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Twiggy

britische Schauspielerin und Fotomodell
Zeichnung von Twiggy

Dame Lesley „Twiggy“ Lawson DBE (* 19. September 1949 als Lesley Hornby in Neasden, London Borough of Brent) ist ein britisches Fotomodell. Sie wurde in den Swinging Sixties in London als dünnes Teenagermodel bekannt und arbeitet auch als Schauspielerin und Sängerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Twiggy wurde 1949 als Lesley Hornby in Neasden, einem Vorort von London geboren. Ihre Eltern sind der Zimmerer William Norman Hornby und Nellie Lydia Reeman, die in einer Druckerei arbeitete.[1]

Im Alter von 16 Jahren wurde Lesley durch den Einfluss ihres Freundes und Managers Justin de Villeneuve bekannt. Die ersten Modelfotos entstanden bei dem Fotografen Barry Lategan und fielen der Moderedakteurin des Daily Express, Deirdre McSharry, in die Hände, die mit der Schülerin ein weiteres Fotoshooting organisierte. McSharry publizierte die Fotos in der Daily Mail 1966 unter dem Titel The Face of 1966 mit dem Text „The Cockney kid with a face to launch a thousand shapes... and she’s only 16“.[2] Nach der Fotoserie wurde sie für die Vogue fotografiert, später folgten Fotosessions mit Richard Avedon, Cecil Beaton, Helmut Newton, Guy Bourdin und Norman Parkinson.[3]

Bald war sie „das Gesicht“ der Swinging Sixties in London und erhielt ihren Spitznamen wegen ihrer spindeldürren, jugendlichen Figur; Twiggy ist die englische Diminutivform von twig = „Zweig“, also „Zweiglein“. Sie galt als erstes Supermodel im Teenageralter und ihre Figur, die sie später selbst als viel zu dünn beschrieben hat, galt aufgrund der dünnen Waden, der geraden Beine und der kleinen, schmalen Füße nach Diana Vreeland, der damaligen Chefredakteurin der amerikanischen Vogue, als das Bild des perfekten Körpers dieser Zeit.[3]

Als sie älter wurde, verließ sie Villeneuve und trat als Schauspielerin und Sängerin auf, so zum Beispiel 1971 in Ken Russells Filmversion von Boyfriend (Ihr Liebhaber). Der Part der Polly Brown, die unbedingt ein Revuestar werden will, brachte ihr 1972 einen Golden Globe als beste Komödien- und als beste Nachwuchsdarstellerin ein. Seitdem spielte sie eine Vielzahl unterschiedlicher Rollen auf der Bühne und im Film, inklusive der der Eliza Doolittle in Pygmalion (1981), zusammen mit Robert Powell in einer Produktion für das Fernsehen, und 1993 in Die Nanny als Jocelyn Sheffield #1. In dem Film Blues Brothers hatte sie einen Kurzauftritt.

Die 1977 geschlossene Ehe mit dem US-amerikanischen Schauspieler Michael Witney endete mit dessen plötzlichem Tod im Jahr 1983; der Ehe entstammt ihre 1978 geborene Tochter. 1988 heiratete Twiggy den Schauspieler Leigh Lawson.

TriviaBearbeiten

  • Twiggy ist der einzige Gaststar einer Folge der Muppet Show, der in der deutschen Fassung in einem Segment ausgetauscht wurde, und zwar durch Mary Roos.
  • In der fünften bis neunten Staffel von America’s Next Top Model saß sie in der Jury der Show und beurteilte die Nachwuchsmodels.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Charts[4] Anmerkungen
Vereinigtes Konigreich  UK
1976 Twiggy 33
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1976
1977 Please Get My Name Right 35
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1977

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1972: Twiggy and the Girlfriends
  • 1983: My One and Only (mit Tommy Tune)
  • 2003: Midnight Blue
  • 2007: Heaven In My Eyes
  • 2009: Gotta Sing Gotta Dance
  • 2012: Romantically Yours

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Charts[4] Anmerkungen
Vereinigtes Konigreich  UK
1976 Here I Go Again
Twiggy
17
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1976
1985 Feel Emotion 81
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1985

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Sebastian Gradinger: Der Beruf des Fotomodells – Der Körper als Kommunikationsinstrument. VDM Verlag, 2008, ISBN 978-3-8364-5687-6.

BelegeBearbeiten

  1. https://web.archive.org/web/20090924030803/http://www.nationsmemorybank.com/editorial/fashion_article_3.html
  2. Claire Brayford: Twiggy: I know what women want. Express, 12. April 2012, aufgerufen am 29. Januar 2015.
  3. a b „Twiggy“ In: Paula Reed: 50 Fashion Looks der 60er Jahre. Prestel, München 2013; S. 80. ISBN 978-3-7913-4784-4.
  4. a b Chartquellen: UK