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Straßenbahn
Straßenbahn Toyama
Bild
Altwagen vor Alpenpanorama auf der Brücke über den Jinzūgawa
Basisinformationen
Staat Japan
Stadt Toyama
Eröffnung 1913
Betreiber Toyama Chihō Tetsudō K.K.
Infrastruktur
Streckenlänge 7,5 km[1]
Ehemals größte
Streckenlänge
ca. 11 km[2]
Spurweite 1067 mm (Kapspur)
Stromsystem 600 V = Oberleitung
Betrieb
Linien 3
Netzplan
Netzplan mitsamt Vorortbahnen
Fahrzeuge der ersten Niederflurgeneration des Typs 9000 bzw. „CENTRAM“ (セントラム) bei der restaurierten Burg
Wagen 9002 zwischen den Haltestellen Kokusaikaigijō-mae und Ōte-Mōru
Neueste Niederflurgeneration des Typs T100 alias „SANTRAM“ (サントラム)
Netzentwicklung (durchgezogen = Bestand, unterbrochen/punktiert = stillgelegt)

Die Straßenbahn Toyama (jap. 富山市電, Toyama-shiden) ist das Straßenbahnnetz in Toyama auf der Insel Honshū in Japan. Entgegen der japanischen Bezeichnung steht der Betrieb nicht unter städtischer Verwaltung, sondern wird seit 1943 durch die Privatgesellschaft Toyama Chihō Tetsudō K.K. (富山地方鉄道), kurz Chitetsu (地鉄), durchgeführt.

Es besteht im Wesentlichen aus zwei vom Hauptbahnhof ausgehenden Ästen; einer führt westlich um die Innenstadt zur im Westen gelegenen Universität (大学前, Daiguku-mae), der andere östlich herum und weiter südwärts bis zum Südbahnhof (南富山駅, Minami-Toyama-eki). Beide sind durch eine eingleisige Strecke in der südlichen Innenstadt verbunden, welche gegen den Uhrzeigersinn von der Linie 3 als Ringlinie bedient wird. Linie 2 bedient die beiden Äste komplett, während Linie 1 nur zwischen Haupt- und Südbahnhof verkehrt. Dort besteht jeweils Übergang zu den Vorortbahnlinien derselben Gesellschaft.

Im Eröffnungsjahr 1913 wurden der Innenstadtring und ein Teil des Südastes angelegt. Zwei Jahre später wurde der Südbahnhof erreicht und 1916 erfolgte die Anlage des Westastes, welcher allerdings bis 1952 im Zentrum weiter südlich gelegen war und am westlichen Ende bis 1969 mehrfach eingekürzt wurde. Ausgehend von der zentralen Haltestelle Nishichō (西町) wurde 1928 ein Ostast mit Nordabzweig (verbunden mit dem nördlichen Ringteil ab 1936) angelegt und 1961 erweitert; der nördliche Teil wurde 1972 und der Rest 1984 stillgelegt. Der Ring erhielt erst im Rahmen von Flussregulierungsarbeiten im Nordbereich in den 1930er-Jahren seine heutige Trassierung, während der Südbereich zuerst nach Kriegszerstörung in veränderter Lage wiederaufgebaut, 1973 stillgelegt und 2009 in der ursprünglichen Lage neu errichtet wurde. Die letzte Erweiterung erfolgte 2015 durch Anlage eines Nordästchens mit Stumpfendstelle im Hauptbahnhof, welche in den kommenden Jahren mit der Stadtbahnlinie im Norden durchgebunden werden soll. Eine angedachte Erweiterung im Bereich der Universität kam bisher nicht über das Diskussionsstadium hinaus.

Außerdem existierten zwischen 1950 und 1961 bzw. 1967 durchgebundene Linien auf den Eisenbahnstrecken derselben Gesellschaft im Westen über den ehemaligen Bahnhof Shin-Toyama (新富山) nach Takaoka sowie im Süden nach Sasazu (笹津).

Der Fuhrpark umfasst 16 hochflurige Einzelwagen sowie drei zweiteilige und zwei dreiteilige Niederflur-Gelenktriebwagen, welche seit 2009 speziell für die Ringlinie von Niigata-Transys und Alna-Sharyō beschafft wurden. Deren erste Serie entspricht den auf der Stadtbahnstrecke eingesetzten Fahrzeugen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Toyama Chiho Railway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

  1. davon 1,1 km in städtischem Besitz
  2. ohne Durchbindung auf 20 km Eisenbahnstrecke Richtung Takaoka und 12,5 km nach Sasadzu