grünbein – Das fängt alles erst an. Cicero Online, 16. März 2018.
  34. a b Xaver Cranach et al.: Meinungskampf: Der Riss. Der Spiegel Nr. 12, 17. März 2018, S. 112–115
  35. Norbert Gstrein: Die aggressiv auftretende Moral liebt die ganze Menschheit. Das ist das Unmoralische an ihr. Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 22. März 2018.
  36. Tellkamp unterzeichnet Erklärung. Sächsische Zeitung, 17. März 2017 (Memento vom 16. März 2018 im Internet Archive).
  37. Christian Schröder: Uwe Tellkamp für Solidarität gegen Einwanderer. Tagesspiegel, 20. März 2018.
  38. a b Wie brisant ist die "Erklärung 2018"? NDR, 27. März 2018.
  39. Tellkamp und Matussek unterzeichnen "Erklärung 2018". Deutschlandfunkkultur, 20. März 2018.
  40. online (Memento vom 26. Februar 2009 im Internet Archive).