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Tobias Pflüger

deutscher Politiker, MdEP
Tobias Pflüger, 2014

Tobias Pflüger (geboren am 1. Februar 1965 in Stuttgart) ist ein deutscher Friedensforscher und Politiker (Die Linke). Er wurde auf dem 4. Bundesparteitag im Mai 2014 zu einem der vier stellvertretenden Vorsitzenden seiner Partei gewählt. Pflüger wurde am 24. September 2017 in den 19. Deutschen Bundestag gewählt.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Tobias Pflüger wurde als Sohn eines Pfarrers und einer Katechetin geboren. Er wuchs in Ludwigsburg-Möglingen, Calw-Stammheim und Nagold auf. In Nagold legte er 1985 sein Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium ab. Anschließend studierte er Politikwissenschaft und Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen.

Seit den 1980er Jahren ist er in der Friedensbewegung aktiv. Von 1989 bis 1993 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Abgeordneten der Grünen im Landtag Baden-Württemberg für die Bereiche Anti-Atom-Bewegung, Energie- und Friedenspolitik.

1996 initiierte er die Gründung der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI). Dort ist er Vorstandsmitglied und Referent im In- und Ausland. Er gehörte einige Jahre der Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft und Frieden an. Von 1997 bis 2003 war er Mitherausgeber und häufiger Autor der Monatszeitung Graswurzelrevolution. Von Januar 2000 bis Dezember 2002 war er Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Seit Ende 2002 ist er aktives Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac.

Teilnahme und Referate bei den Europäischen Sozialforen in Florenz (2002), Paris (2003), London (2004), Athen (2006) und Malmö (2008) und dem Weltsozialforum in Mumbai (2004), Porto Alegre (2005), Caracas (2006) und Nairobi (2007). Im Jahre 2003 nahm er an zahlreichen Veranstaltungen zu den Themenbereichen: (Deutsche Rolle im) Irakkrieg, Bundeswehr / Verteidigungspolitische Richtlinien, EU-Militarisierung, EU-Verfassung u. ä. teil.

Bei der Europawahl 2004 kandidierte der parteilose Pflüger für die Partei des Demokratischen Sozialismus, für die er anschließend ins Europaparlament einzog, dort war er u.a. im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Sicherheit und Verteidigung. Im Mai 2008 trat er in Die Linke ein.[1] Für die Europawahl 2009 wurde Pflüger am 1. März 2009 auf dem Europaparteitag der Linken auf den zehnten Listenplatz gewählt[2] und verfehlte damit dann den Wiedereinzug ins Parlament, da seine Partei nur acht Mandate errang.

Auf dem Bundesparteitag der Linken in Rostock am 15. und 16. Mai 2010 wurde Pflüger in den erweiterten Parteivorstand gewählt.[3] Am 3. Juni 2012 wurde Pflüger erneut in den Parteivorstand gewählt.[4] Beim Parteitag der Linken vom 9. bis 11. Mai 2014 in Berlin wurde Tobias Pflüger zum stellvertretenden Vorsitzenden der Linken gewählt, beim Parteitag vom 28. und 29. Mai 2016 in Magdeburg wurde er in dieses Amt wiedergewählt.

Im November 2016 wurde Tobias Pflüger zum Direktkandidaten seiner Partei im Bundestagswahlkreis Freiburg (Nr. 281) für 2017 gewählt.[5] Auf der baden-württembergischen Landesliste seiner Partei kandidierte er auf Platz 4[6]. Bei der Bundestagswahl bekam er im Bundestagswahlkreis Freiburg 7,3 % an Erststimmen und Die Linke 11,2 % an Zweitstimmen. Seit dem 24. September 2017 ist Pflüger Mitglied des 19. Deutschen Bundestags.

SchriftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tobias Pflüger: Beitritt zur Partei Die Linke Dokumentation, Website Tobias Pflüger vom 5. Juni 2008
  2. DIE LINKE: Wahl der Bundesliste zur Europawahl 2009
  3. Nachricht vom 16. Mai 2010, im Newsticker des Schwäbischen Tagblatts
  4. DIE LINKE: Wahl des Parteivorstandes
  5. Tobias Pflüger tritt als Bundestagskandidat für die Linken an, Badische Zeitung
  6. DIE LINKE. LV Baden-Württemberg: Linke Landesliste zur Bundestagswahl gewählt. Abgerufen am 20. Februar 2017.